Wissen als Medienereignis. Erstellt im Seminar bei Prof. Dr. Stang (SS 2007)
Wissensangebote für Kinder im Fernsehen
Einleitung und Defintion des Wissensbegriffs
Von Kathrin Fischer, Anne Geppert, Barbara Hiller, Franziska Koark, Sylvia Stegmaier und Lena Wursthorn
Im Rahmen dieses Seminars wurde der Wissensbegriff umfangreich untersucht. Je mehr Definitionen jedoch gefunden wurden, desto weniger überzeugend waren sie. Deshalb war es notwendig, eine eigene Begriffsklärung vorzunehmen.
Informationen führen erst durch Eigenleistung in Form von Aufnehmen, Reflektieren, Speichern und Anwenden zu Wissen. Diese kann durch das Kind selbst oder durch andere angeregt werden. Das Abrufen erlernter Informationen ist das Ziel dieses gesamten Prozesses und wird als Anforderung an die nachfolgend zu beurteilenden Lernsendungen gesehen.
Als Adressaten für die weiteren Überlegungen sollen dabei „Personen zwischen drei und 13 Jahren“ (Müntefering, 1997, S.161) berücksichtigt werden.
Die Fähigkeit, aus Informationen Wissen zu generieren, ist bei Kindern noch nicht vollständig ausgereift, weshalb sie für den Prozess der Informationsaufnahme bestimmte Hilfestellungen benötigen. Hier bietet besonders die Aufbereitung im Fernsehen Vorteile, denn eine „bessere bzw. effizientere Verarbeitung ist dann gewährleistet, wenn zwei Wahrnehmungskanäle angesprochen werden und sich die aufgenommenen Informationen gegenseitig ergänzen und unterstützen können.“ (ARD-Forschungsdienst 2000, S. 1). Die Verknüpfung dieser beiden Ebenen wird als Dual-Code-Theory bezeichnet. Der Mehrwert ergibt sich durch die Kombination beider Wahrnehmungskanäle in einem Medium, beim Fernsehen Ton und Bild.
Außerdem müssen Kinder, da sie vieles noch nicht wissen, dieses zum ersten Mal erlernen. Ihre Neugierde ist groß und der Wissensdurst unstillbar, der Themenbereich, aus dem Wissen vermittelt werden kann, ist somit sehr umfangreich. Doch nicht immer ist das von Vorteil, denn es besteht ein erhöhtes Bedürfnis, den Zusammenhang innerhalb der Sendung zu wahren und an vorhandenes Wissen nahtlos anzuknüpfen. Wie an einigen Beispielen deutlich wird, gelingt das nicht jedem Format. Manche verlieren sich in der Fülle der Möglichkeiten.







