Medienkritik und Medienwirkung. Erstellt im Seminar bei Prof. Stang (WS 06/07)
Neue Protagonisten der Medienkritik
Hans Magnus Enzensberger: Das digitale Evangelium
von Michaela Gnann
1. Einleitung
Hans Magnus Enzensbergers Werk Das digitale Evangelium ist Teil der Christoph Martin Wieland-Vorlesungen der Universität Erfurt. Diese Vorlesungsreihen haben zum Ziel, herausragende Themen der Geistes- und Sozialwissenschaften im Kreise international renommierter Wissenschaftler zu diskutieren und somit für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Der Essay Das digitale Evangelium wurde 1999 im Rahmen der ersten dieser Vorlesungsreihen erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Dabei ist diese Abhandlung als eine Art Weiterentwicklung von Enzensbergers vielbeachtetem Baukasten zu einer Theorie der Medien von 1970 zu betrachten.
Im Anschluss an den Vortrag diskutierten Experten aus den verschiedensten Bereichen der Wissenschaft über Enzensbergers Theorie.
2. Der Kritiker
Hans Magnus Enzensberger wurde am 11. November 1929 in Kaufbeuren (Allgäu) geboren (vgl. Who's who). Schon mit der Wahl seiner Studienfächer, nämlich Literaturwissenschaft, Philosophie und Sprachen, zeichnete sich sein Interesse an den unterschiedlichsten Wissensgebieten ab.
Durch seine erste Tätigkeit als Redakteur bei Radio Essay des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart (von 1955 bis 1957), schuf sich Enzensberger durch seine kritischen Analysen eine viel beachtete Persönlichkeit in der Öffentlichkeit. 1957 veröffentlichte er seinen ersten Gedichtsband, dem einige weitere folgten. Gegenstände seiner Lyrik waren vor allem Politik und Gesellschaftskritik.
In den Folgejahren war er als Dozent an diversen Hochschulen tätig und als freier Schriftsteller im Ausland. Ab den 1960er-Jahren befasste sich Enzensberger verstärkt mit der politischen Situation in Deutschland. Im Zuge dessen verlagerte sich sein essayistischer Eifer auch immer mehr in Richtung der Medien.
Enzensberger blieb aber weiterhin divers interessiert, entwickelte Zeitschriften und schuf verschiedene Hörspiele und Dramen.
3. Der Inhalt
Das digitale Evangelium ist in sechs unterschiedlich umfangreiche Kapitel unterteilt. Zum besseren Verständnis erfolgt eine Inhaltszusammenfassung der Kapitel in der Reihenfolge des Werkes.
3.1 Die Bocksprünge der Theorie (Enzensberger 2000, S. 10ff)
Kernaussage des Kapitels ist, dass sich die Theorie erst mit erheblicher Verspätung zur Praxis entwickelt. Das bedeutet, dass sich die Wissenschaft erst dann mit der Thematik der neuen Medien auseinandersetzt, wenn schon jeder Bürger mit der Technologie vertraut ist. Als Beispiel werden auch die Theorien zu so revolutionären Erfindungen wie dem Buchdruck, der Fotografie und dem Film angeführt. Damit übt Enzensberger Kritik an den Theoretikern der Universitäten und Hochschulen. Auch die im Zuge jeder neuen Erfindung auftauchenden Mahner, die den „Verdacht des Sinnverlusts und der Uneigentlichkeit“ (Enzensberger 2000, S. 11) ausrufen, stehen unter der Kritik Enzensbergers. Jedoch beobachtet der Autor ein enormes Bestreben der Theoretiker, ihre Versäumnisse aufzuholen. Er untergliedert hierbei in zwei Gruppen: In die Apokalyptiker, hintern deren Prophezeiungen von weltweiter Vernetzung und ungehindertem Informationsfluss finanzstarke Unternehmen stünden und in Evangelisten, die ihrer Zeit schon weit voraus sind und Zukunftsvisionen von Mensch-Maschinen predigten. Diese Anspielung auf biblische Inhalte, Symbole und Worte ziehen sich durch Enzensbergers gesamtes Werk.
3.2 Der Gebrauchswert als Bremser (Enzensberger 2000, S. 14ff)
Amüsiert reflektiert Enzensberger in diesem Kapitel, dass die meisten Erfinder den tatsächlichen Einsatzwert ihrer Werke verkennen. Als Beispiel fügt er hier Gutenberg an, der nur eine schöne Version der Bibel drucken wollte, aber mit Sicherheit nicht an die massenweise Verbreitung von Werbesendungen oder Zeitschriften dachte. Zudem vergleicht Enzensberger Erfinder mit Bruderschaften, die ihr Herrschaftswissen nur unter sich verbreitet sehen wollen und den Anwender dabei bewusst ausschließen. Denn kaum eine Betriebsanleitung oder ein Handbuch seien zu verstehen: Der Abstraktionsgrad habe so stark zugenommen, dass Anwendungen nicht mehr zu vermitteln seien. (Enzensberger 2000, S. 14)
„Die neuen Medien schließen durch ihre Benutzerfeindlichkeit zwei Drittel der Bevölkerung vom Gebrauch aus.“ (ebd., S. 15)Mut mache ihm hingegen die junge Generation, die ungeachtet der dicken Betriebsanleitungen, die neuen Medien nach dem Try-and-Error-Prinzip zu ergründen versuchten.
3.3 Die Netzestadt (Enzensberger 2000, S. 15ff)
Das Internet hat sich explosionsartig entwickelt, nachdem zuerst das Militär das Potential dieser Technik entdeckte und dann Wissenschaftler aus der Schweiz ihre Version des World Wide Web schufen. Enzensberger kritisiert die enormen Summen, die in das Internet investiert werden: Die Unternehmen würden reihenweise Verluste einfahren, wären aber paradoxerweise an den Börsen hoch notiert (Enzensberger 2000, S. 16). Die Benutzer des Internets würden so viele Erwartungen und Möglichkeiten in das Medium setzen. Daher sei es für eine zentrale Instanz unmöglich, diese Masse an Informationen zu überwachen. Laut Enzensberger seien aber sowieso fast alle der im Netz ausgetauschten Informationen lediglich für den adressierten Empfänger von Interesse.
„Doch zugleich ist das Internet ein Dorado für Kriminelle, Intriganten, Hochstapler, Terroristen, Triebtäter, Neonazis und Verrückte. [...] Da kein Zentrum vorhanden ist, kann sich jeder einbilden, er befinde sich, wie die Spinne im Netz, im Mittelpunkt der Welt. Kurzum, das Internet ist weder Fluch noch Segen; es bildet schlicht und einfach die Geistesverfassung seiner Teilnehmer ab.“ (ebd., S. 18)
3.4 Gewinn- und Verlustrechnung (Enzensberger 2000, S. 19ff)
In diesem Kapitel rechnet Enzensberger die Gewinne und Verluste, die das Internet mit sich gebracht hat, gegeneinander auf. Die enorme Anfälligkeit der neuen Technologien ist ihm dabei ein besonderer Dorn im Auge. Auch an der großen Informationsflut, die durch das Internet entstanden ist, findet der Autor wenig Gefallen. Enzensberger beklagt, dass mit Hilfe der vielen Informationen doch jeder Wissensdurst gestillt werden sollte, doch genau hier läge der Denkfehler: Aufgrund der zahlreichen Verlinkungen untereinander, werden bloße Datenmengen mit hilfreichen und nützlichen Informationen gleich gesetzt und daher verwechselt. Auch für die Benutzung von Suchmaschinen würden wiederum Metasuchmaschinen gebraucht, um dem Informationswirrwarr Herr zu werden. Enzensberger bedauert zutiefst, dass durch die Verbreitung im Internet das ohnehin schon recht sensible Pflänzchen „Original“ stärkeren Belastungen ausgesetzt sei. Denn im Zeitalter von Hackern sei es ein leichtes, vorhandene Schriftstücke umzuschreiben, Inhalte zu entwenden oder den Verfasser zu ändern, so Enzensberger. Die rasante Entwicklung des Mediums führe dazu, dass immer größere Speichermedien erfunden werden müssten für deren Entkodierung die Technologie jedoch schon wieder zu fortgeschritten sei. Ein herber Verlust des „alten Wissens“ sei die Folge.
3.5 Ein bisschen politische Ökonomie (Enzensberger 2000, S. 21ff)
In diesem Kapitel beschäftigt sich Enzensberger mit all denen, die bei der digitalen Revolution auf der Strecke geblieben sind bzw. von ihr überrollt wurden. Er habe beobachtet, dass sich quer zu den ökonomischen Schichten Informationsklassen gebildet hätten. Aus diesen ließen sich hypothetisch eine neue soziologische Struktur heraus bilden. Sein Verständnis der digitalen Gesellschaft bedient sich einem gewöhnungsbedürftigen Vergleich mit der Tierwelt. An der Spitze sei das Chamäleon, das als entscheidende Ressource Know-how vorzuweisen hätte. Teil dieser dynamischen Workaholics seien beispielsweise Manager, Anwälte oder Medienschaffende. Danach folge der Igel, der weniger flexibel sei. Zu dieser Berufsgruppe gehörten Angestellte bei Behörden oder Verwaltungen. Die nachfolgende Gruppe der Biber gehöre zu allen übrigen Arbeitnehmern, deren Arbeitsplätze im Zuge der digitalen Revolution durch Automatisierung etc. gefährdet seien. Die folgende Unterklasse hätte kein tierisches Emblem, „weil die Natur keine entbehrlichen Arten kennt“ (Enzensberger 2000, S. 23). Hier versammelten sich Arbeitslose, Asylbewerber, Personen ohne Abschluss und alleinerziehende Mütter, die lediglich schlecht bezahlte Teilzeitjobs ergattern könnten bzw. den Weg finden würden in die Schwarzarbeit, Prostitution oder in die Kriminalität (ebd., S. 23). Die Schere zu den oberen Klassen würde durch den digitalen Kapitalismus weiter verschärft.
3.6 Diesseits der Medien (Enzensberger 2000, S. 24f)
Im letzten Kapitel wirft Enzensberger den in der Medienbranche beschäftigten Personen deren Vermischung von Realität und Fiktion vor. Diejenigen in diesem Berufsstand, die dies als Tatsache propagierten, seien weltfremd und naiv. Doch Enzensberger weiß dies mit der Betriebsblindheit zu entschuldigen, wie sie auch in jedem anderen Unternehmen vorkommen kann. Durch den fehlenden Blick auf die Außenwelt und Selbstüberschätzung würden die Medienwelt und die Realität eins werden. Für die Konsumenten hingegen spielten die Medien eine zentrale Rolle in ihrem täglichen Leben. Trotzdem würden sie nicht alles, was durch die diversen Medien kommuniziert wird, für bare Münze nehmen, sondern seien sich sehr wohl bewusst, dass alle Informationen differenziert betrachtet werden müssen. Abschließend resümiert Enzensberger, dass die Entwicklungen in der medialen Welt so rasant vonstatten gingen, dass sich deren gesamten Ausmaße nicht abschätzen ließen. Die Medienpropheten hingegen, die Apokalypse bzw. Erlösung durch die neue Technologie vorhersagten, würden sich selbst der Lächerlichkeit preisgeben.
4. Kritik am Kritiker
Auf Enzensbergers Werk Das digitale Evangelium gab es recht wenig Resonanz, wenn man einmal von der anschließenden Diskussionsrunde mit verschiedenen Wissenschaftlern absieht, die im Anschluss an Enzensbergers Vortrag im Rahmen der Christoph Martin Wieland-Vorlesung stattfand.
Professor José Encarnacao vom Fraunhofer-Institut in Darmstadt empfand den Vortrag zwar als brillant, räumt aber ein, dass er aus technischer Sichtweise einiges vermisst hätte: Enzensberger hätte sich die Erklärung der neuen Medien zu einfach gemacht, er sei in seinen Ausführungen zu unpräzise und diffus gewesen (Enzensberger 2000, S. 26). Der Techniker bestärkt Enzensberger in seiner These, dass die Speicherkapazität ein großes Problem darstelle, da die Entwicklung so rasant voran schreite und somit „altes Wissen“ tatsächlich verloren gehen könnte, weil es nicht mehr entkodiert werden könne. (ebd., S. 54)
Professor Jo Groebel vom Europäischen Medieninstitut in Düsseldorf vermisste den Biss des Essayisten und Polemikers und hätte sich etwas mehr Provokation gewünscht, so wie man es von Enzensbergers früheren Aufsätzen gewohnt sei (Enzensberger 2000, S. 29). Einen weiteren Punkt, den er gerne weiter ausgeführt gehabt hätte, ist die Möglichkeit, sich im Internet eine völlig neue Identität geben zu können, aus der ein großes Risiko entsteht (Enzensberger 2000, S. 61). Er widerspricht Enzensberger in seiner These, das Fernsehen hätte keinerlei Auswirkungen auf den Körper. Durch Datenerhebungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass Medienkonsum physischen Schaden verursache. Häufig geschehe der aber lediglich beim Streit um die Fernbedienung (Enzensberger 2000, S. 30ff). Eine interessante Stellung bezieht Groebel zu dem Personenkreis, den Enzensberger als Verlierer der digitalen Revolution dargestellt hatte, weil sie die neuen Medien nicht bedienen können. Groebel sieht vielmehr die Personen gefährdet und als Verlierer, die diese Medien zu häufig nutzen (Enzensberger 2000, S. 48). Denn wenn zu viele Informationen zur Verfügung stehen, würde der Nutzer eher in Richtung Unterhaltung abdriften. Stünden jedoch nur wenige Informationsressourcen zur Verfügung, wäre der Druck groß, die Informationen um jeden Preis zu bekommen. (Enzensberger 2000, S. 48)
Professor Jochen Hörisch vom Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim zeigte sich erfreut über die Verwendung der vielen theologischen Elemente in Enzensbergers Essay, da er schon die Übergabe der Zehn Gebote auf einer Tontafel für einen „Medien-Coup allerersten Ranges“ (Enzensberger 2000, S. 33) hält. Hiermit weist er auf den für ihn existierenden Zusammenhang zwischen Theologie und Medientechnik hin. Hörisch stimmt mit Enzensbergers Theorie über die Schwierigkeiten, das Copyright im Internet zu bewahren, überein. (Enzensberger 2000, S. 55)
5. Fazit: Eigene Bewertung
Wenn man sich das erste Mal mit Enzensberger auseinandersetzt, ist es schwierig, den Gedankengängen dieses Mannes zu folgen. Denn es ist eine Herausforderung, seine wahren Thesen und Absichten zu entdecken.
Enzensberger ist sich durchaus bewusst, welche Stellung er in der Gesellschaft einnimmt und wie er mit den Medien umzugehen hat. Schließlich sind sie Teil seiner Überlegungen. Das bedeutet, dass er sich durchaus im Klaren darüber ist, wie bestimmte Aussagen wirken.
Befremdend waren die herangezogenen Analogien zur Bibel und zur Tierwelt. Erst durch den Erklärungsversuch von Professor Hörisch in der abschließenden Diskussionsrunde erschien die Verwendung der Begriffe Evangelium oder Propheten halbwegs einleuchtend. Enzensberger selbst erspart sich jedoch jegliche weiterführende Hilfestellung zu diesem Thema.
Überhaupt nicht zielführend oder gar verständlich war jedoch Enzensbergers Ausflug in die Tierwelt. Für mich persönlich ergeben sich zwischen einem Manager und einem Chamäleon sowie einem Angestellten und einem Igel keinerlei Parallelen. Meinem Verständnis nach sollten Analogien zur besseren Verständlichkeit herangezogen werden und nicht, um noch mehr Verwirrung zu stiften.
Absolut grotesk empfinde ich Enzensbergers Auffassung, alleinerziehende Frauen und Menschen ohne Abschluss würden zur Unterklasse gehören und hätten nicht mal ein tierisches Emblem verdient, da die Natur keine entbehrlichen Arten kennt. Eine Frau mit einer ungebildeten Person gleich zu setzen, nur weil sie ihr Kind alleine groß zieht, ist eine Beleidigung. Eine größere verbale Ohrfeige stellt die Alternativenauswahl dar, die Enzensberger vorgibt: Schwarzarbeit, Prostitution, Kriminalität.
Mit mehr Bedacht gewählte Worte hätten dem Autor hier gut zu Gesicht gestanden. Möglicherweise waren aber genau diese Reaktion und Empfindungen des Lesers eine geplante und gewollte Wirkung, die Enzensberger mit dieser provokanten Formulierung erreichen wollte. Denn eine derart unbedachte Aussage eines so renommierten Mannes kann eigentlich nur gewollt geplant gewesen sein.
Die revolutionären Voraussagen, für die Enzensberger in der Öffentlichkeit so sehr geschätzt wird, sind in diesem Essay leider Mangelware. Vielmehr betrachtet der Autor die vorangegangene Entwicklung und wagt sich nicht wirklich über den Tellerrand hinaus. Das ist schade, da sich nach dem revolutionären Baukasten zu einer Theorie der Medien von 1970, bestimmt nicht nur andere Medienkritiker einen weiteren wegweisenden Essay Enzensbergers gewünscht hätten.
Enzensbergers Auffassung der neuen Medien und deren Entwicklung kann ich im Großen und Ganzen nicht teilen. Lediglich seine Stellungnahme in Bezug auf die späte Entwicklung der Theorie im Gegensatz zur Praxis erscheint mir stimmig. Ebenso nachvollziehbar empfinde ich seine Aussage, dass wohl die meisten Erfinder den wahren Wert ihrer Innovationen überhaupt nicht erkennen.
Nach längerer Überlegung muss ich Enzensberger zustimmen, dass die neuen Medien vermutlich für zwei Drittel der Bevölkerung zu komplex sind, als dass sie verstanden werden könnten und somit bedienbar für jedermann sind.
Überhaupt nicht konform gehe ich mit Enzensbergers Meinung, dass wohl so ziemlich alle Informationen, die über das Internet versandt werden, nur für den Empfänger von Interesse sind. Wenn dies der Fall wäre, bräuchte man keine Passwörter oder Sicherheits-Software. Im Falle des Online-Bankings z.B. ist dies eine haarsträubende Behauptung des Autors.
Ebenso empfinde ich die große Informationsflut im Internet weniger als Fluch, denn viel mehr als Segen. Selbstverständlich ist es aus einer Fülle an Informationen schwieriger, das Gewünschte auch herauszufiltern. Doch wer bereit ist zu suchen, der wird auch fündig werden.
Zwar stimme ich mit Enzensberger überein, wenn er die These aufstellt, dass sich zu den Gesellschaftsschichten sogenannte Informationsschichten gebildet hätten. Aber deren Klassifizierung teile ich, wie oben bereits erwähnt, bei weitem nicht. Ebenso ergeht es mir mit Enzensbergers Annahme für in der Medienbranche Beschäftigte würden Realität und Fiktion verschmelzen.
Vielleicht ist es für einen Kritiker wie Enzensberger, der die Revolution der neuen Medien hautnah miterlebt, aber nicht in sie hereingeboren wird wie meine Generation, sehr viel schwieriger, Verständnis und vor allem Verstehen für diese Technologie aufzubringen.
6. Quellenhinweise
Literatur:
1. Enzensberger, Hans Magnus (2000): Das digitale Evangelium. Propheten, Nutznießer, Verächter. In:
Glotz, Peter (Hrsg.; 2000): Christoph Martin Wieland-Vorlesungen. Erfurt.
Internet:
2. Who’s who.: Hans Magnus Enzensberger. Biografie. Online unter: http://www.whoswho.de/templ/
te_bio.php?PID=509&RID=1 (Zugriff 19.03.2007)







