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Ende der Privatheit? Eine Sicht der Medien- und Kommunikationswissenschaft

Petra Grimm, Hans Krah

 

Mark Zuckerberg vielzitierter Ausspruch, dass Privatheit in der Moderne überbewertet sei (Vanity Fair, 29.10.2008), ist als Marketing- und Agenda-Setting-Strategie zu sehen und scheint ja dadurch konterkariert zu werden, dass die Aktualität des Themas ungebrochen ist. Solange Privatheit und insbesondere Privatheitsverletzungen Thema sind oder sogar Skandalpotenzial haben, solange also ein Prozess kommunikativen, gesellschaftlichen Aushandelns in Gang ist, solange wird die Antwort auf die Frage nach dem Ende der Privatheit noch verhandelbar sein. Die vielfältigen Medienberichte, spezifischen Medienformate und medialen Privatheitsszenarien allein bedeuten nichts hinsichtlich der Frage nach dem Ende, denn welche kulturelle Leistung diese haben und ob diese in Richtung Inszenierung oder in Richtung Reflexion von Privatheit zielen, ist aus dem Sachverhalt der Thematisierung allein nicht zu bestimmen.

 

 

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