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Neben dem Studium

Erfolgreiche Sportler der HdM

Sport bedeutet für viele Ausgleich und Erfüllung, aber auch einen hohen Zeitaufwand. Mit dem Beginn des Studiums wird es zunehmend schwerer, den eigenen Sport erfolgreich fortzuführen. Zwei Studierende der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart beweisen, dass man auch neben dem Studium am eigenen Sport festhalten kann: Cassandra Schmit macht seit mehr als 17 Jahren Karate, Leo Schubert stand bereits im Alter von drei Jahren auf den Skiern.

Leo Schubert studiert im achten Semester Verpackungstechnik an der HdM. © privat
"Ich komme aus dem Allgäu und dort kommt es schon häufiger vor, dass man im Verein Ski fährt, es gibt in vielen Orten eigene Skivereine und Wettbewerbe. Ich war dann recht früh im Skiverein und bin mit fünf Jahren mein erstes Rennen im Riesenslalom gefahren. Mein größter Erfolg war 2011, als ich mit meiner Mannschaft bei ‚Jugend trainiert für Olympia‘ Landessieger von Baden-Württemberg wurde," erzählt Leo Schubert. In seiner Kindheit und Jugend hat er regelmäßig trainiert, an Skirennen teilgenommen und oft einen der vorderen Plätze erreicht. Er ist sogar beim Deutschlandpokal mitgefahren - doch das hat sich mit den Jahren geändert. Für das Studium der Verpackungstechnik an der HdM ist der gebürtige Allgäuer nach Stuttgart gezogen - und muss beim Training kürzer treten: "Durch diesen studienbedingten Umzug trainiere ich nicht so viel und fahre mittlerweile oft ohne vorheriges Training bei den Rennen mit. Riesenslalom ist recht intuitiv, da muss man nicht so viel trainieren, um zufriedenstellend zu fahren, beim Slalom ist das Training schon wichtiger. Wenn ich aber zuhause in der Heimat bin und ein Training zustande kommt, dann bin ich natürlich dabei, " erklärt Leo.

"Dieser Wille, immer noch etwas zu optimieren, macht einfach Spaß."

In seiner Freizeit tauscht Leo den Campus gerne gegen die Skipiste aus. © Hochschulsport Konstanz/Herbert Ringer
Bei den Slalom-Disziplinen unterscheiden sich nicht nur der Trainingsaufwand, sondern auch die Technik: Beim Riesenslalom wird eher Carving-Technik wie beim normalen Skifahren angewandt, beim Slalom kippt man die Stangen mit dem Stock, was dadurch schneller, koordinativer und schwieriger ist. Und genau das gefällt Leo: "Das ständige Optimieren von der Skitechnik und der Herangehensweise an die Rennen macht einfach Spaß. Leider gibt es aber im Erwachsenenbereich regional nicht mehr so viele Rennen, an denen man als Nicht-Profi teilnehmen kann. Daher ist es sehr cool, dass ich einmal im Jahr bei den deutschen Hochschulmeisterschaften mitfahren kann." Die Deutschen Hochschulmeisterschaften (DHM) im Ski Alpin finden zu Beginn jeden Jahres, meistens im Januar, statt und werden vom Allgemeinen Deutschen Hochschulverband (ADH) ausgerichtet. Der Austragungsort wechselt im Drei-Jahres-Rhythmus durch, die letzten zwei Male war es in Warth-Schröcken, beim Arlberg. Leo Schubert hat bereits im Wintersemester 2016/2017 daran teilgenommen: "Von den Wettkämpfen habe ich nach der Abizeit von einem Kumpel erfahren, mit dem ich früher Rennen gefahren bin. Ich dachte mir, das klingt doch eigentlich ganz cool und dann war ich in meinem ersten Semester an der HdM direkt dabei."

Bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften steht das Miteinander im Vordergrund

Leo bei der Teilnahme am Riesenslalom der DHM im Januar 2020. © Hochschulsport Konstanz/Herbert Ringer
Auch im Januar 2020 hat Leo an den Deutschen Hochschulmeisterschaften teilgenommen und im Riesen-Slalom den 12. Platz belegt. Im Slalom wurde er disqualifiziert, da er mit dem Innenski links an einem Tor vorbeigefahren ist. Das macht ihm aber nichts, denn beim Skifahren stehen für ihn andere Sachen im Vordergrund: "Es macht mir Spaß, draußen zu sein. Ich mag den Winter sehr gerne und das ist immer ein Grund mehr, um Skifahren zu gehen. Wie sich viele früher auf dem Fußballplatz getroffen haben, hat man sich bei uns am Skilift getroffen." Deshalb ist Leo auch so gerne bei den DHM dabei. Dort nehmen sowohl Studierende teil, die sehr gut skifahren können, als auch Studierende, die zum ersten Mal bei einem Rennen mitfahren und das ausprobieren möchten. Seiner Meinung nach unterscheiden sich die Deutschen Hochschulmeisterschaften deshalb sehr zu den Wettbewerben, an denen er früher teilgenommen hat. "Bei den Hochschulmeisterschaften ist die Atmosphäre cool: die Leute kommen von überall her, man trifft und kennt sich mittlerweile, und alle sind skibegeistert. Konkurrenz herrscht hier in keiner Weise, das hat mir bei den höherklassigeren Wettbewerben immer etwas gefehlt, dieses Miteinander. Dort herrschte schon beim Start immer eine sehr angespannte Stimmung und jeder bereitete sich fokussiert aufs Rennen vor," erzählt Leo. Momentan schreibt er seine Thesis, danach möchte er einen Master anhängen - wie es mit dem Skifahren weitergeht, weiss er auch schon: "Bei der DHM gibt es auch eine Alumni-Wertung. Wenn ich mit dem Studium fertig bin und es sich zeitlich einrichten lässt, kann ich mir gut vorstellen, da mitzufahren," so Leo.

"Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich so weit kommen würde, als ich mit dem Sport angefangen habe!"

Cassandra Schmit besitzt seit ihrem 16. Lebensjahr den schwarzen Gürtel im Karate. © privat
Auch Cassandra Schmit, Studentin im Studiengang Audiovisuelle Medien, betreibt ihr Hobby seit ihrer Kindheit. Mit sechs Jahren hat sie damals in ihrer Heimat beim Karate Club Niederanven, in Luxemburg, begonnen, als der Verein neu gegründet wurde. Der erste Wettkampf folgte nur einige Jahre später, den schwarzen Gürtel erhielt sie mit 16 Jahren. "Dafür habe ich nur ein paar Monate vorher intensiv trainiert, weil ich zu der Zeit meinen Fokus eher auf Wettkämpfe gelegt habe. Das Training dafür unterscheidet sich aber stark, daher musste ich mich dann doch speziell auf die Prüfung vorbereiten. Ich habe mich sehr gefreut, als ich den Gürtel bekommen habe und war sehr stolz. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich so weit kommen würde, als ich mit dem Sport angefangen habe!" Dieser Erfolg wurde mit zahlreichen Wettbewerben gekürt, besonders stolz ist Cassandra auf ihren 7. Platz bei den U21 Europameisterschaften 2016.

Eine Sportart, die Technik, Schnelligkeit, Ausdauer und Kraft vereint

Beim Karate praktiziert Cassandra die Disziplin Kumite. © privat
Von den zwei Disziplinen des Karate praktiziert Cassandra Kumite, bei der es sich um das tatsächliche Kämpfen handelt. Aktuell kämpft sie in der Leistungsklasse -55kg im Kumite (Senior, über 18 Jahre), trainiert beim MTV Ludwigsburg und studiert im sechsten Semester Audiovisuelle Medien an der HdM. Doch, das Studium mit dem Hobby zu vereinbaren, ist gar nicht so einfach. "Seit dem Studium hat sich enorm viel für mich verändert. Manchmal kommt das Training zu kurz, weil ich zum Beispiel spät Vorlesungen habe, oder in der Prüfungsphase das Studium dann doch wichtiger als das Hobby ist. Im Studium ist es schwerer als in der Schule, seinen Weg zu finden und manchmal auch den inneren Schweinehund zu überwinden und auf vieles zu verzichten. Freizeit habe ich kaum welche, weil ich enorm viel Zeit fürs Karate opfere." Diese Tücken nimmt Cassandra aber gerne auf sich, da sie der Sport so fasziniert und erfüllt. "In meinen Augen ist das Karate die vollkommenste Kampfsportart. Es ist ein sehr taktischer Sport, man muss seinen Gegner schnell analysieren können. Ich finde es faszinierend und sehr aufregend, sich seinem Gegner auf die Kampffläche gegenüber zu stellen, ihm in die Augen zu schauen und zu wissen, dass man gleich kämpfen wird. Jeder Kampf ist eine neue Herausforderung, jeder Kampf ist anders und unvorhersehbar," erklärt Cassandra.

Teilnahme an den European University Games mit der Hoffnung auf Gold

Ihren ersten Wettkampf bestritt Cassandra im Alter von 8 Jahren. © privat
Doch es gibt auch immer wieder Schattenseiten: wie in jedem Leistungssport herrscht ein hoher Druck, im Jahr 2016 hat sich Cassandra eine schlimme Bänderdehnung zugezogen und seitdem immer wieder Verletzungen erlitten. Deshalb hat die Studentin in den letzten Jahren auch schon daran gedacht, kürzer zu treten oder sogar aufzuhören. Momentan ist sie jedoch guter Dinge und setzt ihren Fokus voll auf die European University Games (EUG). Diese Großveranstaltung der European University Sports Association (EUSA) hätte im Juli 2020 in Belgrad stattfinden sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie allerdings um ein Jahr verschoben. Cassandra ist jedoch zuversichtlich und motiviert. "Die Teilnahme an den European University Games ist eine gute Möglichkeit, zu zeigen, dass ich wieder fit bin und nach den langen Verletzungspausen kämpfen will. Natürlich gehe ich nach Belgrad in der Hoffnung, mit einer Goldmedaille nach Hause zu kommen. Mein ultimatives Ziel ist es aber, wieder auf einer richtigen EM oder WM kämpfen zu können und da sind die EUG ein perfekter Einstieg," erklärt Cassandra. Wer jetzt auch Lust hat, bei sportlichen Meisterschaften für Studierende mitzumachen, hat viele Möglichkeiten. Bei Interesse an einer Teilnahme bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften sollen sich Studierende bei Tanja Trötschel, der Stellvertretenden Kanzlerin der HdM, melden. Die Bewerbung bei den European University Games läuft über den Hochschulsport.

Foto Startseite: HdM Stuttgart/ Harald Eichsteller 

Jennifer Mareen Kögel

VERÖFFENTLICHT AM

23. April 2020

KONTAKT

Tanja Trötschel

Verwaltung

Telefon: 0711 8923-2079

E-Mail: troetschel@hdm-stuttgart.de

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