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Projekt BW-eLabs 27. Oktober 2009

Der Weg in das Labor der Zukunft

Eine Gruppe von Wissenschaftlern arbeitet gemeinsam in einem Labor. Experimente werden gemacht, Daten erhoben, Ergebnisse festgehalten. Doch die Wissenschaftler müssen sich dazu nicht mehr am selben Ort befinden. Labor und Ausrüstung werden über eine 3D-Umgebung simuliert und gesteuert. Könnte so die Forschung der Zukunft aussehen?

Zur Detailansicht Prof. Walter Kriha und Norman Pohl (v.l.)
Prof. Walter Kriha und Norman Pohl (v.l.)
Zur Detailansicht Arbeitsplatz in Project Wonderland: Einbettung von 2D-Anwedungen in eine 3D-Umgebung
Arbeitsplatz in Project Wonderland: Einbettung von 2D-Anwedungen in eine 3D-Umgebung
Zur Detailansicht Konferenzraum in Project Wonderland
Konferenzraum in Project Wonderland

An der Hochschule der Medien beschäftigt sich eine Gruppe aus Professoren und Mitarbeitern des Studiengangs Medieninformatik mit dem Projekt BW-eLabs. Ins Leben gerufen wurde dieses Projekt vom Rechenzentrum der Universität Stuttgart. Unter dessen Leitung arbeiten die Projektpartner Universität Stuttgart, Universität Freiburg, das Fachinformationszentrum Karlsruhe und die Hochschule der Medien gemeinsam am Labor der Zukunft.

Virtualisierung von Forschungsumgebungen

Ziel ist es zu untersuchen, inwieweit Labore und Experimente virtualisiert werden können. Dazu werden Forschungsumbegungen parallel zum realen Pendant in 3D aufgebaut. Über diese Schnittstelle sollen dann beispielsweise Roboter im Labor ferngesteuert, kollaborativ an Projekten gearbeitet und die Forschungsergebnisse leicht zugänglich gemacht werden.

So könnten die Kosten für teures, reales Labor-Equipment gesenkt und die dezentrale Arbeit an einem Forschungsprojekt ermöglicht werden.

Usability als Herausforderung

Aufgabe der Hochschule der Medien ist die Erforschung der Usability in den virtuellen Laboren. „Es sind unter anderem so vermeintlich einfache Dinge wie Steuerung und Raumarchitektur, die wir im Moment erforschen.", so Norman Pohl, Mitarbeiter im Studiengang Medieninformatik und „Architekt" der virtuellen Labore. Welche Eingabegeräte eignen sich einerseits für den Einsatz in wissenschaftlichen Umgebungen und andererseits für die intuitive Steuerung von Avataren in der 3D-Welt? Und wie muss ein Raum gestaltet sein, um als virtuelles Labor von verschiedenen Wissenschaftlern benutzt werden zu können? Gibt es dort klassische Räume mit Wänden und Decken oder muss ein ganz neues Architekturkonzept gefunden werden?

Das Nanotechniklabor im Freiburger Materialforschungszentrum (FMF), einer Einrichtung der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und das Labor für digitale Holographie am Institut für Technische Optik der Universität Stuttgart dienen dem Projekt als Pilotlabore.

Realisierung mit Open-Source-Software

Die Virtualisierung dieser Labore erfolgt mit der Software Project Wonderland von Sun Microsystems, einem Werkzeug zur Entwicklung von 3D-Welten (https://wonderland.dev.java.net). Im Gegensatz zu kommerziellen Produkten wie zum Beispiel Second Life ist Project Wonderland ein Open-Source-Projekt und somit offen für Weiterentwicklungen.

Noch steht das Forschungsprojekt, das im August 2009 gestartet ist, am Anfang. Ein erstes virtuelles Labor wird in Project Wonderland gerade entwickelt. Die Kommunikations- und Publikationsplattform eSciDoc, die vom Fachinformationszentrum Karlsruhe entwickelt wurde, soll Zugang zu den Forschungsergebnissen und Materialien ermöglichen. In zweieinhalb Jahren sollen die Pilotlabore komplett in 3D nutzbar sein.

Auch HdM-Professor Walter Kriha ist begeistert: "Die Modellierung der Labore im virtuellen Raum verbunden mit dem elementaren Thema Usability stellt eine große Herausforderung dar. An der HdM haben wir dafür die passenden Experten, die unter anderem bereits erfolgreich umfangreiche 3D-Spiele entwickelt haben. Wer sich in das Projekt einbringen will - sei es in Form einer Abschlussarbeit oder eines Softwarepraktikums - ist herzlich eingeladen."

 

Das Projekt BW-eLabs wurde am Games Day des Studiengangs Medieninformatik am 30. Oktober 2009 präsentiert. Weitere Informationen finden Sie auf der
Homepage zur Veranstaltung.


Beispielanwendung von Project Wonderland: Das MPK20 von Sun Microsystems

Florian Fahrbach

Kontakt

Name:
Prof. Walter Kriha  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Studiendekan Computer Science and Media (Master)
Studiengang:
Medieninformatik (Bachelor)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
322, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2220
E-Mail:
kriha@hdm-stuttgart.de
Name:
Norman Pohl  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Akademischer Mitarbeiter
Studiengang:
Medieninformatik (Bachelor)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
151, Nobelstraße 10 (Neubau)
Telefon:
0711 8923-2158
E-Mail:
pohl@hdm-stuttgart.de
Name:
Prof. Dr. Jens-Uwe Hahn  Elektronische Visitenkarte
Funktion:
Studiendekan Medieninformatik (Bachelor), Medieninformatik (Bachelor, 7 Semester)
Studiengang:
Medieninformatik (Bachelor)
Fakultät:
Fakultät Druck und Medien
Raum:
322, Nobelstraße 10 (Hörsaalbau)
Telefon:
0711 8923-2157
E-Mail:
hahn@hdm-stuttgart.de

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