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Boys' Day an der Hochschule der Medien

Die Jungs beantworteten Fragen von fiktiven Bibliothekskunden.
Die Jungs beantworteten Fragen von fiktiven Bibliothekskunden.
Jede Gruppe hatte zu Beginn einen Etat von 2 000 Euro.
Jede Gruppe hatte zu Beginn einen Etat von 2 000 Euro.

Am 22. April 2010 öffnete die Hochschule Ihre Türen für ca. 250 Mädchen zum Girls' Day und zum ersten Mal auch für rund 50 Jungen zum Boys' Day.

Während die Mädchen am Girls' Day die Gelegenheit bekamen technische Studiengänge, die traditionell eher von Männern gewählt werden, kennen zu lernen, wurde den Jungen in diesem Jahr zum ersten Mal die Gelegenheit geboten die Studiengänge kennen zu lernen, die traditionell eher von Frauen gewählt werden.

Das Konzept stieß auf eine rege Nachfrage, wie die schnell gefüllte Anmeldeliste deutlich zeigte. Um den Jungen einen Einblick in das jeweilige Studien- und Berufsfeld zu geben, hatten sich die vier beteiligten Studiengänge Bibliotheks- und Informationsmanagement, Mediapublishing, Print-Media-Management und Werbung und Marktkommunikation einiges einfallen lassen. So zeichneten die Jungs zum Beispiel Comicfiguren, lernten verschiedene Druckprodukte kennen und bekamen sowohl einen Eindruck von der Arbeit einer Bibliothek als auch von der eines Verlags. Der Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement beteiligte sich in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) mit zwei jeweils zweistündigen Workshops am Boys' Day der HdM.

Bibl inna Box

Wie gibt man am besten einen Überblick über die Arbeitsbereiche eines Bibliothekars ohne eine Bibliothek? Ohne im Frontalunterricht über Formal- und Sacherschließung, Bestandsaufbau, die Freiheit von Information oder lebenslanges Lernen zu referieren? Die Antwort auf diese Fragen gab das Boys' Day-Team mit dem Workshop "Bibl inna box".

Insgesamt 20 Jungen nahmen an den Workshops teil. Begrüßt wurden die Jungen von Peter Marus (IfaK), der als Moderator durch die Workshops führte und zunächst den Namen des Workshops entschlüsselte: Bibl = Bibliothek, inna = in einer, box = Schachtel, womit die Simulation eines Bibliotheksbetriebs in einem abgesteckten Rahmen/auf kleinstem Raum gemeint ist.

Medienbeschaffung

Nach einer kurzen Einführung ging es unter dem Schlagwort "Medienbeschaffung" zügig in die erste Runde. In zwei bis drei Gruppen gingen die Jungen begeistert daran, ihre Bibliothek mit Medien auszustatten. Sichtlich Spaß hatten sie beim Geld ausgeben, aber auch für ernsthafte Überlegungen zu den Bedürfnissen und Wünschen der Bibliothekskunden war Raum, so dass schließlich auch ein Pferdebuch oder ein Ponyhörspiel gekauft wurde. Mit dem augenzwinkernden Hinweis "für die Mädchen".

Recherchekompetenz

In der zweiten Runde mussten sich die Bestandskonzepte bewähren, denn die E-Mail-Anfragen der fiktiven Bibliotheksbenutzer, die nach Salep oder Placodontier fragten, waren mit dem richtigen Bestand zum Teil deutlich schneller zu beantworten, als durch aufwendige Internetrecherchen. Bei der Auswertung der zweiten Runde gab es nur Punkte für die richtige Antwort und eine begründbare Quellenangabe, aber leider nicht für E-Mail-Netiquette. Diese bewiesen die Jungs mehrheitlich und ernteten dafür den Applaus der Durchführenden. So lautet z. B. eine Abrede "…Ihre immer für Fragen offene Bibliothek"

Veranstaltungsmanagement

Zum Abschluss durfte der restliche Etat von satten 1500 Euro in eine fiktive Veranstaltung umgesetzt werden. Die Kreativität kannte keine Grenzen, von der LAN-Party mit Buffet und Disco am Abend über ein Rock-Konzert mit Open Stage bis hin zur Beach-Party war alles dabei. Gewonnen hatte schließlich das Team, das die Fallstricke bei der Medienbeschaffung erfolgreich vermeiden konnte, Rechercheanfragen richtig und mit guten Quellenangaben beantwortete und die Jury am Ende von seiner Veranstaltung überzeugen konnte. Ganz ohne Bibliothek musste der Workshop übrigens nicht auskommen. "Bibl inna box" fand in der Bibliothek der HdM am Standort Nobelstraße statt.

Auf die cleveren Jungen dieses Boys' Days muss der Studiengang leider noch gute fünf bis zehn Jahre warten. Gegen einen höheren Männeranteil gibt es sicherlich heute schon nichts einzuwenden, der durchschnittliche Anteil männlicher Studienanfänger liegt im Bachelorstudiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement momentan bei 20 Prozent.

Kontakt

Susanne Häcker Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement Telefon: 0711 25706-175 E-Mail: haecker@hdm-stuttgart.de

 

 



Kontakt:
Peter Marus
Telefon: 0711 25706-175
E-Mail: marus@hdm-stuttgart.de

31. Juli 2014


Fotostrecke Boys Day - Neue Wege für Jungs 2010
(Fotos: Sabrina Konrad)

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