Kommentare zum Beitrag "No Angels: Für wen kämpfen BILD und Behörden?"

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Das größte deutsche Boulevard-Blatt 'Bild' hatte vor einigen Tagen über die Eröffnung eines Strafverfahrens gegen eine Sängerin der Band No Angels und deren vorläufige Festnahme wegen gefährlicher Körperverletzung berichtet.


Michael

22.04.2009 | 00:43 Uhr
Ich würde mir wünschen, hier würde mit etwas mehr Sorgfalt gearbeitet. (Mal abgesehen von einem Fehlenden Foto-Credit???). Ich habe einfach ein paar Fragen: 1. Wieso sollte sich eine Staatsanwaltschaft an eine einstweilige Verfügung halten, die an ein Medium gerichtet ist und der Staatsanwaltschaft vermutlich nicht mal in Kopie zugeht?

2. Welche Informationen hat der Herr Prof. Dr. Rota über die Neigungen des Herrn Tauss? Soweit ich informiert bin, gibt es - abgesehen von der öffentlichen Information einer Hausdurchsuchung- keinerlei Geständnisse oder FINALE Ermittlungsergebnisse, die eine solche Schlussfolgerung zulassen. (Damit unterwandern auch Sie, Herr Prof. Dr. Rota, die Unschuldsvermutung!)





Student

21.04.2009 | 19:28 Uhr
Den vollen Namen hier zu nennen, halte ich für sehr schwierig: Die HdM-Seite hat einen sehr hohen Google-Page-Rank. Wenn ich hier mit meinem vollen Namen kommentiere, werde ich morgen diesen Kommentar ganz oben bei einer Google-Suche nach meinem Namen finden. Meine Kommentare auf der HdM-Seite würden somit relevanter sein, als alles was ich bisher im Web veröffentlicht habe.


Mirjam Müller

21.04.2009 | 19:07 Uhr
Wir freuen uns über Ihre zahlreichen Kommentare zu den Artikeln der HdM-Seite, die unsere Internetseite bereichern. Die von uns, das heißt der Hochschulkommunikation und Herrn Professor Dr. Rota, der nicht nur Prorektor, sondern auch Leiter der Abteilung Hochschulkommunikation ist, eingestellten Artikel werden sicherlich nicht auf jedermanns Zustimmung stoßen. Dessen sind wir uns auch bewusst. Wir versuchen ein breites Feld an unterschiedlichen Themen abzubilden. Themen, die die HdM direkt betreffen, Themen, an denen die Hochschule nur am Rand beteiligt ist oder solche, die im weiteren Feld der „Medien“ anzutreffen sind.

Die Auswahl der Themen geschieht durch die Redaktion der HdM-Seite, das heißt durch die Abteilung Hochschulkommunikation. Ich möchte an dieser Stelle jedoch noch einmal betonen, dass wir immer für Vorschläge aus den Studiengängen dankbar sind!

Vielleicht muss hier auch einmal angemerkt werden, dass die technische und inhaltliche Betreuung der HdM-Website schon immer wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Abteilung war - auch schon vor dem Relaunch der Startseite. Und zumindest der technische Anteil der CMC-Seite stammt ebenso aus der Feder eines Mitarbeiters der Hochschulkommunikation.

Ich freue mich schon jetzt auf viele weitere Kommentare, ganz gleich ob kritisch oder nicht, zu unseren Beiträgen und finde es toll, dass zumindest der ein oder andere auch offen, das heißt unter Nennung seines Namens, zu seiner Meinung steht. Gerade an der Hochschule der Medien sollte eine offene und ehrliche Kommunikation zum selbstverständlichen Alltag gehören. Und dazu zählt natürlich auch diese Kommentarfunktion.


Christian H.

21.04.2009 | 17:07 Uhr
Hat Ihrer Meinung nach nicht auch die Presse die moralische Verpflichtung die erlangte Information zu bewerten und ggf. nicht zu veröffentlichen? Die Art und Weise der Veröffentlichung stehen meiner Meinung nach in klarem Widerspruch zur angesprochenen Pflicht zur "Aufklärung durch die Presse". Das Sexualleben eines B-Promis (so tragisch es auch für das Opfer sein mag) wird hier mit dem Watergate-Skandal verglichen oder mit den Verfehlungen der gewählten Volksvertreter? Natürlich muss in der Entscheidung berücksichtigt werden, welchen Nutzen die Meldung für die Öffentlichkeit hat. Ich denke nicht, dass es Ziel der Bildzeitung war, vor der Sängerin der No Angels zu warnen oder die Bevölkerung über die Gefahren von ungeschütztem Geschlechtsverkehr aufzuklären.
Im Übrigen sei die Frage erlaubt, inwiefern die Internetpräsenz einer staatlichen Hochschule der richtige Ort dafür ist, dass deren Prorektor seine Kritik am Öffentlichkeitsbestreben von Behörden in Form eines persönlichen Kommentars äußert. Hier könnte der Eindruck entstehen, es handele sich um einen wissenschaftlichen Beitrag.


Björn von Prollius

21.04.2009 | 14:12 Uhr
"Sind Rechtsentscheidungen immer mehr abhängig von moralischen Erwägungen" - Rechtsentscheidungen waren schon immer von moralischen Erwägungen abhängig. Schließlich versucht das Recht, die moralischen Vorstellungen des Staatsvolkes formalisiert und abstrahiert abzubilden. Die konkrete Auslegung der Gesetze anhand der aktuell vorherrschenden moralischen Entwicklung ist die Kernaufgabe des Richters. Dass diese Entscheidungen dem Zeitgeist angepasst werden ist auch absolut notwendig für die gesellschaftliche Fortentwicklung - schließlich wollen wir heute nicht mehr den moralischen Vorstellungen der 50er Jahre unterworfen werden, in denen die Grundrechte groß geworden sind.

Die Instrumentalisierung "der Medien" durch Behörden (die sie ja mehr als willig entgegen nehmen) zu beklagen und im gleichen Atemzug auf die Pressefreiheit pochen, wenn diese Instrumentalisierung durch die Rechtsprechung zu Gunsten der Intimsphäre Einzelner begrenzt wird, ist ein interessanter Kontrapunkt.

"Im Zweifel für die Freiheit" kann im Übrigen (rechtlich und moralisch) immer dann nicht gelten, wenn es um den Eingriff in die Intimsphäre von Individuen geht. Beide - das Individuum und die Intimsphäre - werden vom Schutz der Menschenwürde in Art. 1 GG umfasst, dessen Bedeutung nicht zuletzt auch durch die Ewigkeitsgarantie im Grundgesetz hervorgehoben und der Pressefreiheit deutlich übergeordnet ist. Der Tatsache, dass die Bedeutung des Individuums in der Mediengesellschaft rückläufig ist, sollte auch uns an der Hochschule der Medien mehr beschäftigen.


Student

21.04.2009 | 04:28 Uhr
Warum schreibt hier der Prorektor? Um solche Themen muss sich weder Prorektor noch Hochschulmarketing kümmern. Wurde nicht für viel Geld das Convergent Media Center eingerichtet? Will die Hochschule nun zu jedem gesellschaftlichen Thema in der Presse Stellung nehmen? Der größte Teil der Studenten studiert jedoch nicht Journalismus, sondern setzt sich technisch, gestalterisch und wirtschaftlich mit den Medien auseinander. Hier sollte kein verzerrtes Bild der Hochschule entstehen. Ich gebe meinem Vorkommentator recht, die HdM-News sollten von solchen "News" getrennt werden. Ich bin zudem sehr gespannt wie lange diese Kommentarfunktion noch existiert, nachdem ich schon der zweite Kritiker bin. Wilkommen im Web 2.0!


Prof. Dr. Rota

20.04.2009 | 22:19 Uhr
Herr Seeger, ganz einfach, weil die HdM sich mit Medien beschäftigt und das Thema aktuell ist....oder hätten Sie's lieber in 'amüsiert' platziert? Aber so lustig fand ich die Vorgänge dann auch nicht...


Marc Seeger

20.04.2009 | 21:42 Uhr
Und warum genau erscheint das in der HdM News Sektion?


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