Veranstaltungen 2008
3. IfaK-Crashkurs: Crashkurs zur Programmarbeit mit Kindern
Tatort Bibliothek: Ideen für die Sprach- und Leseförderung mit einfachen Mitteln
27 Teilnehmerinnen aus der beruflichen Praxis folgten dem Aufruf zum dritten vom IfaK veranstalteten Crashkurs, der sich dieses Mal der konzeptionellen Arbeit mit vor allem jüngeren Kindern widmete.
Zu Gast waren drei Referentinnen, die über verschiedene Zugänge ihren Weg zur Programmarbeit gefunden haben. Doreen Lenz, die früher auch schon für das Institut für angewandte Kindermedienforschung tätig war, arbeitet in der
Stadtbücherei Ostfildern und ist somit mit den typischen bibliotheksspezifischen Alltagsproblemen bei der Programmarbeit mit Kindern bestens vertraut. Bea Schellenberg ist ausgebildete Bibliothekarin und arbeitet selbständig,
ihr Spezialgebiet ist ebenfalls die Veranstaltungsarbeit für Kinder. Anja Schifferdecker hat sich als ehemalige Fachberaterin für Veranstaltungsangebote an der Staatlichen Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Karlsruhe
Knowhow angeeignet, das sie bei ihrer jetzigen Arbeit als Leiterin einer Münchner Bibliothekszweigstelle bestens einsetzen kann. Alle drei haben sich einer Art der Sprach- und Leseförderung verschrieben, die mit geringem
Aufwand und wenig Personal betrieben werden kann.
Anja Schifferdecker eröffnete den Crashkurs mit einigen theoretischen Informationen zur medialen Wahrnehmung von Kleinstkindern bis zum Alter von drei Jahren. Anschließend gab sie den interessierten Zuhörerinnen durch Beispiele und Tipps
Einblicke in die praxisnahe Programmarbeit mit den Allerkleinsten. Nach einer kleinen Pause nahm Bea Schellenberg in ihrer gewohnt offenen Art das Heft in die Hand und zog die Teilnehmerinnen durch ihre pragmatische Herangehensweise
an das Thema Sprachförderung in ihren Bann. Die Besucherinnen lernten durch Rollenspiele und eigenes Ausprobieren, wie man Kinder spielerisch in Gruppen einteilen kann, sie langsam ans ABC heranführt und sie durch kleine Spiele rund um
die Buchstaben dazu bringt, sich für das Lesen zu begeistern. Mit viel Spaß und einem erweiterten Erfahrungshorizont ging es dann für alle in die Mittagspause.
Nach der Pause verblüffte Doreen Lenz die Teilnehmerinnen des Crashkurses mit Ideen für den Schulalltag, aus vermeintlichem Abfall aufregende Kunstwerke zu basteln und somit den Büchereibesuch zu einem echten Erlebnis für die Schülerinnen
und Schüler zu machen. Die Zuhörerinnen durften im Anschluss ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich an eigenen Objekten in Anlehnung an verschiedene Geschichten versuchen. Eine Fotostrecke der fantasievollsten Beiträge können Sie
hier sehen.
Im Anschluss erklärte Frau Lenz der Gruppe noch die Voraussetzungen und organisatorischen Rahmenbedingungen für den Einsatz von Lernlotsen.
Der dritte IfaK-Crashkurs hat allen Teilnehmerinnen und Referentinnen viel Freude bereitet. Bei der abschließenden Evaluation gab es ausschließlich gute und sehr gute Noten für die Vortragenden. Viele Zuhörerinnen gaben an, dass ihnen die einzelnen
Workshops für die tägliche Arbeit nützten, kaum eine Teilnehmerin hatte Grundsätzliches vermisst. Dem einhelligen Wunsch nach einer Fortsetzung, die auf dieser Veranstaltung aufbaut, wird das IfaK versuchen nächstes Jahr nachzukommen.
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Materialien zur Veranstaltung
Ideen für den Schulalltag
(Vortrag; PDF, ca. 966 kB)
ABC- und (Vor)lesespiele. Anreize für (Vor)leseerlebnisse
(Handout; PDF, ca. 15 kB)
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