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Büchereischule Stuttgart Fachschule für Volks- und verwandte Büchereien

75 Jahre bibliothekarische Studiengänge in Stuttgart
Der Lehrgang 1941/43 vor der Gustav-Siegle-Bücherei

Der ersten deutschen Büchereischule, im Oktober 1914 in Leipzig eröffnet, waren 1916 Berlin und 1928 Köln gefolgt. Der „wilde Süden“ bzw. Südwesten blieb ein weißer Fleck und erst Ende der 30er Jahre wurde die Errichtung einer entsprechenden Schule für „Volks- und verwandte Büchereien“ ernsthaft ins Auge gefaßt. Bedauerlich daran war nur, dass es ausgerechnet das NS-Regime war, das diese Pläne aus ideologischem Interesse förderte.

Als 1941 der erste Lehrgang zugelassen und im Oktober 1942 der Unterricht aufgenommen wurde, erwies es sich als Glücksfall, dass die aus Leipzig berufene Studienleiterin Dr. Luise Kolb es verstand, der nationalsozialistischen Weltanschauung nur die unbedingt erforderlichen Konzessionen zu machen – das erhalten gebliebene Unterrichtstagebuch und Interviews mit den Absolventinnen der ersten Stunde liefern den Beweis. 1944 wurde die „Büchereischule Stuttgart“ kriegsbedingt geschlossen. Luise Kolb wurde nach Leipzig zurückbeordert. Das Gebäude im Hinterhaus der Neckarstraße 59 wurde zerstört.

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75 Jahre bibliothekarische Studiengänge in Stuttgart
Ecke Neckar- und Schillerstraße nach dem Angriff vom 2. März 1944
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