US-Botschafter Philip D. Murphy 12. November 2009
"Germany and America are doing well"
Hoher Besuch an der Hochschule der Medien: US-Botschafter Philip D. Murphy sprach zu und mit mehr als 250 Studierenden über aktuelle politische Themen, die deutsch-amerikanische Geschichte und seine persönlichen Helden.
Die Hochschule der Medien besuchten der Botschafter und der Generalkonsul für Süddeutschland, Edward M. Alford, als erste Hochschule in Baden-Württemberg. Vor der Veranstaltung tönte aus den Lautsprechern Popmusik - der Town Hall wurde zum Event. Auf Deutsch begrüßte der Botschafter die Studenten der HdM, Schüler der BIL-Privatschule sowie die internen und externen Gäste der Hochschule und sagte, wie sehr er Deutschland mag. Zu Stuttgart hat er einen ganz besonderen Bezug, seine Hündin Sasha ist hier geboren. In seiner anschließenden Rede, die er mit hochgekrempelten Ärmeln und gelockerter Krawatte vortrug, sprach er über Themen, die Deutschland und die USA seit 1945 gemeinsam bewältigen: vom Wiederaufbau über Afghanistan bis zum Klimawandel.
Gute Deutsch-Amerikanische Beziehungen
Die besondere Beziehung zwischen Amerika und Deutschland stand im Mittelpunkt. Der legendäre Marshallplan stellt laut Philip D. Murphy den Beginn dieser Verbindung dar. Immer wieder bekräftigte er die Bedeutung dieser Freundschaft und wünschte sich auch für die Zukunft eine intensive, enge Zusammenarbeit. Deutschland wäre anderen Ländern in vielen Dingen voraus und „beim Klimaschutz an der absoluten Spitze", lobte der Botschafter. Mit großformatigen Fotos leitete er zu seinen persönlichen Vorbildern über. Unter ihnen waren deutsche und amerikanische Größen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, von damals bis heute: Willy Brandt beim Kniefall von Warschau, US-Präsident Barack Obama vor der Siegessäule in Berlin und Senator J. William Fulbright, der Begründer des amerikanischen Austauschprogramms.
Friedensnobelpreis und General Motors
Im Anschluss stand Philip D. Murphy dem Publikum Rede und Antwort. Die jungen Zuschauer gingen der Aufforderung nach und revanchierten sich mit kritischen Fragen: zur Rolle der USA in der Welt, insbesondere in Afghanistan, sowie den Auswirkungen auf die deutsch-amerikanische Freundschaft durch die Entscheidung des US-Autobauers General Motors. Auch der Erhalt des Friedensnobelpreises des US-Präsidenten wurde thematisiert. Philip D. Murphy begegnete den Fragen äußerst routiniert und betonte, welche Fortschritte bereits unter Barack Obama gemacht wurden.
Für Professor Dr. Alexander W. Roos, Rektor der HdM, war der Besuch des US-Botschafters eine rundum gelungene Veranstaltung. Er freute sich, dass Philip D. Murphy gerade die Hochschule der Medien für seinen Besuch auserwählt hat. „Politik hat ja auch immer etwas mit Medien zu tun. Und für die Studenten war das eine einmalige Gelegenheit, so etwas hautnah mitzuerleben", so Alexander Roos. Auch bei den Studenten kam Botschafter Philip D. Murphy gut an: Ohne Berührungsängste und für einen Politiker ungewohnt locker sprach er mit ihnen auf Augenhöhe.
Tanja Rupp
Fotostrecke: US-Botschafter Philip D. Murphy zu Besuch an der HdM
Fotos: Sven Cichowicz
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