Absolventen berichten
Was passiert eigentlich nach dem Studium und was kann ich alles mit dem Bachelorabschluss anfangen? Hier geben erfolgreiche Absolventen des Studiengangs Auskunft darüber wo sie gelandet sind.
Max Brückmann
Innerhalb eines knappen Jahres nach seinem Bachelorabschluss ist Max Brückmann bei der Karl Knauer KG vom Assistenten des Technischen Leiters Produktion zum Assistenten der Geschäftsleitung aufgestiegen. Die übertragene Verantwortung, die Vielfalt der Produkte und die Kreativität motivieren Max Brückmann und bringen ihm viel Freude in seinem Beruf ein.
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Die Karl Knauer KG ist dem Bereich Verpackung zuzuordnen, was genau wird von euch produziert und in welcher Art und Weise bist du in den Produktionsprozess integriert?
Die Karl Knauer KG ist ein kompetentes, zukunftsorientiertes Dienstleistungs- und Herstellungsunternehmen für Verpackungslösungen und effektvolle, funktionale Werbemittel. Unsere Kernkompetenz sind innovative Verpackungen, Werbemittel und Präsentverpackungen aus Karton, Wellpappe und Papier. Ich bin als Assistent der Geschäftsleitung projektverantwortlich für die Technik im Bereich E-Commerce, gebe technische Unterstützung in den einzelnen Fachbereichen und versuche immer wieder Ideen und neue Denkansätze in das Unternehmen zu transportieren.
Was ist dein Berufsgeheimnis, dass dich dein Job jeden Tag aufs Neue begeistern kann?
Ich darf jeden Tag neue Herausforderungen bewältigen, durch die Prozessvielfalt bei der Karl Knauer KG ergeben sich spannende und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder. In den nächsten Jahren möchte ich weiter praktische Erfahrungen in der Mitarbeiterführung sammeln und Projekte in Eigenverantwortung erfolgreich abschließen. Mein Ziel ist es, eine Führungskraft mit Personalverantwortung bei der Karl Knauer KG zu werden – das motiviert mich und bringt mir Spaß an der Arbeit.
Was würdest du Absolventen und Studierenden des Studiengangs Druck- & Medientechnologie mit auf den Weg geben?
Sammelt während dem Studium viel praktische Erfahrungen und eignet euch einen umfangreichen Wissenshorizont an. Ebenso wichtig: Schafft euch ein Kompetenznetzwerk, auf welches ihr später in eurem Berufsleben sicherlich zurückgreifen werdet. Mein Eintritt in die Arbeitswelt z.B. hat über die Studentenverbindung der T.V. Grafia stattgefunden, der Job hat sich durch diese Kontakte ergeben. Das Studium hat mich gut auf mein jetziges Berufsbild vorbereitet. Die Vorbereitung hängt jedoch auch von der persönlichen Einstellung, den gewählten Fächern und dem individuellen Engagement des Einzelnen ab.
Petra Bischof
Als ausgebildete Mediengestalterin mit zwei Jahren Berufserfahrung trat sie ihr Studium an, zwischen Bachelorabschluss und Berufseinstieg lag bei Petra dann nicht viel Zeit. Seit April 2011 arbeitet sie als “Executive Application Support & Training Repro” bei der Wetzel GmbH. Im Interview erzählt sie, was sich dahinter verbirgt.
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Wie war dein Eintritt in die Arbeitswelt?
Ich habe bei der Firma Wetzel vor dem Studium bereits eine Ausbildung zur Mediengestalterin absolviert. Wetzel hat mich auch während des Studiums unterstützt, indem mir die Möglichkeit gegeben wurde, in den Semesterferien dort zu arbeiten. Nach dem Studium habe ich dann ein gutes Angebot erhalten und zugesagt.
Was verbirgt sich hinter deiner Berufsbezeichnung
Die Wetzel GmbH bietet innovative Lösungen für alle Bereiche der Druck- und Prägeindustrie. Wir stellen Flexo- und Tiefdruckzylinder sowie Prägewalzen für die Verpackungsindustrie und dekorative Applikationen, wie z.B. Tapeten oder Möbel, her. Ich bin in der Projektleitung im Bereich Repro tätig und unter anderem für Neuanschaffungen und Investitionen zuständig. Ich unterstütze den Vertrieb bei technischen Fragen und Kundenbesuchen und koordiniere die Optimierung und Dokumentation der Repro-Software und Workflows.
Welchen Vorteil bringt dir das Studium zusätzlich zu deiner Ausbildung?
Im Studium wird sozusagen der Blick für das Ganze geschärft. Der größte Nutzen des Studiums liegt für mich in der Zusammenarbeit mit vielen unterschiedlichen Personen und Abteilungen, sei es im Projektpraktikum oder im Praxissemester. Man lernt, sich schnell auf neue Situation einzustellen, was man im Arbeitsleben sehr gut gebrauchen kann. Die breit gefächerten Grundlagen des Studiums halfen mir beim Berufseinstieg und helfen mir im Arbeitsalltag. So kann ich die Probleme der verschiedenen Abteilungen nachvollziehen. Auch Themen wie „Präsentation- und Verhandlungstechnik“ sind für meine Arbeit mit Kunden besonders wichtig.
Was sind deine beruflichen Ziele?
Zunächst möchte ich meine Kenntnisse im technischen sowie auch im betriebswirtschaftlichen Bereich vertiefen und Aufgaben mit mehr Projektverantwortung koordinieren. Für die Zukunft könnte ich mir vorstellen, eine leitende Position mit Personalverantwortung im Bereich Repro oder Produktion im Tief- oder Flexodruck zu übernehmen.
Björn Dünckel
Seit Mitte des Jahres 2007 arbeitet Björn Dünckel als Entwickler und Projektmanager bei der Firma pagina GmbH im Bereich Cross-Media-Publishing. Sein jetziger Chef dozierte an der HdM, im Rahmen seines Studiums hörte Björn Vorlesungen bei ihm – jetzt arbeitet er für ihn. Im Kurzinterview verrät Björn, welche Studieninhalte für seinen Job wirklich wichtig sind.
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Björn, dein Studium und schließlich dein Praxissemester haben dich zu dem Unternehmen pagina GmbH geführt, in welchem Bereich ist die Firma tätig
Die pagina GmbH versteht sich als Verlagsdienstleister mit besonderer Expertise in Spezialtechnologien wie Satzautomation, Cross-Media-Publishing oder XML-Entwicklung. Wir bieten ein umfangreiches Dienstleistungs-Portfolio, bieten Beratung und Komplettlösungen im Bereich des Cross-Media-Publishings. Wir arbeiten an Workflow-Optimierungen und sind spezialisiert auf Kunden aus dem Verlagsumfeld.
Und was sind deine Aufgaben innerhalb des Unternehmens?
Ich beschäftige mich hauptsächlich mit XML-Entwicklung und bin als Projektmanager an der Produktion verschiedener Publikationsformate beteiligt.
Vielen Studiengängen wird nachgesagt, dass sie nicht ausreichend auf den beruflichen Alltag vorbereiten – wie war das bei dir?
Die Grundlagen Prepress sowie die Vertiefungsvorlesungen im Hauptstudium sind grundlegend für meine Arbeit. Durch die Wahlpflichtfächer, z.B. Softwareentwicklung, Cross-Media-Publishing und angewandte Internettechnologien habe ich mich spezialisiert und schließlich meine Abschlussarbeit zum Thema Validierungsstrategien geschrieben – das war eine gute Vorbereitung für meine Stelle. Die Grundlagenfächer des Studiums, z.B. Drucktechnik oder die Naturwissenschaften spielen für meine Aufgaben als Entwickler keine große Rolle mehr. Es ist wichtig im Laufe des Hauptstudiums seinen persönlichen Schwerpunkt zu finden. Je mehr ich über das Thema Cross-Media-Publishing gelernt habe, umso interessanter wurde es für mich. Ich bin überzeugt, das trifft auch auf alle anderen Themenfelder zu – Studium ist, was DU daraus machst!
Was begeistert dich an deiner Arbeit?
Der tiefe Einblick in die Arbeitsweise der Verlagsbranche. Ich entwickle gemeinsam mit Kunden neue Konzepte und Lösungen, die wirklich die Arbeitsweise verbessern. Ich kann Technologien einsetzen, deren Möglichkeiten mich bereits während des Studiums begeistert haben. Und solche Erfolgserlebnisse: Nach getaner Entwicklungsarbeit kann ich auf Knopfdruck anspruchsvolle Publikationen wie eBooks, Websiten oder PDFs erstellen – das ist wirklich faszinierend.
Luise Zoller
Nach erfolgreichem Abschluss ihres Bachelorstudiums hat Luise Zoller im April 2011 eine Trainee-Stelle bei der Firma Constantia Haendler & Natermann angetreten. Das Unternehmen ist eines der weltweit führenden Hersteller hochwertiger Etiketten. Innerhalb des Trainee-Programms hat Luise die Möglichkeit, alle produktionsrelevanten Abteilungen kennenzulernen. Im Interview erzählt sie, warum sie gerne als Trainee in die Berufswelt einsteigt.
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Wie bereitet dich das Trainee-Programm auf die spätere Position im Unternehmen vor?
Mein Traineeprogramm ist technisch ausgelegt, wird aber sehr flexibel gestaltet. Daher geht es zunächst darum, alle relevanten Abteilungen, Abläufe und Produktionsschritte so intensiv aber auch ganzheitlich wie möglich kennenzulernen. Außerdem werde ich persönlich und fachlich anhand verschiedener Seminare geschult. Nach einem Jahr geht es dann ganz konkret um die späteren Aufgaben, die mit der zukünftigen Position verbunden sind. Solange kann ich mir ein Bild von den verschiedenen Bereichen machen und meine Präferenz selbst wählen.
Was nimmst du aus deinem Studium mit in die Berufswelt?
Das Studium hat mir ein breites Grundlagenwissen und eine analytische Denkweise vermittelt, durch die vielfältig angebotenen Wahlfächer und anhand verschiedener Projekte konnte ich mir aber auch spezielles Wissen aneignen. Drucktechnik bietet ein sehr vielfältiges Berufsfeld, dabei haben mir das Praxissemester und zahlreiche Exkursionen geholfen, mein persönliches Interessensgebiet zu finden.
Wann wusstest du, dass diese Stelle für dich persönlich interessant sein könnte? Wie lief denn die Stellenauswahl nach Abschluss deines Studiums ab?
Schon während des Studiums war mir klar, dass ich auf jeden Fall in der Verpackungsdruckbranche arbeiten wollte. Da ich mir trotzdem verschiedene Arbeitsbereiche als späteren Arbeitsplatz vorstellen konnte, wollte ich ein Traineeprogramm machen. Auf die Stellenanzeige bin ich dann ganz klassisch durch die Jobbörse der HdM gestoßen und habe mich beworben.
Was würdest du anderen Absolventen bei der Berufswahl raten?
Durch ein Traineeprogramm hat man die Möglichkeit, alle Bereiche des Unternehmens ganz unvoreingenommen kennenzulernen. Man kommt in Kontakt mit den verschiedenen Abteilungen und Mitarbeitern und lernt die neue Produktwelt sehr gut kennen. Wichtig ist aber auch, im Studium möglichst viel mitzunehmen, auch mal nach links und rechts schauen – man weiß schließlich nie so genau wo man letztendlich landet. Und bei der Jobsuche ruhig auch Initiativbewerbungen schreiben.
Axel Sauer
Nach seinem Bachelor-Abschluss entschloss sich Axel noch einen Master drauf zu satteln und startete zum Wintersemester 2010 den Masterstudiengang Print & Publishing (PPM). Die Entscheidung dazu fiel eigentlich schon während des Bachelor-Studiums – zu viele interessante Forschungsfragen galt es noch zu klären.
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Wie würdest du deinen Masterstudiengang beschreiben, wofür bildet das Masterprogramm PPM aus?
Wie der Name schon sagt: Print & Publishing, wobei die Vorlesungen drei unterschiedlichen Richtungen zuzuschreiben sind – Management, Verlag und Technik. Das Vorlesungsangebot zielt auf die Ausbildung von Führungskräften für die grafische Industrie ab. Der Studiengang ist sehr familiär und individuell, manchmal aber auch ein kleines bisschen kompliziert.
Was ist anders und was findest du aber auch vielleicht in deinem jetzigen Studium aus deinem Bachelor-Studium wieder?
Mein Bachelor-Studium warf schlicht weg so viele interessante Fragestellungen auf, denen ich weiter nachgehen wollte. So wurde mir schon während des Bachelor Studiums klar, dass ich vor allem meine Fertigkeiten im Bereich Naturwissenschaft und Forschung noch weiter ausbauen möchte, bevor ich in die Berufswelt einsteige. Dieses Ziel habe ich erreicht und diese Einstellung und Begeisterung für technische Zusammenhänge hat sich nicht geändert – im Gegenteil. Für mich waren es vor allem die naturwissenschaftlichen Fächer und deren Praktika aus denen ich am meisten gezogen habe. Generell bin ich der Meinung, dass man aus solchen Fächern, in denen man richtig etwas „geschafft“ hat, den nachhaltigsten Lernerfolg erzielt.
Was sind deine Pläne für die Zukunft?
Gerne würde ich meine Masterthesis in Schweden oder England schreiben. Die Zusammenarbeit mit einem schwedischen Papierhersteller während meiner Bachelorthesis hat Lust auf mehr gemacht. Das Masterstudium vermittelt mir einen weiten Überblick über Aspekte, die mir im späteren Berufsleben mit Sicherheit noch einmal über den Weg laufen. Außerdem gibt es mir die Chance, mich in Themengebieten zu spezialisieren, die für mich von besonderem Interesse sind.
Ich bin jetzt schon wissenschaftliche Hilfskraft im Messtechniklabor des Studiengangs Druck- und Medientechnologie. So kann ich zum einen Studierende betreuen und mit ihnen arbeiten, zum anderen passt die Arbeitsumgebung gut zu meiner Technikaffinität. Am liebsten würde ich in meinem späteren Beruf eine Kombination aus lehrender und forschender Tätigkeit vereinen. Mal sehen was die Zukunft da bereit hält.