Psychology of Human Mediated Message Processing
Ziele
In Schwerpunkt Psychology of Human Mediated Message Processing werden Verarbeitungsprozesse
bei der Rezeption audiovisuell vermittelter Informationsbotschaften
(= Nachrichten‐ bzw. Wissenssendungen im Fernsehen) erforscht und Prinzipien für
die optimierte Gestaltung solcher Sendungen erarbeitet.
Theoretischer Ansatz
Die Arbeiten im Schwerpunkt knüpfen an das Limited Capacity Model of Human Motivated
Mediated Message Processing von Annie Lang (2000, 2009) an.
Dieses Modell ist der bislang einzige theoretische Ansatz in der Psychologie, in dem sowohl kognitive als
auch motivationale als auch emotionale Prozesse bei der Verarbeitung medial vermittelter
Informationsbotschaften innerhalb einer einheitlichen Architektur erklärt werden.
Die Allokation begrenzter Kapazitätsressourcen des Organismus bildet dabei den
Mechanismus für Wechselwirkungen zwischen den genannten Prozessen: Wenn beispielsweise
stark emotionalisierende Bilder beim Zuschauer eine intensive Aufmerksamkeitszuwendung
bzw. Betroffenheit auslösen, geht die hierdurch gebundene Kapazität
für andere Prozesse verloren und es kommt zu Lücken bei der Informationsaufnahme
und ‐speicherung des Zuschauers (vgl. hierzu Newhagen & Reeves, 1992).
Das o.g. Modell wurde in einer Vielzahl von Forschungsarbeiten sowohl für unterschiedliche
Arten medial vermittelter Informationsbotschaften (Nachrichten, Dokumentationen,
Werbung) als auch mit Hilfe unterschiedlicher Methoden (Dual Task Aufgaben;
EEG‐Messung; physiologische Messungen; Gedächtnistests) geprüft und hat sich gut
bewährt.
Projektarbeiten
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Roland Mangold
Raum: W311, Wolframstr. 32 (Standort Wolframstraße 32-34)
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