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"Zeitfenster" 22. Februar 2012

Eine App für die Zeitreise in Stuttgart

Die Stuttgarter Altstadt im alten Glanz neu erleben? Eine App, entwickelt von Studenten der Hochschule der Medien (HdM), macht die Zeitreise in die Vergangenheit der Landeshauptstadt möglich. Ein Smartphone reicht aus, um einen Eindruck zu bekommen, wie das Stadtbild früher aussah.

Zur Detailansicht Hinter den blauen Pins stecken die "Zeitfenster"
Hinter den blauen Pins stecken die "Zeitfenster"
Zur Detailansicht Das reale Bild wird erweitert
Das reale Bild wird erweitert
Zur Detailansicht Die Vergangenheit ist sichtbar
Die Vergangenheit ist sichtbar

Ein Spaziergang durch Stuttgart ist eine schöne Sache. Mit der der „Zeitfenster-App" der Medien-Studenten kann er zu einer Zeitreise werden. Die App lässt Blicke auf Orte, Gebäude und Stadtbild einer längst vergangenen Zeit werfen, als das Stuttgarter Rathaus noch nicht durch eine Fliegerbombe zerstört war, und zeigt, wie das Leben der Stuttgarter im Schlossgarten der 70er Jahre aussah. Und all dies im Hosentaschenformat.

Erweiterte Realität

Patrick Burkert und Benjamin Schaufler, eingeschrieben im Master-Studiengang Elektronische Medien der HdM, haben sich bei der Tour durch die Stadt immer mal wieder gefragt, ob man zeigen könne, wie Stuttgart früher ausgesehen hat. Dabei kam ihnen der Gedanke, eine App zu entwickeln, die mit „Augmented Reality" funktioniert. „Augmented Reality" ist im Prinzip die Erweiterung der Realität, wenn man durch die Smartphone-Kamera schaut.

Per GPS wird der aktuelle Standpunkt des Smartphone-Halters ermittelt und auf dem Display des mobilen Gerätes sind Zusatzinformationen über die Umgebung zu lesen. Schwenkt man mit der Kamera durch die Umgebung, öffnen sich kleine, blaue Pins, die sogenannten Zeitfenster, hinter denen sich Bilder aus der Vergangenheit verbergen. Bewegt sich der Betrachter auf ein Zeitfenster zu, verwandelt sich das aktuelle Bild in das Stadtbild vergangener Tage und er wandert von Bildern aus der Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zu Fotos aus dem Jahr 2004. Für den perspektivisch genauen Blick haben sich die HdM-Studenten auf die Spurensuche der Fotografen von damals gemacht und machen durch das Überlagern des historischen Blicks und des Blicks in Echtzeit ein Eintauchen in die Stadtgeschichte möglich.

Bilder mit Zusatzinformationen

Das Bildmaterial haben die Landesmedienzentrale und das Haus der Geschichte Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Parallel zu den Bildern bieten kurze Infotexte interessantes Zusatzwissen, wie beispielsweise geschichtliche Hintergründe oder Informationen zum Fotografen. Zum Team hinter der „Zeitfenster-App" gehören neben den beiden Projektleitern Patrick Burkert und Benjamin Schaufler auch Diana Bullmann, Nils Fröhlich und Sven Straubinger, die in den Master-Studiengängen Elektronische Medien oder Computer Science and Media eingeschrieben sind. „Konzepter, Designer und Entwicklern arbeiten zusammen. Das verleiht dem ganzen Projekt einen kreativen und interdisziplinären Charakter", findet Patrick Burkert.

Pläne

Geht es nach den Machern, soll die „Zeitfenster-App" kein Studienprojekt bleiben. Eine der vielen Ideen zur Umsetzung könnte die Anbindung einer Community sein, oder die Einbettung in Touristen-Touren. Das Ergebnis macht die Neuentdeckung der Stadt auch für Einheimische spannend.


"Zeitfenster-App"
(Fotos: Bilder / Screenshots vom Projekt-Team)

Klicken Sie auf ein Bild um die Fotostrecke zu starten.



Kontakt

Name:
Patrick Burkert
 
Projekt-Team
Telefon:
0176 62155764
E-Mail:
pb038@hdm-stuttgart.de

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