HOME - SMIL: Version 2.1 vom 30.06.2005 © Wolfgang von Keitz


Vorwort

Grundlagen

Layout
Zeit
Bild, Text und Ton
SMIL und HTML
Referenz
Beispiele
Anhang
Quellen

1. Grundlagen

1.1. Einführung

Kapitel 1 behandelt grundlegende Fragen von SMIL. Was ist SMIL? Wer hat SMIL entwickelt? Welche Syntax besitzt SMIL? Wie sieht die Grundstruktur eines SMIL-Dokuments aus? Welche Werkzeuge benötigt man für SMIL? Welche allgemeinen Regeln gelten für die Abfassung eines SMIL-Dokuments? Und wie können Multimediaobjekte in SMIL adressiert werden?

Obwohl man angesichts der vielen Möglichkeiten sofort mit dem Schreiben von SMIL-Anwendungen beginnen möchte, ist es ganz nützlich, erst einmal über die geplante Anwendung nachzudenken und ein grobes Design zu entwerfen. Auf diese Weise setzt man sich konkrete Ziele und erspart sich Umwege.

Wer eine SMIL-Anwendung entwirft, sollte folgendes beachten:

  1. Definition der Kommunikationsziele: Als erstes ist festzulegen, warum Sie diese Anwendung geschrieben werden soll und welche Informationen übermittelt werden sollen?
  2. Definition der Zielgruppe: Welche Zielgruppe wollen Sie ansprechen? Wie muss der Inhalt aussehen, um diese Gruppe anzusprechen? Können Sie viele Multimediaelemente kombinieren, oder müssen Sie auf eine begrenzte Bandbreite achten?
  3. Schreiben eines Drehbuchs: Wie viele Multimediaobjekte (Bilder, Videos, Audios, etc.) benötigen Sie? Sollen Links eingebaut werden? Wie ist der zeitliche Ablauf Ihrer Präsentation?
  4. Festlegung des Layouts: Entwerfen Sie das Layout Ihrer Präsentation zunächst auf einem Blatt Papier.
  5. Festlegung der Dateibenennungen und Ordnerstrukturen: Legen Sie ein einfaches Benennungsschema für Ihre Bild-, Text-, Video- und Audiodateien fest.

Wenn Sie eine grobe Vorstellung von Ihrer Multimediapräsentation haben, sollten Sie sich Gedanken über Ihre Dateiorganisation machen. Kreieren Sie einen Ordner, in dem Sie Ihre SMIL-Dateien ablegen. Kreieren Sie weitere Ordner für Bilder, Videos, Audios und Texte, in denen Sie die einzelnen Multimediaobjektdateien ablegen. Zu Beginn Ihrer Arbeit werden Sie vielleicht alle Dateien in einem einzigen Ordner ablegen wollen. Sie werden aber schnell feststellen, dass die Vielzahl der Dateien den Überblick erschwert, und dass es zweckmässig ist, von Anbeginn an eine klare Ordnerstruktur zu benutzen.

In diesem Skript geht es nicht um das Schreiben eines Drehbuchs oder um Designfragen. Es davon ausgegangen, dass diese Vorüberlegungen abgeschlossen sind. Hier geht es einzig und allein darum, wie eine SMIL-Anwendung „programmiert“ werden muss.

Das Schreiben von SMIL-Anwendungen kann mit einem einfachen Texteditor erfolgen. Achten Sie aber darauf, dass das Dateisuffix nicht .txt sondern .smi oder .smil lautet. Daneben gibt es zahlreiche HTML-Editoren, die auch SMIL unterstützen, und mit denen Sie problemlos SMIL-Dateien erstellen können. Ein häufig benutzer Editor ist Allair`s HomeSite.

Wenn Sie eine SMIL-Anwendung kreiert haben, möchten Sie natürlich auch sehen, wie die Anwendung in einem Player aussieht. Es gibt zahlreiche Player, die SMIL unterstützen. Der verbreiteste Player ist ohne Zweifel der Player von Real. Um eine SMIL-Anwendung im RealPlayer betrachten zu können, sollten Sie:

  1. den Player öffnen,
  2. aus der Option Datei, Datei öffnen wählen,
  3. in dem sich dann öffnenden Dialogfenster suchen und markieren Sie die Datei, die Sie betrachten möchten;
  4. durch drücken des Play-Buttons können Sie die Präsentation wiederholen.

Damit Ihre Präsentation nicht nur von Ihnen sondern auch von anderen betrachtet werden kann, müssen Sie sie auf einen Server kopieren. Achten Sie darauf, dass sich alle Dateien Ihrer Präsentation auf dem Server befinden, und dass die Dateistruktur auf dem Server mit Ihrer lokalen Dateistruktur übereinstimmt. Wenn Sie Ihre SMIL-Anwendung für den RealPlayer entwickelt haben, sollten Sie für die Internet-Präsentation Ihrer Anwendung auch einen RealServer verwenden.

SMIL-Anwendungen können bei entsprechender Konfiguration des Servers auch auf einem Webserver abgelegt und mit dem Hypertexttransferprotokoll übertragen werden. Es muss allerdings beachtet werden, dass Webserver keinen kontinuerlichen Datenstrom übertragen. Bestimmte Teile einer SMIL-Anwendungen können deshalb nicht oder nur bedingt ablaufen. Es wird deshalb die Nutzung eines Streaming-Servers empfohlen.

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