Stadtbücherei Rüsselsheim - Sprachförderung für Migrantenkinder im Verbund
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1. Was passierte nach PISA in Sachen Frühförderung?Nach der Veröffentlichung der PISA-Studie standen die sprachlichen Defizite deutscher Schüler, vor allem der Migrantenkindern, im Mittelpunkt der Diskussion. Obwohl die Sprachkompetenz der 15-Jährigen getestet worden war, galt die Förderung der Sprachfähigkeit der Vorschulkinder als dringende Aufgabe. Es stellte sich die Frage: Wer sollte fördern? Und wie?Das Hessische Kultusministerium reagierte schnell. Ministerin Karin Wolff schrieb, dass „bei Kindern aus Zuwandererfamilien die fehlende Sprachkompetenz die entscheidende Hürde für eine erfolgreiche Schullaufbahn (ist)“. Ein 6-monatiger Förderunterricht wurde daraufhin eingerichtet, „Deutsch Frühförderung in Vorlaufkursen“ genannt. 1.1 „Deutsch-Frühförderung in Vorlaufkursen“ durch das Hessische Kultusministerium Das Programm sieht vor, durch eine vorgezogene Schulanmeldung auf etwa elf Monate vor dem eigentlichen Schuleintritt Auffälligkeiten rechtzeitig festzustellen und diese Zeit für den Abbau möglicher Schwächen zur nutzen. Für Rüsselsheim bedeutet dies, dass an 5 Schulen Kurse für Kinder aus den Kindergärten des Einzugsgebietes angeboten werden. Die Durchführung liegt in den Händen der einzelnen Schulen, wobei einige der Kurse an den Schulen selbst, andere wiederum in den Kindertagesstätten direkt stattfinden. Geleitet wird der Förderunterricht von Lehrerinnen. Die Fachaufsicht hat das Staatliche Schulamt. Der erste Durchlauf begann im November 2002, der zweite im November 2003. (Information: http://www.kultusministerium.hessen.de) 1.2 Sprachförderung für Kinder im Kindergartenalter Parallel dazu stellte auch das Sozialministerium im Jahr 2003 Gelder für die Sprachförderung an hessischen Kindertagesstätten zur Verfügung. Kommunen oder Kreise beteiligen sich mit komplementären Mitteln. Organisation, Verwaltung und Fortbildung liegen in Rüsselsheim in den Händen der Volkshochschule. Nachdem sich der Beginn durch Haushaltssperren verzögert hatte, fand der erste Projektdurchlauf von September bis Dezember 2003 statt und zwar an sieben Kindertagesstätten, dem gewohnten Umfeld der Kinder. Diese Sprachkurse richten sich nun an die jüngeren Kinder, sie werden von internen Erzieherinnen, aber auch von extra eingestellten Kräften (darunter auch Pädagoginnen und Lehrerinnen) durchgeführt, die hier Dozentinnen genannt werden. Ziel ist, bestehende Unzulänglichkeiten in der Beherrschung der deutschen Sprache auszugleichen oder zu reduzieren. Eine Ergebniskontrolle wird erbracht. (Information: http://www.vhs-ruesselsheim.de. Ein ähnliches Programm gibt es in Berlin, siehe http://www.schlaumaeuse.de oder http://www.sprachfoerderkoffer.de) 2. Stadtbücherei und Frühförderung2.1 Welche Rolle spielt die Stadtbücherei in dieser Gemengelage?In der Stadtbücherei Rüsselsheim erfuhr man von all diesen Bemühungen nur aus der Presse oder über das Internet. Doch wie konnte sich die Stadtbücherei mit ihrem Auftrag der Sprachförderung und ihren Möglichkeiten einbringen? Recherchen ergaben, dass beide Projekte – typisch für die Lage in unserem Land? – nicht miteinander abgestimmt worden waren. Jede Gruppe für sich erarbeitete ein pädagogisches Konzept und suchte nach den entsprechenden Medien. Unter den beteiligten Berufsgruppen kam es außerdem zu Spannungen: Wer war besser geeignet, Erzieherinnen oder Lehrerinnen? Die „normalen“ Erzieherinnen in den Kindertagesstätten reagierten gekränkt. Gäbe es kleinere Gruppen, mehr Zuwendung und Zeit für Gespräche, wäre eine zusätzliche Sprachförderung gar nicht notwendig. Die Stadtbücherei entwickelte nun einen Plan, der alle Gruppierungen ansprechen und einbeziehen sollte. Ermutigt wurde sie hierzu durch das Projekt „Schrift im Vorschulalter“, das sie im Jahr 2002 durchgeführt hat. Der Bibliothek war es gelungen, die unterschiedlichen Berufs- und Interessengruppen (Eltern, Lehrer und Erzieher) an einen Tisch zu bringen, Impulse für die Arbeit zu geben und entsprechende Bücher und Medien beizusteuern. Ähnliches hatte man auch hier im Auge. So wurde mit der zuständigen Schulamtsdirektorin Kontakt aufgenommen, die eine Zusammenarbeit sehr begrüßte und an die entsprechende Fachberaterin für die Vorlaufkurse weiter vermittelte. Von der Seite des Staatlichen Schulamtes war zu erfahren, dass trotz anfänglicher Skepsis, die Vorlaufkurse erfolgreich verliefen und die Kinder signifikante Fortschritte machten. Auch die Eltern, so war zu hören, zeigten sich an der sprachlichen Entwicklung ihrer Kinder interessiert, besuchten Elternabende und kamen zu Elterngesprächen. Mittelweile vermeldet auch das Hessische Kultusministerium, dass es „mehr als 95 Prozent der Kinder in den Vorlaufkursen gelungen (ist), die sprachlichen Grundvoraussetzungen zum Eintritt in die erste Klasse zu erreichen“. Mit der Fachbereichsleiterin Sprachen der VHS nahm die Stadtbücherei ebenfalls Kontakt auf. Auch hier wurden offene Türen eingerannt. Diese Kurse hatten zu dieser Zeit noch nicht begonnen, da die Mittelzuweisung fehlte, aber die konzeptionellen Vorarbeiten und die Ausbildung der Dozentinnen waren in vollem Gange. 2.2 Konzept der Stadtbücherei Rüsselsheim Auf Grund der Gespräche und des Informationsaustauschs wurde nun ein Konzept erstellt, dessen Durchführung mal mit der einen, mal mit der anderen, mal mit allen Seiten erfolgte. Und dies sind die Bausteine:
Vorschulprojekte b) Fortbildungsseminar mit der Sprachwissenschaftlerin Elke Montanari für alle Interessierten unter dem Thema „Mit zwei Spachen groß werden“ c) Elternabend mit den Eltern der Vorlaufkurse in der Stadtbücherei d) Eltern-Kinder-Nachmittage in der Stadtbücherei für die Vorlaufkurse Wie sehen diese Punkte im Einzelnen aus? Zu a): Medienkoffer „Deutsch als Fremdsprache“ Die beiden oben vorgestellten Sprachprojekte wurden zwar durch Finanzmittel des Landes mit Büchern und Medien ausgestattet, ein zusätzliches Angebot durch die Stadtbücherei wurde jedoch sehr begrüßt. Gemeinsam wurde beraten, welche Medien sinnvoll wären. Oft waren die Titel deckungsgleich, jede Seite hatte aber auch eigene Vorschläge. Ein Medienkoffer umfasst: Bild-Wörterbücher, einfache Bilderbuchgeschichten, Kinderreime in Bilderbuchausgaben, Spiele, CDs mit Kinderliedern, Geräusche-CDs sowie pädagogisch-didaktische Literatur für die Kursleiterinnen. Die Zusammenstellung der beiden Koffer ist unterschiedlich. Die Ausleihe erfolgt über die Kinder- und Jugendbücherei zu den dort üblichen Bedingungen. Eine Liste der Titel kann bei der Kinder- und Jugendbücherei angefordert werden. Zu b): Fortbildungsseminar mit der Sprachwissenschaftlerin Elke Montanari für alle Interessierten in der Stadtbücherei Da die wissenschaftlichen Grundlagen für eine Sprachförderung erst aufgearbeitet werden müssen, sah es die Stadtbücherei als sinnvoll an, eine Veranstaltung zu den Grundlagen zu organisieren. Man einigte sich auf ein Nachmittagsseminar im November (16.00 – 18.00 Uhr), das gemeinsam mit der VHS geplant, bezahlt und organisiert wurde. Aber auch die Lehrerinnen des Vorlaufkurses beteiligten sich bei der praktischen Durchführung. Als Referentin konnte Elke Montanari gewonnen werden, Sprachwissenschaftlerin, Publizistin, im Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V. tätig sowie Mitglied der Interministeriellen Arbeitsgruppe „Ganzheitliche Sprachförderung in Kitas“ in Baden-Württemberg. Titel der Veranstaltung: „Mit zwei Sprachen groß werden“. Erwartungen: Was wir von Frau Montanari hören wollten, war, wie der aktuelle Forschungsstand zur zwei- oder mehrsprachigen Erziehung aussieht und welche Erkenntnisse man daraus für eine Situation, wie sie sich in Rüsselsheim stellt, ziehen kann. Die Stadt ist geprägt von einem sozialen Umfeld mit vielen Zuwandererfamilien. Vielen Eltern ist oft nicht bewusst, dass sie zweisprachig erziehen. Es wird zweisprachig erzogen, aber auf niedrigem Niveau. Mit den Kindern wird sehr wenig gesprochen und kaum vorgelesen. Das zentrale Problem ist, dass viele Kinder weder ihre Muttersprache (Erstspracherwerb) beherrschen und dann auch beim Zweitspracherwerb (Deutsch) scheitern. Die Fragen, die wir an Frau Montanari stellten, lauteten deshalb:
Insbesondere wollten wir wissen (auch hinsichtlich des Elternabends in der Stadtbücherei, s.u.), in welcher(n) Sprache(n) die Eltern ihre Kinder erziehen sollten. Ergebnisse: Zu dieser Veranstaltung wurde breit eingeladen, und es kamen über 50 Erzieherinnen, Grundschullehrerinnen, die Dozenten oder Lehrer der Sprachkurse, Vertreter des Jugendamtes und auch bewußt zweisprachig erziehende Eltern. Alle Teilnehmer waren höchst konzentriert, eine Diskussion kam zustande. Frau Montanaris Thesen können in ihren Büchern (s. Literaturangaben) nachgelesen werden. Hier kurz einige Punkte, die besonders für unseren Gedankengang wichtig sind:
Veröffentlichungen: Montanari, Elke: Mit zwei Sprachen groß werden. Mehrsprachige Erziehung in Familie, Kindergarten und Schule. 2. Auflage. München: Kösel, 2003. Montanari, Elke: Die Welt trifft sich im Kindergarten... und spricht viele Sprachen. Dokumentation der Fachtagung zu bilingualer und mehrsprachiger Erziehung im Kindergarten. Hrsg: Landeshauptstadt München, Stelle für interkulturelle Zusammenarbeit. München, 2003. Wie Kinder mehrsprachig aufwachsen. Ein Ratgeber. Hrsg.: Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V. Frankfurt/Main : Verlag Brandes & Apsel, 2000. Information und Kontakt: Elke Montanari http://www.mehrsprachig.info StB Rüsselsheim Eine Liste mit Buchtiteln zum Thema „Sprachentwicklung, Sprachförderung, Merhrsprachigkeit“ kann in der Kinder- und Jugendbücherei der Stadtbücherei Rüsselsheim angefordert werden. Zu c): Elternabend mit den Eltern der Vorlaufkurse in der Stadtbücherei Der nächste Baustein in unserem Konzept war Anfang Dezember 2003 ein Elternabend, zu dem die Eltern der Kinder aus den Rüsselsheimer Vorlaufkursen eingeladen werden sollten. Alle Untersuchungen zeigen, dass eine Verbesserung der Familiensituation die Bildungschancen der Kinder steigern. Bildungsanstrengungen und -erfolge hängen wesentlich davon ab, ob es in der Umgebung der Schüler üblich ist, hierauf Wert zu legen. Deshalb wollten wir es einfach versuchen, auch ausländische Eltern fürs Vorlesen und Miteinander-Sprechen zu gewinnen. Wir fühlten uns zu diesem Schritt ermutigt, da die Erfahrung gezeigt hatte, dass die Eltern der Kinder in den Vorlaufkursen ansprechbar sind (es besteht der Druck, dass die Kinder nicht eingeschult werden!). Zudem beobachteten wir in der alltäglichen Bibliotheksarbeit, dass durch die ganze Bildungsdiskussion auffallend viele Zuwandererfamilien ihre Kinder anmelden und ganz bewußt Bücher und andere Medien (vor allem CD-ROMs) für den Sprach- und Wissenserwerb ausleihen. Das Grobkonzept für den Elternabend wurde gemeinsam mit der Fachberaterin für die Vorlaufkurse entworfen. Bei der weiteren Ausarbeitung halfen weitere Vorlaufkurslehrerinnen mit und erklärten sich bereit, beim Elternabend kleine Parts zu übernehmen. Die zweisprachigen Einladungen an die Eltern wurden über die Rektoren und Rektorinnen verschickt. Konzept (zu empfehlen ist das Buch: Walter, Gisela: Sprache – der Schlüssel zur Welt. Spiele und Aktionen zur ganzheitlichen Sprachförderung. Freiburg: Herder, 2003) Methodische Grundsätze: Einfach, anschaulich, lebendig, respektvoll, Anwesende einbeziehen; Wichtige Gedanken sollen (falls uns die Eltern nicht gut genug verstehen) ins Türkische übersetzt werden. Ziele des Abends:
Ablauf Dauer: Vortrag: ca. 45 Minuten. Insgesamt: ca. 90 Minuten. Es wirken mit: Abwechselnd Lehrerin und Bibliothekarin, weitere Lehrerinnen für kleine „Vorführungen“. Begrüßung: (mit kurzer Vorstellung) Warum wir zu diesem Elternabend einladen? Einstieg: In Rüsselsheim leben Menschen aus vielen Ländern, es werden viele Sprachen gesprochen. Deshalb würde es uns stark interessieren, welche Sprachen hier – heute Abend – gesprochen werden. Wir bitten Sie deshalb, einen Zettel auszufüllen, welche Sprache(n) Sie sprechen. Nur freiwillig.Frau L. heftet die Zettel an die Pinnwand. Erste Phase: Vorlesen Zur Einstimmung wollen wir ein zweisprachiges Bilderbuch vorlesen: Cengiz, Gülsüm: Yavru Balik Sürüsü. Der Jungfischschwarm. Anadolu-Ortadogu-Verl. Danach Grundsätze des Vorlesens: Was ist wichtig, damit das Vorlesen ein Erfolg wird?
Sollte man Deutsch oder Türkisch vorlesen? Wir erwarten nicht, dass Sie nur Deutsch mit ihren Kindern sprechen und vorlesen. Wir finden es auch ganz wichtig, dass Sie mit ihren Kindern in Ihrer Muttersprache sprechen und vorlesen. Zweite Phase: Sprechen und Begreifen – Schmecken< Rollenspiel von Frau D. und Frau J. Datteln, Feigen, Orangen, Äpfel und Birnen und Bananen liegen auf dem Teller. Frau J.: „Frau D. darf ich dieses Obst probieren?“ Früchte werden gekostet und darüber gesprochen. Erklärung: Die Kinder haben gehört, sie haben geschmeckt, sie haben gefühlt? Resümée: Bücher kann man ansehen – das Dargestellte wiederfinden in der Wirklichkeit. Dritte Phase: Buch in Bewegung Wir versuchen nun, Ihnen zu zeigen, wie man in einer ganz anderen Form Bilderbücher mit Kindern betrachten kann. „Josefine kreuz und quer“ von Christiane Pieper. Frau P. liest vor und zwei Lehrerinnen bewegen sich dazu. Erklärung: Warum haben wir uns zu dieser Geschichte bewegt? Weil Kinder durch Bewegung sich Wörter viel besser merken können. Das gehörte Wort wird in Verbindung mit der Bewegung im Gehirn aufgenommen. Wie Kinder besser Sprache lernen: Sprache in Verbindung mit: Frau D. erklärt und Frau L. heftet die Schilder an die Pinnwand. Weiteres Beispiel: Frau D.: „Beim Lernen des Buchstabens ‚I’ (wie Igel) haben die Kinder in der ersten Klasse gemalt, gebastelt, gebacken, gesungen und gespielt. In diesem Alter ist es wichtig, nicht nur stur zu üben – kindgerechtes Lernen heißt: Spaß und Freude zu haben. Vierte Phase: Kinderreime Kinderreime sind hervorragend zum Sprachenlernen geeignet. Das Aufsagen macht Freude und die Kinder behalten die Worte - ein ganzes Leben lang: Wichtige Elemente, damit man sich die Worte sich merkt sind: Klang, Rhythmus (Klatschen), Unsinn. Erinnern Sie sich an kleine Verse aus Ihrer eigenen Kindheit? Frau R. animiert die Eltern zum Aufsagen von Kinderreimen in ihrer Muttersprache oder in Deutsch. Schluss: Wir bedanken uns fürs Zuhören und Mitmachen und hoffen, dass wir Ihnen einige Tipps mit auf den Weg geben konnten. Dass nicht nur Ihr Kind, sondern auch Sie selbst Spaß an Büchern und Sprache finden werden. Buchausstellung: Wir haben für Sie Bücher ausgelegt, die Sie sich nun ansehen können. Bibliothek: Anmeldung, Ausleihen usw.: Erwachsene bezahlen eine Jahresgebühr von 6.- €. Wir denken, dass Ihnen Ihr Kind dies Wert ist. Ergebnisse: Es kamen 25 Eltern, vorwiegend Väter, aber auch einzelne Mütter, zwei Ehepaare mit Kind (kein Babysitter). Vorwiegend türkische, aber auch arabische, griechisch-russische Eltern u.a. Außerdem zwei Rektorinnen und fast alle Vorlaufkurslehrerinnen, insgesamt knapp 40 Personen. Am besten gefiel der Abschnitt „Buch in Bewegung“. Leider konnten sich die Eltern an keinen Kinderreim in ihrer Muttersprache erinnern. Die Stimmung war sehr positiv und das Interesse nach dem offiziellen Teil groß. In den nächsten Tagen kamen tatsächlich eine ganze Reihe von Familien, um sich anzumelden, sich beraten zu lassen und Bücher auszuleihen. Es wurde auch beobachtet, dass diese Eltern mit ihren Kindern in der Kinder- und Jugendbibliothek saßen und vorlasen. Zu d): Eltern-Kinder-Nachmittage in der Stadtbücherei für die Vorlaufkurse Da bei diesem Elternabend natürlich nicht alle Eltern angesprochen werden konnten, beabsichtigen wir ab Januar 2004 einzelne Lerngruppen mit Eltern in die Bibliothek einzuladen. Wir wollen dann den Kindern vorlesen und anschließend mit ihnen verschiedene Aktivitäten durchführen. Die Eltern sollen dabei sein. Diese Veranstaltungen sind als Kinder- und Elternschule gedacht. 3. ResümeeNachdem dieses Projekt nun fast beendet ist, können wir von Seiten der Bibliothek resümieren, dass es sich gelohnt hat, auf die Partner (Staatliches Schulamt und VHS) zuzugehen. Das wichtige gesellschaftspolitische Projekt „Sprachförderung für Migratenkinder“ ist durch die Zusammenarbeit ganz sicher ein Stück weiter gekommen. Wir haben von den anderen Partnern gelernt und wir konnten wichtige bibliothekarische Kompetenzen einbringen: zielgruppenorientierte Medienbereitstellung, Medienvermittlung und Veranstaltungsarbeit. Als Experimentierfeld ist die „Elternschule“ anzusehen. Aber der Versuch hat sich wirklich gelohnt. Die Bibliothek hat interessierte und dankbare Kunden hinzugewonnen.Die Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen – hier vor allem durch die Fachbereichsleiterin Sprachen der VHS und durch die Fachberaterin Vorlaufkurse – war hervorragend. Besser kann Kooperation eigentlich nicht funktionieren. | ||
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