Medienverbundliteratur
Begriffliche Beschreibung
Geschichte
Marktübersicht
(Gründe für die Produktion von Medienverbundliteratur,
Darstellung der Marktsituation,
Gütesiegel und Rezensionsorgane sowie
kurze Beschreibung wichtiger Verlage)
Beurteilungskriterien
(vom IfaK erstellt)
Quellen
Interessante Diplomarbeiten der HdM zu diesem
Thema
Interessante Links zu diesem Thema
Einführung in das Thema
Durch die immer früher beginnende
Mediatisierung der Kindheit hat sich das kindliche Medien- und
Lektüreverhalten in den letzten Jahren deutlich gewandelt.
Für Kinder und Jugendliche ist ein Nebeneinander aller zur
Verfügung stehenden Medienarten selbstverständlich,
da die Heranwachsenden unvoreingenommener und offener neuen Medien
gegenübertreten. Sie bedienen sich einer breiten
Angebotspalette an Medien, die sowohl zur Entspannung und Unterhaltung,
als auch zur Information und Wissensvermittlung beitragen
können.
Aufgrund eines oftmals stark ausgeprägten Fanverhaltens
verschieben sich die Interessen vieler Kinder in Richtung
Medienverbundliteratur. Film- und Fernsehbegleitbücher
gehören schon seit vielen Jahren zu den von Kindern am
intensivsten genutzten Formen von Literatur und stehen mittlerweile in
starker Konkurrenz zu Klassikern der Kinderliteratur.
Diese Art der Literatur wird allerdings häufig von Eltern,
Pädagogen, Bibliothekaren oder Literaturwissenschaftlern
verständlicherweise als minderwertig und trivial betrachtet.
Doch die in vielen Fällen schwer nachvollziehbaren
Lektürevorlieben von Kindern können gleichzeitig auch
als Chance dienen, die Heranwachsenden auf dem Weg zu literarisch
anspruchsvoller Lektüre zu begleiten. Um junge Leser
anzusprechen und sie für Literatur zu begeistern, eignen sich
oftmals Medienformate, die weniger der pädagogischen
Förderung, als vielmehr der kindlichen Unterhaltung und
Entspannung dienen.
„Mit Goethe bringt man diese jungen Leute
heute nicht mehr zum Lesen.
Man muss ihnen etwas aus ihrer Welt bieten.“[1]
[1] Quelle: Gollhardt,
Heinz, In: Bischof, Ulrike; Heidtmann, Horst: Film- und
Fernsehbücher: Kinder- und Jugendliteratur im Medienverbund,
Stuttgart 2003 (Stuttgarter Beiträge zur Medienwirtschaft Nr.
9)
Das Zitat des Verlegers Heinz Gollhardt beschreibt zum
einen die Erwartungen und Bedürfnisse, nach denen die
Zielgruppe für sich attraktive und interessante Literatur
auswählt. Zum anderen wird ein möglicher Weg
vorgeschlagen, um durch Erkennen und Akzeptieren des
Lektüreverhaltens von Kindern, auf diese zu zugehen und sie
diesbezüglich ernst zu nehmen.
Die Zielgruppe kann mit interessanter Literatur auf dem Stand abgeholt
werden, wo sie sich gerade befindet. Dadurch kann der Einstieg in
„literarisch wertvolle“,
„niveauvolle“ und
„altersgerechte“ Literatur vorbereitet und
erleichtert werden.
Durch Erkennen sich wandelnder Formen und Funktionen von
Lektüre, können Film- und Fernsehbücher
durchaus zur Leseförderung von Kindern beitragen. Denn
Leseförderung beginnt bereits da, wo die Interessen des Lesers
anfangen.
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