Computerspiele für Kinder
Geschichte
Computerspiele entwickelten sich in circa 50 Jahren von
eher technischen Versuchen an Universitäten zu einer der
einflussreichsten Freizeitgestaltungsformen, vor allem für
Kinder. Als erstes Computerspiel wird „Tennis
for Two“ angesehen, das von William
Higinbotham 1958 entwickelt wurde. Die Entwicklung der Spiele
war stark abhängig vom technischen Fortschritt der
Computertechnologie und es wurde keinesfalls damit gerechnet, dass
Computerspiele einmal so ein großes Marktsegment einnehmen
würden.
So sagte z.B. Thomas J. Watson, der Chairman von IBM
1949, dass er glaube, dass ungefähr ein Markt für 5
Computer weltweit bestünde. 1950 prophezeite er, dass
künftige Computer
vielleicht irgendwann leichter sein könnten als 1,5 Tonnen.
(Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Computerspiele)
Die anfänglichen Computerspiele waren sehr einfach und
entstanden auf Großrechnern amerikanischer
Universitäten, wie z.B. das Spiel Spacewar 1962.
Eigentlich waren die ersten Spiele nur einer kleinen, exklusiven Gruppe
zugänglich, hauptsächlich Computerspezialisten
natürlich, denn sonst gab es ja auch niemanden, der einen
Computer besaß.
Zu diesen Spezialisten gehörte auch Nolan Bushnell,
der 1972 die Firma Atari gründete, weil er glaubte, dass diese
Art von Spiele auch ein breiteres Publikum interessieren
würden. Bushnell brachte dann auch mit „Pong“
das erste kommerziell erfolgreiche Videospiel auf
den Markt. Die Spielidee war sehr einfach und die Darstellung schlicht.
Trotzdem war es sehr beliebt, ähnlich wie die
Weltraumballerspiele, die zu dieser Zeit auf den Markt kamen.
Der Erfolg von „Pong“ lag auch
daran, dass es ab Anfang der 1970er Jahre die
ersten elektronischen Spielautomaten gab, die münzbetrieben
der Öffentlichkeit zugänglich waren. Spielhallen
wurden schnell zu einem Treffpunkt für Jugendliche und es
entwickelte sich quasi eine neue Szene.
Das veranlasste wiederum die Hersteller, Videokonsolen
für zu Hause auf den Markt zu bringen.
Mit dem Spiel Space Invaders für den
Atari 2600 kam 1979 der
Durchbruch. Heimkonsolen wurden zu Massenartikeln. Als
Ausgabemedium dieser Heimsoftware diente das heimische
Fernsehgerät (deshalb Videospiel=Telespiel). Spielesoftware
war zunächst noch fest in die Konsole integriert und konnte
nicht ausgetauscht werden.
Die neuen Computergenerationen wurden durch die
Erfindung des Mikroprozessors immer leistungsstärker und
kleiner. Aber erst die Homecomputer, die in
den 1980ern aufkamen, konnten auch vom Privatanwender bezahlt
werden. Diese Homecomputer boten dann natürlich auch die
Möglichkeit, eigene Programme, so auch Computerspiele zu
spielen.
1983 gab es dann einen großen Crash
auf dem Videospielemarkt. Gründe hierfür waren die
leichte Kopierbarkeit der Spiele, die Überschwemmung des
Marktes mit schlechten Spielen, die unrealistischen Gewinnerwartungen
der Spielehersteller und die technische Überlegenheit der
Heimcomputer. 1984 wurden praktisch keine Videospiele mehr verkauft.
1985 läutete Nintendo mit seinem
Nintendo Entertainment System (NES) eine neue Ära der
Videospiele ein. Auf dem NES entstanden viele erfolgreiche Spielreihen,
z. B. die Super-Mario-Reihe und die Legend of Zelda.
Seit Mitte der 1990er Jahre werden
die beiden Spielbereiche, also Videospiele für Konsolen und
Computerspiele für PCs aus Vermarktungsgründen wieder
verstärkt zusammengeführt. Einheitliche
Speichermedien und kompatible Hardware ermöglichen es, Spiele
sowohl für Konsolen als auch PCs parallel und damit
kostengünstiger für einen Massenmarkt herzustellen.
Spiele konkret für die Zielgruppe Kleinkinder, gab es bis in
die 90er quasi überhaupt nicht.
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