Welche Versicherungen sind wichtig im Studium?

Frau mit Fahrrad und Rucksack

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Viele junge Menschen denken beim Stichwort “Versicherung” häufig als erstes oder ausschließlich an ihre Krankenversicherung. Während es natürlich wichtig ist, sich darüber Gedanken zu machen, ob die gesetzliche oder private Krankenversicherung die bessere Wahl ist, gibt es noch diverse andere Versicherungen, die auch für Studenten durchaus relevant sind. Im Folgenden findest du Informationen über Kranken-, Hausrat-, Berufsunfähigkeits-, Haftpflichtversicherung und Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge.

 

Bis zu einem Alter von 25 Jahren kannst du als Student bei deinen Eltern gesetzlich krankenversichert bleiben. Arbeitest du nebenher allerdings, kann es sein, dass du dich selbst versichern musst. Dafür gibt es einen Studententarif, der bis zu deinem 30. Lebensjahr gilt. Zu Beginn des Studiums ist es ebenso möglich, sich für eine private Krankenversicherung zu entscheiden. Dies sollte allerdings wohl überlegt sein, denn ein erneuter Wechsel von der privaten in eine gesetzliche Krankenkasse ist während des Studiums nicht mehr möglich.

 

Viele Studierende ziehen mit dem Studienstart in ihre erste eigene Wohnung. In Zuge dessen wird allerdings gerne mal vergessen, sich gegen Schäden in den eigenen vier Wänden abzusichern: Ein Feuer entsteht, die Waschmaschine läuft aus oder die Möbel werden durch einen Einbruch verwüstet. Ohne eine Hausratversicherung wären viele solcher Szenarien mit sehr hohen Kosten verbunden. Eine entsprechende Absicherung ist dementsprechend mehr als sinnvoll und die Kosten können intern in der WG geteilt werden.

 

Wer an Berufsunfähigkeit denkt, hat wahrscheinlich keine Studenten vor Augen. Doch gerade jetzt lohnt es sich für mögliche finanzielle Engpässe durch psychische oder physische Verletzungen und Krankheiten vorzusorgen. Per Definition gilt man als berufsunfähig, sobald man für mindestens sechs Monate seine berufliche Tätigkeit nur noch zu maximal 50% ausüben kann. Gründe dafür sind nicht selten Depressionen oder Rückenbeschwerden. Schließt man bereits als Student eine Berufsunfähigkeitsversicherung ab, kann man von günstigen Tarifen profitieren. Der Grund dafür ist, dass junge Menschen häufig wenige Vorerkrankungen haben, weshalb der Versicherer keinen Risikoaufschlag berechnet. Doch auch im Studium kann man bereits berufsunfähig werden. Ein Grund dafür kann beispielsweise ein Unfall sein, der dich für mehrere Monate daran hindert, dein Studium zu verfolgen oder deinem Nebenjob nachzugehen. Die Versicherung kann dich dementsprechend finanziell auffangen. 

 

Eine weitere Versicherung, die eigentlich in jeder Lebenssituation sinnvoll ist, ist die Haftpflichtversicherung: Wer Personen oder Sachen versehentlich Schaden hinzufügt, haftet dafür – häufig mit hohen Beträgen, welche für viele Studenten nicht einfach zu stemmen sind. Neben der Privathaftpflichtversicherung, welche definitiv die wichtigste unter den Haftpflichtversicherungen und damit für jeden Erwachsenen ratsam ist, gibt es außerdem Versicherungen für das Kfz, das Tier oder für eine Veranstaltung.

 

Mittlerweile ist den meisten klar, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreichen wird, um den eigenen Lebensstandard zu halten. Immer häufiger werden daher nun alternative Formen der privaten Altersvorsorge empfohlen. Denn auch traditionelle Modelle, wie beispielsweise die Riester-Rente, werden durch das Niedrigzinsumfeld vor Probleme gestellt oder gar unrentabel. Die fondsgebundene private Rentenversicherung, die mit Flexibilität und Freiheit wirbt, erlaubt dem Einzahler eine individuelle Gestaltung bezüglich Höhe der anzulegenden Geldsumme, Häufigkeit und Höhe der Einzahlungen sowie Auszahlungszeitpunkt. Gerade für Studenten ist diese Art der Altersvorsorge attraktiv, denn durch lange Anlagezeiträume in sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) können am Kapitalmarkt verhältnismäßig hohe Renditen erzielt werden. Dies kann natürlich je nach Risikoaffinität variiert werden.