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Blackjack - eine mathematische Annäherung

Blackjack - eine mathematische Annäherung

Quelle: pixabay

Beim Zocken viel Geld machen - wer träumt nicht davon? In der Realität verliert man jedoch häufiger als zu gewinnen. Wie gut die Chancen stehen, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Bei einigen Spielautomaten liegt die Auszahlungsquote über 97 Prozent, was recht gut ist. Bei Spielen wie Roulette oder Blackjack sollte man einen Blick auf den Hausvorteil werfen. Je niedriger dieser ist, desto höher sind die Gewinnchancen. Der Hausvorteil ist der prozentuale Anteil der Einsätze, den die Bank (also das Casino) am Ende des Tages einbehält. Beträgt er fünf Prozent, bekommt die Bank bei einem Wetteinsatz von 100.000 Euro also 5.000 Euro.

 

Blackjack gilt als Spiel mit den besten Gewinnchancen. Diese hängen jedoch maßgeblich davon ab, mit welchem Regeln im Casino gespielt wird und von der eigenen Strategie. Der erste Punkt lässt sich nicht ändern, aber der zweite sehr wohl - mit Mathematik. Kein anderes Spiel ist eine mathematisch korrekte Spielweise derart beeinflussbar wie Blackjack. Wer sich also mit Mathematik beschäftigt und die Systematik dahinter versteht, kann den Hausvorteil auf unter ein Prozent drücken und seine Verluste minimieren.

 

Dabei sollte man stets seine Mitspieler im Blick behalten. Welche Strategie haben sie? Oftmals gar keine und auch das erhöht die eigenen Chancen. Kartenzählen ist übrigens nicht illegal, doch es sollte nicht zu auffällig geschehen. In einem Online Casino spielt das natürlich keine Rolle, denn hier steht man nicht unter Beobachtung. Dennoch bleibt Blackjack natürlich ein Glücksspiel und wenn der Dealer eine 21 auf der Hand hat, nützen die besten mathematischen Kenntnisse nichts.

 

Höhere Gewinnchancen als bei anderen Glücksspielen

Blackjack mathematisch zu analysieren ist nicht neu. 1956 gab es die erste wissenschaftliche Veröffentlichung darüber. Es wurde angenommen, dass die Wahrscheinlichkeit des Asses als nächste Karte immer bei 1/13 liegt. Dabei wurde vernachlässigt, dass sich ein oder mehrere Asse natürlich bereits in den Händen anderer Spieler oder auf dem Tisch befinden können. Dennoch stimmen die damals gemachten Erkenntnisse in etwa mit dem realen Spiel mit 312 Karten überein. Wer sich bei einem Start-Einsatz von 100 Euro immer richtig entscheidet (es gibt Tabellen für die Strategie bei jeder Kartensituation), der macht daraus durchschnittlich rund 111 Euro. Der Hausvorteil liegt dann bei weniger als einem halben Prozent.

 

Basis für eine gute Blackjack-Strategie ist neben der Wahrscheinlichkeitsrechnung das Kartenzählen - und ein gutes Gedächtnis, denn man muss sich merken, welche Karten bereits ausgeteilt wurden. Nur so weiß man, was noch im Deck ist. Sind es überwiegend hohe Karten, dann steigen die eigenen Gewinnchancen. Befinden sich im Deck hingegen mehrheitlich niedrige Werte, ist der Dealer besser dran. Das gilt natürlich nicht, wenn der Handwert schon 17 beträgt. Dann wären hohe Karten tödlich.

 

Karten zählen mit dem High-Lo-Verfahren

Statt sich umständlich jede ausgeteilte Karte zu merken, geht es auch einfacher: Karten mit einem Wert bis 6, werden mit +1 eingestuft, die 10, Bube, Dame, König und As mit -1. Alle anderen Kartenwerte sind neutral. Diese Methode nennt sich High-Lo-Verfahren und hilft dabei einzuschätzen, wann das Verhältnis der Karten mit einem hohen Wert zu Karten mit einem geringeren Wert nicht mehr ausgewogen ist. Letztendlich ist es eine Übungssache und je öfter man Karten zählt, desto einfacher wird es mit der Zeit. Ein kompletter Kartenstapel hat übrigens nach dieser Methode den Gesamtwert 0.

 

Natürlich kann man die Ergebnisse beim Blackjack auch dem Zufall überlassen. Mit Mathematik ist man jedoch im Vorteil.

 

 

 

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