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Ist Gamification der nächste große Marketing-Trend?

Ist Gamification der nächste große Marketing-Trend?

Gesellschaftliche Trends haben oft in geschicktem Marketing ihren Ursprung. Umgekehrt ist aber auch das Marketing selbst verschiedenen Trends unterworfen. Einer der größten Trends ist derzeit Gamification. Das bedeutete nichts anderes, als spielerische Elemente, wie etwa Levels oder Abzeichen, in ein Produkt oder eine Dienstleistung zu integrieren. Doch woher kommt dieser Trend? In den letzten Jahren haben sich Online-Glücksspielanbieter wie Betsson Casino als Innovationsführer im Onlinesektor profiliert. Und tatsächlich nehmen Online-Casinos auch bei diesem Trend eine Vorreiterstellung ein. Die Erfindung des Konzepts können sie aber nicht allein für sich beanspruchen.

Wie funktioniert Gamification?

Gamification gibt es in verschiedenen Ausprägungen. In ihrer einfachsten Form umfasst sie Spiele mit einem Bezug zur Marke eines Unternehmens. Das kann zum Beispiel ein Browser-Game oder Sammelartikel sein. Die Kunden lernen so, das Produkt des Unternehmens mit Spaß zu assoziieren. Diese Form von Gamification gibt es schon seit längerem, und sie ist nicht der Gegenstand des aktuellen Trends. Bei diesem wird das Prinzip nämlich auf die Kundeninteraktion mit dem Unternehmen übertragen. Die Handlungen des Kunden, wie z.B. Produktkäufe, Häufigkeit der Logins oder die Nutzung verschiedener Angebote, werden dazu erfasst. Ihm werden kleine Aufgaben gestellt, für deren Erfüllung er einen Punkte, Abzeichen oder einen besonderen Kundenstatus erhält. Die Berührungspunkte mit der Firma dienen also dem erreichen eines Spielzieles.

Vorteile des Konzepts

Die Vorteile, die sich daraus für Unternehmen ergeben, sind vielfältig. Zunächst kann das Kundenerlebnis durch die Anwendung dieser Marketing-Technik verbessert werden. Routinehandlungen wie der regelmäßige Kauf eines Produktes werden zu den Bausteinen von Erfolgserlebnissen. Diese werden anschließend vom Kunden mit der Marke in Verbindung gebracht. Auch das Verhalten des Kunden kann auf diese Weise beeinflusst werden. Das ist zum Beispiel möglich, indem er für die Nutzung einer Zusatzleistung oder für öffentliche Bewertungen des Produktes belohnt wird. Auf diese Weise entstehen dem Unternehmen direkte Vorteile, wenn der Kunde ein „Spielziel“ erreicht. Schließlich gilt auch den Auswirkungen auf die Kundenbindung besonderes Interesse. Gamification-Programme können sich eignen, den Wechsel von Kunden zu konkurrierenden Anbietern zu reduzieren. Denn schließlich gehen beim Anbieterwechsel auch die errungenen Abzeichen und Vorteile verloren. Da die Gewinnung von Neukunden in der Regel aufwendig und kostenintensiv ist, sind Unternehmen an Maßnahmen zur Verbesserung der Kundentreue besonders interessiert.

Das Starbucks-Treueprogramm: eine Gamification-Erfolgsstory

Eines der bekanntesten Unternehmen, das eine umfangreiche Gamification-Strategie einsetzt, ist die amerikanische Firma Starbucks. Dazu dient das „My Starbucks Reward“ Programm der Kaffeehauskette. Kunden können sich über die App des Unternehmens registrieren. Im Anschluss erhalten sie für jeden Kauf eines Starbucks-Produktes Sterne in der App. Diese werden graphisch in Form einer Kaffeetasse dargestellt, die langsam aufgefüllt wird. Schon auf diese Weise wird visuell der Anreiz geschaffen, weitere Produkte zu kaufen um die Tasse aufzufüllen. Doch damit ist noch nicht Schluss, denn nicht nur die Gesamtzahl der Einkäufe wird belohnt. Auch die Häufigkeit der Café-Besuche wird erfasst. Durch häufige Besuche steigt der Kunde in ein höheres „Level“ auf. Und schließlich winken auch Belohnungen, wie einen Gratis-Kaffee oder individuelle Angebote. Die hohe Nutzungsquote des Treueprogramms zeigt: Das Konzept geht auf. Viele andere Unternehmen können von diesem Beispiel lernen.

 


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