IX. HdM-Symposium zur Medienethik
„Medien - Rituale - Jugend“
14. Januar 2010
Raum 056
Ob Mode, Medienkonsum oder Musikaneignung – Jugend macht durch Rituale auf sich aufmerksam. Doch hinter den Fassaden der Eigeninszenierung steckt mehr, als in der öffentlichen Berichterstattung häufig verzerrt vermeldet wird. Jugend ist auch Abgrenzung, Aushandeln von Identitäten, die Suche nach neuen Lebensentwürfen, die Ablehnung der alten Muster des Bewährten. Oft sehen sich die Vorgängergenerationen für sie teils verstörenden neuen Praktiken der Jugendlichen gegenüber, nicht zuletzt mit Blick auf deren Medienwelten.
Das IX. HdM-Symposium zur Medienethik hat zum Ziel, die vielfältigen Medienrituale der Jugend zu betrachten und zu hinterfragen. Die Perspektive ist dabei multidisziplinär: Medien- und Kommunikationsforscher, Soziologen und Medienethiker analysieren die vielfältigen Aspekte des Medienhandelns Jugendlicher und dessen gesellschaftlicher Kontexte. Besonderes Augenmerk soll dabei dem Konzept der Ritualisierung gelten, in dessen Mittelpunkt die Konstruktion von Sinn durch regelhafte Einbettung in den Alltag steht. Welche Funktionen haben Medienrituale? Welche ethischen Handlungsentwürfe lassen sich aus ihnen ableiten? Welche Probleme sind mit bestimmten Mediennutzungsmustern verbunden? Wo besteht konkreter Handlungsbedarf – und für wen?
Dies sind grundlegende Fragen, die für Forschung und Praxis gleichermaßen rele-vant sind. In einem vielfach unübersichtlichen Terrain will das IX. HdM-Symposium zur Medienethik Landmarken setzen, die der weiteren Diskussion zur Orientierung dienen können.
Die Beiträge werden in der „Schriftenreihe Medienethik“ im Franz Steiner Verlag Stuttgart veröffentlicht.




