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Eröffnung des IAAI - Ein Institut mit Scharnierfunktion

Hinter dem Institut stehen rund 15 Professoren aus unterschiedlichen Studiengängen der HdM
Hinter dem Institut stehen rund 15 Professoren aus unterschiedlichen Studiengängen der HdM

Am 25. April 2019 wurde das "Institute for Applied Artificial Intelligence (IAAI)" an der Hochschule der Medien (HdM) vor rund 400 Gästen offiziell eröffnet. Vorträge mit Rednern aus verschiedenen Bereichen der Künstlichen Intelligenz zeigten deren Anwendungsgebiete und die Möglichkeiten des neuen Instituts auf.


Mit Blumen, roten und weißen Luftballons geschmückt - so herausgeputzt sieht man die Hochschule der Medien nur zu besonderen Anlässen. Und einen solchen Anlass gab es am Donnerstag, den 25. April 2019. Mit einer großen Eröffnungsfeier wurde das Institute for Applied Artificial Intelligence (IAAI) eingeweiht. Als ein Institut mit Scharnierfunktion bezeichnete Peter Marquardt, Kanzler der Hochschule der Medien, das IAAI in seiner Eröffnungsrede. Er freue sich über dieses Institut an der HdM, da es die unterschiedlichsten Player zusammenbringe und nicht nur der Lehre diene, sondern vor allem der Weiterentwicklung der Gesellschaft.

Zusammenbringen und aufklären

Hinter dem IAAI steht ein interdisziplinäres Team mit Vertretern aus den verschiedensten Studiengängen der Medien-Hochschule. Neben Herrn Kai Eckert und Herrn Magnus Pfeffer, Professoren des Studiengangs Informationswissenschaften, gehören auch Professoren der technischen Studiengänge wie Medieninformatik, Medienwirtschaft oder Werbung und Marktkommunikation zu den Gründungsmitgliedern. Professor Dr. Johannes Maucher, Leiter des IAAI, begrüßt diese Entwicklung. "Früher war das Anwendungsgebiet der KI beschränkt, im Laufe der Jahre explodierten die Angebote", sagte er. Auch an der HdM seien kleine Inselchen entstanden, die nun mit der Gründung des IAAI zusammengebracht werden. "Ziel des Instituts ist es, Partner, Unternehmen und die Studenten aufzuklären, was alles in diesem Bereich möglich ist", erklärte er den Zuhörern im Audimax.

Aha-Effekt und Annäherungsforschung

Professor Dr. Michael Burmester vom Kooperationspartner Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum Usability sieht die Möglichkeit, mit dem Institut "die künstliche Intelligenz weiter nach vorne zu bringen". Auch Kai Eckert begrüßte die Gründung des Instituts. "Oftmals arbeitet man an interessanten Themen, bekommt aber von seinen Kollegen gar nicht mit, was genau diese machen. Dank des Instituts gibt es jetzt einen Aha-Effekt und Themen können gemeinsam erarbeitet werden", freute sich das Gründungsmitglied. Auch Professorin Petra Grimm, Ethikbeauftragte der HdM und Leiterin des Instituts für Ethik, liegt "diese Kooperation sehr am Herzen". Dass es Wertefragen gibt, bei der die Ethik als Steuerungssystem fungieren kann, ist für sie Teil der Technologie. "Zusammen mit dem Institut kann nun eine interdisziplinäre Annäherungsforschung der KI stattfinden", sagte sie.

Die Vorträge der Redner zeigten beispielhaft die Bandbreite des Feldes der Künstlichen Intelligenz. Dr. Steven Peters aus der Konzernforschung der Daimler AG sprach etwa über die KI als Werkzeug für Ingenieure und stellte vor, wie sein Arbeitgeber die künstliche Intelligenz einsetzt. Ingo Hoffmann, Vorstand der ADI Innovation AG, Mitgründer Layer7.ai und strategischer Berater des Cyber Valley, referierte über die KI-Strategie des Bundes und der EU und diskutierte die Frage, ob Deutschland das Rennen um die KI bereits verloren habe. Dr. Matthias Peissner, Institutionsdirektor und Leiter des Forschungsbereichs Mensch-Technik-Interaktion am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO erörterte, wie die Zusammenarbeit des Menschen und der intelligenten Technik verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Dr. Michael Nagenborg von der University of Twente gab zum Abschluss einen Einblick in das Thema "Ethik der Künstlichen Intelligenz".

Selfie und Drohne

Im Foyer der HdM stellten Studenten ihre KI-Projekte aus: Bei der Medieninformatikerin Ute Orner konnten die Gäste ein Selfie machen und dann entscheiden, ob der Rechner das Porträt im Stil von Da Vincis Mona Lisa, im Stil van Goghs oder Roy Lichtensteins ausgeben soll. Ihre Kommilitonen Paul Fauth-Mayer und Daniel Rotärmel stellten eine autonom fliegende Drohne vor, die einen Hindernis-Parcours meistern soll.

 

Fotos: Florian Müller

06. Mai 2019

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