HOME - SMIL: Version 1.1 vom 20.06.2000 © Wolfgang von Keitz


Vorwort

Grundlagen

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Bilder und Texte
SMIL und HTML
Referenz
Beispiele
Anhang
Quellen

1. Grundlagen

1.8. Adressen von Multimediaobjekten

Um Multimediaobjekte in einem Player sichtbar und/oder hörbar zu machen, müssen sie mit dem entsprechenden Multimediaelement in einem SMIL-Dokument spezifiziert werden. Das Multimediaelement besteht im einfachsten Fall aus dem Elementtag (z.B. img oder audio) und dem Elementattribut "src", in dem der Dateiname (z.B. Bild- oder Audiodatei), die die digitale Form des Multimediobjekts enthält, angegeben wird. Für SMIL-Dokumente gelten bei der Adressierung von Multimediaobjekten dieselben Regeln wie für HTML-Dokumente.

1.8.1. Absolute Adressierung

Bei absoluten Adressangaben ist der vollständige Dateipfad anzugeben. Befindet sich das Multimediaobjekt auf dem PC, auf dem sich auch das SMIL-Dokument befindet, lautet die Adresse:

<img src="file://c:\bilder\bild.jpg" />

In diesem Beispiel wird eine Bilddatei mit dem Namen "bild.jpg" im Pfad "Bilder" auf der Platte "C" des PCs als Objektadresse angegeben.

Befindet sich das Objekt auf einem externen Server mit Namen "realserver.hbi-stuttgart.de" im Verzeichnis "bilder" lautet das Beispiel:

<img src="rtsp://realserver.hbi-stuttgart.de/bilder/bild.jpg" />

Diese Adresse enthält nicht nur den Dateinamen sondern auch das Übertragungsprotokoll (z.B. rtsp oder http), den Servernamen, auf dem die Datei abgelegt ist, sowie den vollständigen Pfad, unter dem die Datei zu finden ist.

Obwohl die einzelnen Elementtags die Form des Multimediaobjekts spezifizieren (z.B. <img...> für Bild oder <audio...> für Ton), nutzt der Realplayer diese Information nicht. Er interpretiert vielmehr das Dateisuffix (z.B. .jpg oder .rm, um die Art des Multimediaobjekts (z.B. Bild oder Ton) zu identifizieren. Aus diesem Grund kann der Elementtag <ref...> für alle Objekte benutzt werden, ob sie nun Bilder, Töne oder Videos betreffen.

Da in einem Medienelement jede mögliche Hostadresse angegeben werden kann, bedeutet dies, dass in einer mit SMIL entwickelten Multimediapräsentation nicht nur auf lokal gespeicherte Medien sondern auf jedes im Internet verfügbare Medium zurückgegriffen kann. Damit werden die bislang bekannten Grenzen multimedialer Präsentationen vollständig aufgehoben.

1.8.2. Relative Adressierung

Bei der relativen Adressierung wird lediglich die Dateiadresse in Bezug auf die SMIL-Datei benutzt. Beispiel:

<img src="bild.jpg" />

In diesem Fall befinden sich SMIL-Datei und Bilddatei im selben Verzeichnis. Die relative Adressierung bietet in SMIL dieselben Vorteile, wie wir sie von HTML her kennen.

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