Kinder- und Jugendzeitschriften

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Das Angebot an Kinder- und Jugendzeitschriften scheint auf den ersten Blick in Deutschland sehr umfassend zu sein, die großen Verlage bringen immer mehr Kindertitel auf den Markt. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Mehrheit der Titel austauschbar ist. Kinderzeitschriften unterscheiden sich vielfach nur noch durch den aus dem Fernsehen bekannten Titelcharakter, doch ob “Blaubär”, “Pumuckl”, “Maus” oder “Bär im großen blauen Haus”, die Inhalte sind beliebig, beschränken sich auf gleichbleibenden Zeitvertreib oder schlichte Rätsel bzw. Beschäftigungsaufgaben. Die Diskussionen nach PISA über neue Konzepte der Vorschulerziehung sind bis zum kommerziellen Kinderzeitschriftensektor offenkundig noch nicht durchgedrungen.

Parallel dazu wird der Jugendzeitschriftenmarkt außer vom Klassiker “Bravo” nebst Ablegern heute von Titeln dominiert, die sich mit Starkult, Lifestyle und Konsumthemen befassen. Ambitionierte Kinder- und Jugendzeitschriften sind gegenwärtig an den Kiosken gar nicht mehr zu finden, doch es gibt sie.