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Mathematik Vom ungeliebten Schulfach zum Karrierebooster

Mathematik Vom ungeliebten Schulfach zum Karrierebooster

 

Mathematik ist Pflichtfach an deutschen Schulen. Nicht jeder Schüler ist damit einverstanden - vor allem in der Oberstufe führen Differential- und Integralrechnung regelmäßig zu Diskussionen über Sinn und Unsinn von Mathematik. Und so ist es wenig verwunderlich, dass Deutschland bei der PISA-Studie 2015 nur auf Platz 15 landete. Dabei wurden die Leistungen 15-jähriger Schüler und Schülerinnen international miteinander verglichen. Führend waren Singapur, Hongkong und Macao vor drei weiteren asiatischen Ländern.

 

Quelle: pixabay

Quelle: https://pixabay.com/de/geometrie-mathematik-volumen-1044090/

 

Dass Mathematik wichtig ist, scheint uns erst später bewusst zu werden. Bei einer Umfrage der “Stiftung Rechnen” wurde sie zum beliebtesten Schulfach gewählt. Das Ergebnis lässt sich leicht erklären: Befragt wurden 18- bis 65-Jährige, die ihre Schulzeit also in der Regel schon lange hinter sich hatten. Jungen mögen Mathematik übrigens lieber als Mädchen, wie eine weitere Studie dieser Stiftung belegt.

 

60.000 Mathematik-Studenten

 

Doch nicht nur in der Schule, sondern auch in vielen Studienfächern spielt die Mathematik eine große Rolle. Ob Betriebswirtschaft, Maschinenbau oder Wirtschaftsinformatik - ohne Rechnen geht es nicht. Viele Studenten tun sich schwer damit, weswegen einige Hochschulen Mathe-Vorkurse anbieten. Im Wintersemester 2016/17 gab es immerhin auch knapp 60.000 Studierende an deutschen Universitäten und Fachhochschulen, die einen Abschluss in Mathematik anstrebten.

Wem dieses Fach liegt, der kann anschließend damit gutes Geld verdienen. Als Berufseinsteiger sind 3.000 Euro monatlich eher die Normalität als die Ausnahme. Das ist jedoch nicht das Ende der Fahnenstange. Das Portal karista.de gibt für Versicherungsmathematiker, die Risiken kalkulieren, Einstiegsgehälter von 4.000 Euro an, später sind 6.000 Euro drin. Bei Mathematikprofessoren sind 5.000 Euro nicht unüblich.

 

Banker oder Lehrer?

 

In Hessen liegt der durchschnittliche Verdienst von Mathematikern bei etwas über 62.000 Euro gefolgt von knapp 60.000 Euro Gehalt in Baden-Württemberg. Aber nicht nur der Standort, sondern auch die Branche und die Größe des Unternehmens sind entscheidend. Zwischen einer Firma mit weniger als 500 Mitarbeitern und einer mit mehr als 1.000 Mitarbeitern können 15.000 Euro pro Jahr liegen. Mathematiker verdienen übrigens besonders gut bei Unternehmensberatungen und Banken.

Natürlich kann man mit einem Faible für die Mathematik auch in andere Berufe gehen. Mathematiklehrer beginnen mit einem Gehalt von durchschnittlich 3.400 Euro und können mit entsprechender Berufserfahrung in einigen Bundesländern bis zu 5.600 Euro verdienen. Dabei gilt: Je höher die Mathematik, desto besser der Verdienst. Soll heißen: Sekundarstufe II bringt mehr Geld als Grundschule.

 

Mit Mathematik “spielerisch” reich werden

 

Wer Poker lernen und damit Geld will, der kommt um Mathematik ebenfalls nicht herum. Poker ist ein Spiel der Wahrscheinlichkeiten und die Stochastik, also die Wahrscheinlichkeitsrechnung, hilft hier immens weiter. Natürlich kann man Poker auch nach Gefühl spielen, aber die erfolgreichsten Spieler nutzen ohne Ausnahme die Mathematik. Sie hilft, eigene Entscheidungen zu präzisieren. Wer das Pokerspiel perfektionieren will, kommt an fortgeschrittener und komplexer Mathematik jedoch nicht vorbei - Stichwort Spieltheorie.

Wie wahrscheinlich es ist, mit Pokern Millionär zu werden, lässt sich wohl trotzdem nicht berechnen. Dann doch lieber auf eine solide Berufsausbildung oder ein Studium setzen. So hat es auch Pius Heinz gemacht, der sich mit Pokern sein Wirtschaftspsychologie-Studium finanziert hat. 2011 war der 22-Jährige dann um 8,7 Millionen US-Dollar reicher, nachdem er in Las Vegas die Poker-Weltmeisterschaft gewonnen hatte - Psychologie und Mathematik sei dank.

 

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