Vorwort
Grundlagen
Einführung
Was ist Smil?
Wer hat SMIL entwickelt?
SMIL-Syntax
Grundstruktur eines SMIL-Dokuments
Werkzeuge
Allgemeine SMIL-Regeln
Multimediaobjektadressen
Layout
Zeit
Bild, Text und Ton
SMIL und HTML
Referenz
Beispiele
Anhang
Quellen
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1. Grundlagen
1.1. Einführung
Kapitel 1 behandelt grundlegende Fragen von SMIL. Was ist
SMIL? Wer hat SMIL entwickelt? Welche Syntax besitzt SMIL? Wie
sieht die Grundstruktur eines SMIL-Dokuments aus? Welche Werkzeuge
benötigt man für SMIL? Welche allgemeinen Regeln gelten für die
Abfassung eines SMIL-Dokuments? Und wie können Multimediaobjekte
in SMIL adressiert werden?
Obwohl man angesichts der vielen Möglichkeiten
sofort mit dem Schreiben von SMIL-Anwendungen beginnen möchte,
ist es ganz nützlich, erst einmal über die geplante
Anwendung nachzudenken und ein grobes Design zu entwerfen. Auf
diese Weise setzt man sich konkrete Ziele und erspart sich Umwege.
Wer eine SMIL-Anwendung entwirft, sollte folgendes
beachten:
- Definition der Kommunikationsziele: Als erstes
ist festzulegen, warum Sie diese Anwendung geschrieben werden
soll und welche Informationen übermittelt werden sollen?
- Definition der Zielgruppe: Welche Zielgruppe
wollen Sie ansprechen? Wie muss der Inhalt aussehen, um diese
Gruppe anzusprechen? Können Sie viele Multimediaelemente
kombinieren, oder müssen Sie auf eine begrenzte Bandbreite
achten?
- Schreiben eines Drehbuchs: Wie viele Multimediaobjekte
(Bilder, Videos, Audios, etc.) benötigen Sie? Sollen Links
eingebaut werden? Wie ist der zeitliche Ablauf Ihrer Präsentation?
- Festlegung des Layouts: Entwerfen Sie das
Layout Ihrer Präsentation zunächst auf einem Blatt
Papier.
- Festlegung der Dateibenennungen und Ordnerstrukturen:
Legen Sie ein einfaches Benennungsschema für Ihre Bild-,
Text-, Video- und Audiodateien fest.
Wenn Sie eine grobe Vorstellung von Ihrer Multimediapräsentation
haben, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Dateiorganisation
machen. Kreieren Sie einen Ordner, in dem Sie Ihre SMIL-Dateien
ablegen. Kreieren Sie weitere Ordner für Bilder, Videos,
Audios und Texte, in denen Sie die einzelnen Multimediaobjektdateien
ablegen. Zu Beginn Ihrer Arbeit werden Sie vielleicht alle Dateien
in einem einzigen Ordner ablegen wollen. Sie werden aber schnell
feststellen, dass die Vielzahl der Dateien den Überblick
erschwert, und dass es zweckmässig ist, von Anbeginn an eine
klare Ordnerstruktur zu benutzen.
In diesem Skript geht es nicht um das Schreiben eines
Drehbuchs oder um Designfragen. Es davon ausgegangen, dass diese
Vorüberlegungen abgeschlossen sind. Hier geht es einzig und
allein darum, wie eine SMIL-Anwendung „programmiert“
werden muss.
Das Schreiben von SMIL-Anwendungen kann mit einem
einfachen Texteditor erfolgen. Achten Sie aber darauf, dass das
Dateisuffix nicht .txt sondern .smi oder .smil lautet. Daneben
gibt es zahlreiche HTML-Editoren, die auch SMIL unterstützen,
und mit denen Sie problemlos SMIL-Dateien erstellen können.
Ein häufig benutzer Editor ist Allair`s HomeSite.
Wenn Sie eine SMIL-Anwendung kreiert haben, möchten
Sie natürlich auch sehen, wie die Anwendung in einem Player
aussieht. Es gibt zahlreiche Player, die SMIL unterstützen.
Der verbreiteste Player ist ohne Zweifel der Player von Real.
Um eine SMIL-Anwendung im RealPlayer betrachten zu können,
sollten Sie:
- den Player öffnen,
- aus der Option Datei, Datei öffnen wählen,
- in dem sich dann öffnenden Dialogfenster suchen und markieren
Sie die Datei, die Sie betrachten möchten;
- durch drücken des Play-Buttons können Sie die Präsentation
wiederholen.
Damit Ihre Präsentation nicht nur von Ihnen sondern auch
von anderen betrachtet werden kann, müssen Sie sie auf einen
Server kopieren. Achten Sie darauf, dass sich alle Dateien Ihrer
Präsentation auf dem Server befinden, und dass die Dateistruktur
auf dem Server mit Ihrer lokalen Dateistruktur übereinstimmt.
Wenn Sie Ihre SMIL-Anwendung für den RealPlayer entwickelt
haben, sollten Sie für die Internet-Präsentation Ihrer
Anwendung auch einen RealServer verwenden.
SMIL-Anwendungen können bei entsprechender Konfiguration
des Servers auch auf einem Webserver abgelegt und mit dem Hypertexttransferprotokoll
übertragen werden. Es muss allerdings beachtet werden, dass
Webserver keinen kontinuerlichen Datenstrom übertragen. Bestimmte
Teile einer SMIL-Anwendungen können deshalb nicht oder nur
bedingt ablaufen. Es wird deshalb die Nutzung eines Streaming-Servers
empfohlen.

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