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Persönliche Visitenkarte: So muss ein guter Lebenslauf aussehen

Persönliche Visitenkarte: So muss ein guter Lebenslauf aussehen

Der Lebenslauf ist die Visitenkarte eines jeden Bewerbers. In der Regel lesen Personalchefs dieses Schriftstück, noch bevor sie sich das eigentliche Bewerbungsanschreiben ansehen. Klar, dass dieses wichtige Dokument perfekt sein sollte, damit die Tür zum Vorstellungsgespräch offensteht. Hier gibt’s Tipps, wie man mit einem toll gestalteten Lebenslauf überzeugt und damit gekonnt vom Studium ins Berufsleben startet.

 

 

So sieht ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch aus. Entscheidend dabei ist auch der korrekte Lebenslauf. Quelle: Antonio Guillem – 485076070 / Shutterstock.com

Title: Erfolgreiches Bewerbungsgespräch

ALT-TAG: Mit dem Lebenslauf gilt es, den Chef zu überzeugen. Auf Inhalt und Gestaltung kommt es an.

Der handschriftliche Lebenslauf ist ausgestorben. Auch wenn manche noch denken, diese Art sei besonders persönlich, rümpfen viele Personalverantwortlichen dabei die Nase. Heutzutage erstellt man einen Lebenslauf am Computer. Durch die zahlreichen Möglichkeiten, die Office und Co. bieten, ist das auch kein Hexenwerk mehr. Niemand muss ein schlichtes, weißes Blatt mit tabellarischen Informationen, die penibel genau untereinander angeordnet sind, beilegen. Auffallen heißt die Devise. Dabei sollte das Erscheinungsbild dem Berufswunsch angepasst sein. Wer sich als Buchhalter bewirbt, braucht sicher keine knalligen Farben. Menschen in kreativen Berufen dagegen möglicherweise schon. Eines aber verbindet alle: Jeder von ihnen kann seinen Lebenslauf online gestalten und damit eventuell seinen Mitbewerbern ein Stückweit voraus sein.

Diese Informationen kann man weglassen

Mehr als zwei Seiten sollte der Lebenslauf nicht umfassen. Deshalb liegt auf der Hand, dass oft nicht alle Punkte Platz im Dokument finden. Deshalb lässt man einige Dinge einfach weg.

Diese Angaben darf man im Lebenslauf weglassen

Persönliche Daten

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Arbeitgebern, Bewerber wegen ihrer Staatsangehörigkeit, Anzahl der Geschwister oder Beruf der Eltern auszusortieren. Auch Angaben über eine eventuelle Parteizugehörigkeit sind nur dann sinnvoll, wenn man sich bei einer Partei bewirbt.

Schulische Ausbildung

Es interessiert niemanden im Unternehmen, welche Grundschule man besucht hat. Deshalb: Schulischen Werdegang weglassen. Nur der höchste Bildungsabschluss sollte genannt werden. Alle anderen dürfen unter den Tisch fallen.

Praktika

Wer bereits ausreichend berufliche Erfahrungen gesammelt hat, muss lange zurückliegende Praktika nicht mehr nennen. Die Angabe dieser Daten ist nur dann sinnvoll, wenn damit Lücken im Lebenslauf überbrückt werden können.

Hobbies

Sollten die eigenen Hobbies keinen Bezug zum neuen Job haben, kann man sie weglassen. Einen Personalchef interessiert es in der Regel nicht, ob der Bewerber gerne angeln geht. Es gibt aber auch Ausnahmen: Wer sich zum Beispiel im Online-Bereich bewirbt und privat einen Blog betreibt, kann dies auch nennen. Das kann sich durchaus positiv auswirken. Nennen sollte man die Rubrik aber nicht „Hobbies“, sondern besser „Berufliche Interessen“.

Tabelle: Was man im Lebenslauf alles weglassen kann.

Diese Informationen müssen unbedingt rein

Eine klare und übersichtliche Struktur ist ein absolutes Muss für den Lebenslauf. In Kategorien aufgeteilt eignet sich am besten die tabellarische Variante. Lebensläufe im Fließtext sind ebenso ausgestorben, wie handschriftliche. Angaben, die man auf keinen Fall vergessen darf, und die in jeden Lebenslauf gehören, sind:

  • Name, Anschrift, Kontaktinformationen
  • Ausbildung und Berufserfahrung (Nur den höchsten Bildungsabschluss angeben, danach chronologisch fortfahren)
  • Zusätzliche Qualifikationen (Fremdsprachen, EDV-Kenntnisse, Weiterbildungen, etc.)

Wie präsentiert man am besten seine Stärken und Schwächen?

Vorweg: Schwächen werden überhaupt nicht genannt. Auf diese kann man eventuell im Bewerbungsgespräch zu sprechen kommen. Jedem Personalverantwortlichen ist klar, dass ein Bewerber auch Schwächen hat. Also: Weg damit.

Anders sieht das selbstverständlich bei den Stärken aus. Diese dürfen und sollen natürlich genannt werden. Es ist aber darauf zu achten, nicht zu dick aufzutragen. Bewerber, die beispielsweise ausgezeichnet mit Zahlen umgehen können, sollten dies jedoch nicht zu prominent (etwa durch Fettdruck) herausstellen. Das kann schnell als Arroganz gewertet werden. Schlicht, aber wirksam stellt man seine Stärken mit einer dezenten Liste dar. Zum Beispiel:

  • Führungserfahrung
  • Ausgezeichnetes Zahlengedächtnis
  • Englisch, Französisch, Italienisch und Kisuaheli fließend

Muss man einen Lebenslauf unterschreiben?

In den meisten Firmen wird erwartet, dass ein Lebenslauf unterschrieben ist. Die Unterschrift stellt quasi eine Art Beurkundung dar. Darüber hinaus beweist der Bewerber damit, dass er zuverlässig und vertrauenswürdig ist. Die Unterschrift setzt man am besten ans Ende des Schreibens. Unten links sollte Ort und Datum stehen, rechts daneben dann die Unterschrift. Diese sollte am besten mit einem Füllfederhalter gemacht werden. Blaue Farbe bietet sich an, damit sich die Unterschrift vom schwarzen Text abhebt. Auch wenn der Lebenslauf mehrere Seiten hat: Eine Unterschrift am Ende genügt.

Quelle: Antonio Guillem – 485076070 / Shutterstock.com

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