Kommentare zum Beitrag "Die HdM gratuliert ihren Absolventen "

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385 Medienspezialisten hat die Hochschule der Medien am 27. Juli unter dem Motto „Mediaglyphen“ feierlich verabschiedet. Fast genauso viele Frauen (194) und Männer (191) haben im Sommersemester ihr Studium erfolgreich beendet.


Orlando Schäfer

03.08.2012 | 13:18 Uhr
Mich würde mal interessieren, wieviele von diesen 194 Frauen und 191 Männern tatsächlich schon "erfolgreich" ihren Abschluss haben.

Bereits auf der HdM Facebook Page habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich es sehr schade finde, wer zu diesen Events eingeladen wird - nämlich auch Studenten wie ich, die rein theoretisch noch gar nicht durch ihr Studium durch sind. Was ist, wenn man doch nochmal durchfällt und ein Semester dranhängen muss? Wie kann man diese Feier denn da wirklich genießen?

Meine Gesamtausführung ist hier nachzulesen:
https://www.facebook.com/media/set/?set=a.10151152868616060.499718.308093096059&type=1

Wer nicht auf Facebook vertreten ist:

"Ich habe letzte Woche Donnerstag meine Thesis abgegeben. Bei der Abgabe wurde ich von der freundlichen Fakultätssekräterin gefragt, ob ich denn bei der Absolventenfeier dabei wäre. Ich fiel aus allen Wolken, da ich noch gar nicht alle Noten besitze. Wie kann man dann eine Absolventenfeier haben? Noch dazu genießen? Meine Meinung: Gar nicht.

Zusätzlich erntete ich noch den Kommentar "Wieso lest ihr Studenten nie eure Mails? Da stand doch drin, wer alles eingeladen ist...". Nun, ich habe gelesen, ich habe die Einladung realisiert, habe jedoch nicht gedacht, dass ich als Absolvent bis zum 31.8. zähle. Mein Kolloquium findet im September statt, meine Thesis-Note steht nicht fest und noch dazu warte ich noch auf eine weitere Zensur einer Prüfung, die bereits mein Zweitversuch ist. Die Prüfungen ABGELEGT habe ich. Die Noten habe ich nicht.

Wie soll man sich denn da als Absolvent fühlen? Klar, ich bin mir (sehr) sicher, dass ich bestehen werde. Aber was ist, wenn jemand in meinem Fall doch durchfällt und noch ein Semester dranhängen muss...? Ich hatte dadurch wirklich sehr wenig Lust, am kommenden Tag zu diesem "feierlichen Anlass" zu gehen.

Laut Wikipedia (In der Thesis als Zitat ja möglichst zu vermeiden, für meine Ausführung hier sollte es genügen) ist ein Absolvent ein "Besucher einer Bildungseinrichtung kurz VOR oder NACH der abschließenden Prüfung". Nun, das habt ihr ja sehr wörtlich genommen. Ich bin mir aber sicher, dass im Allgemeinen der Absolvent als Abgänger verstanden wird, der definitiv nicht mehr weiter studieren muss. So auch in der Wikipedia im folgenden Text: "Der Begriff Absolvent wird umgangssprachlich insbesondere für Hochschulabsolventen benutzt, so wird z. B. in Stellenausschreibungen durch Verwendung des Wortes Absolvent darauf aufmerksam gemacht, dass ausdrücklich Bewerber mit HochschulABSCHLUSS [...] gesucht werden."

Umso absurder die Worte der Fakultätssekräterin: "Ist doch egal, da sind viele noch nicht fertig, es bekommen eh nur 3 von 40 ein Zeugnis". Meine Frage dann: Wieso nennen wir es dann "Absolventenfeier"?

Ich kenne z.B. das Vorgehen an der HTW in Berlin. Dort werden Studenten zu dieser Feier eingeladen NACHDEM sie ihr Zeugnis erhalten haben, eben immer jeweils zum nächsten Termin. Bei der Feier selbst, werden die Besten nochmals ausgezeichnet. Das schöne daran ist, dass die Chance dann ja auch größer ist, alle Studenten beisammen zu haben (auch auf einem Bild). Dass manche immer mal wieder verhindert sind, kann man nicht vermeiden. Für die Absolventen unter sich auch schön: Es ist ein erstes Wiedersehen und man kann sich von der ersten Steps nach dem Abschluss erzählen.

Der Hochschul-Abschluss. Ja, ich glaube den werde ich haben. Aber am Freitag hatte ich ihn noch nicht. Insofern fand ich meinen Ausflug zum Barfußpark in Hallwangen doch deutlich spannender."


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