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Der amerikanische Traum: mit einem Stipendium zum Spitzensportler

Der amerikanische Traum: mit einem Stipendium zum Spitzensportler

 

College-Sport ist in den USA ein Phänomen und fesselt ein Millionenpublikum. Äußerst beliebt ist dabei die NCAA Division I Basketball-Meisterschaft, die auch “March Madness” oder “The Big Dance” genannt wird und das gesamte Land jedes Jahr im März und April in einen kollektiven Rausch versetzt. Die 68 besten College-Teams (bei den Damen sind es 64) treten dabei im K.O.-System gegeneinander an und ermitteln den nationalen Meister. Die Teilnehmer werden in einem komplizierten Verfahren ermittelt und Anfang März bekanntgegeben.



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Verglichen dazu scheint der deutsche Unisport völlig unbedeutend, auch wenn es hierzulande Hochschulmeisterschaften in vielen Sportarten gibt. Doch zehntausende Zuschauer im Stadion oder TV-Übertragungen mit Wahnsinnsquoten - undenkbar.

 

Es geht um viel Geld

 

Ein lohnenswertes Geschäft sind diese Meisterschaften jedoch vor allem für die Veranstalter und TV-Sender. 2016 betrugen die Werbeeinnahmen 1,2 Milliarden US-Dollar. Bei den Sportlern kommt davon nicht viel an. Für viele Athleten ist ein Stipendium an einem sportlichen College dennoch ein großes Ziel, zumal ihnen das teure Studium in den USA finanziert wird. Kost und Logis werden von den Unis übernommen. Darüber hinaus dürfen sie  kein Geld annehmen, werden aber angeblich oftmals bei Prüfungen oft bevorzugt behandelt.

 

Die NCAA (National Collegiate Athletic Association) ist ein Verband, der die Sportprogramme US-amerikanischer und kanadischer Hochschulen vereint. Seit 1973 ist sie in drei Divisions organisiert, wobei die Division I die höchste ist. Ihr gehören mehr als 350 Colleges an, die bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Auch die Zahl der Stipendiaten ist reglementiert. Meisterschaften gibt es nicht nur im Basketball, sondern auch in Sportarten wie Fechten, Lacrosse oder Sportschießen.

 

College Sport wird sogar von internationalen Wettanbietern wie Betway Sports mit internationalem Fußball oder der Formel 1 auf eine Stufe gestellt und in den USA werden Milliardenbeträge auf die Sieger gewettet.

 

Übertragung im TV

 

Die College-Meisterschaften im Basketball werden in den USA durch CBS, TBS und TNT im Fernsehen übertragen. In Europa sind die Spiele auf Sport1 US zu sehen. Mit insgesamt elf Siegen, darunter sieben aufeinanderfolgenden Meisterschaften von 1967 bis 1973, sind die UCLA Bruins das erfolgreichste Team dieses Turniers. Sie spielen für die University of California, Los Angeles. Das weibliche Pendant sind die ebenso erfolgreichen UConn Huskies von der University of Connecticut.

 

Mit Enosch Wolf und Leon Tolksdorf begannen 2011 zwei Deutsche mit einem Stipendium bei den UConn Huskies. Für viele Spieler ist das Engagement in einem College-Team das Sprungbrett für ihre Sportkarriere. Wie schnell dieser Traum auch wieder platzen kann, hat Wolf am eigenen Leib erfahren, als er 2013 nach einer privaten Auseinandersetzung mit einer Kommilitonin suspendiert wurde und kein Stipendium mehr erhielt. Er kehrte daraufhin nach Deutschland zurück und spielt inzwischen in der 2. Bundesliga für die Tigers Tübingen nur 40 km von der HDM Stuttgart entfernt.

 

College-Sport als Einnahmequelle

 

Fakt ist: Der College-Sport ist für die Athleten Fluch und Segen zugleich. Wer ein Stipendium erhält, muss sich anschließend ständig gegen die Konkurrenz behaupten und zudem Klausuren schreiben und Prüfungen bestehen. Für die Unis sind die Teams ein Prestigeobjekt. Durch ihre Erfolge werden Studienanfänger angelockt, die dann Geld in die Hochschulkasse spülen. Immerhin kostet ein Jahr an der University of Connecticut allein 12.000 US-Dollar nur für die Studiengebühren - und auch nur für jemanden, der im Bundesstaat Conneticut beheimatet ist. Der Rest zahlt das Dreifache.

 

50.000 Euro pro Jahr sind für ein Studium in den USA kein ungewöhnlicher Betrag, den man sich trotzdem leisten können muss. Wer durch sportliche Leistungen an ein Stipendium kommt, hat es um einiges leichter. Auch Deutsche haben eine Chance auf ein “Sport Scholarship”. Im Basketball sollte man dafür aber mindestens in der Junioren-Nationalmannschaft spielen und bereit sein, fünf Mal pro Woche zu trainieren plus Kraft- und Ausdauereinheiten.

 

Wenn es nicht reicht für ein Sportstipendium in den USA: Als Student(in) der HDM Stuttgart ist es möglich zu den ermäßigten Tarifen am Hochschulsport der Uni Stuttgart teilzunehmen. Von A wie Aikido bis Z wie Zumba werden 140 Sportarten angeboten. Und mit weniger als 200 Euro pro Semester ist das Studium an der HDM Stuttgart auch noch wesentlich günstiger als in den USA.

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