Qualifikationsziele und Modularisierung
Explizit formulierte Qualifikationsziele sind Ausgangspunkt für die Studiengangsentwicklung und Voraussetzung für eine nachhaltige Qualitätsentwicklung.
Die Qualifikationsziele von Studiengängen beschreiben, welche Kompetenzen, d.h. welche nachgewiesenen Fähigkeiten, Kenntnisse, Fertigkeiten sowie welche persönlichen, sozialen und methodischen Fertigkeiten die Absolventinnen und Absolventen eines Studiums beherrschen.
Laut Akkreditierungsrat umfassen Qualifikationsziele
„fachliche und überfachliche Aspekte, insbesondere wissenschaftliche Befähigung, die Befähigung, eine qualifizierte Beschäftigung aufzunehmen, die Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagement und Persönlichkeitsentwicklung.“Ihre Definition sowie die nachgewiesene Orientierung des Studiengangs an ihnen ist eine der wichtigsten Anforderungen zur Systemakkreditierung.
Die Qualifikationsziele von Studiengängen stellen die Resultate von Lernprozessen dar. Dass nicht mehr die von den Lehrenden vermittelten Inhalte, sondern die von den Studierenden erworbenen Kompetenzen im Fokus stehen, zählt zu den wichtigsten Paradigmenwechseln innerhalb der Bologna-Reform.
Die Qualifikationsziele sind von der Studiengangs- auf die Modul- und Lehrveranstaltungsebene herunterzubrechen.
Diese Operationalisierung geschieht in den Modul- und Lehrveranstaltungsbeschreibungen und hat unter Bezugnahme auf konkrete Lerninhalte und Lehrmethoden stattzufinden.
Stimmen Studiengangs-, Modul- und Lehrveranstaltungsziele überein, hat der Studiengang ein wesentliches strukturelles Qualitätsmerkmal erreicht.
Von den Qualifikationszielen einer Lehrveranstaltung sind deren Lehrmethoden ebenso wie deren Prüfungsformen abhängig. Denn mit der Kompetenzorientierung bei der Formulierung von Qualifikationszielen geht auch das kompetenzorientierte Prüfen einher: Statt erworbene Wissensstände abzufragen, geht es darum, die von Studierenden erworbenen Kompetenzen zu beurteilen. Dies erfordert von den Studierenden nicht nur die Wiedergabe, sondern auch die Anwendung oder den Transfer von Kenntnissen ebenso wie den Einsatz personaler Kompetenzen.
Je höher die Übereinstimmung zwischen Qualifikationszielen, Lehrmethoden und Prüfungsformen, desto größer das lernfördernde und kompetenzerweiternde Potenzial der Lehrveranstaltung.
Ausführlicher Leitfaden der HdM zur Definition von Qualifikationszielen:
Weitere Informationen zur Umsetzung der Modularisierung an der HdM finden Sie auf den weiteren Unterseiten.