Kommentare zum Beitrag "Anbruch neuer Zeiten"

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Zum Fünfzigjährigen Jubiläum des Geheimagenten mit der Lizenz zum Töten bringt Regisseur Sam Mendes einen „Bond“ auf die Leinwand, der weit mehr verspricht als schlagfertige Szenen, Schießereien und heiße Gespielinnen.


Anonym

08.11.2012 | 16:10 Uhr
Der Artikel ist leider eine absolute Spoiler-Bombe. Er sollte nur von Leuten gelesen werden, die den Film gesehen haben oder ihn nicht anschauen wollen.

Was mich auch stört ist folgender Satz:

"Nur mit Hilfe des neuen Q [...], einem Nerd, gelingt es, Silva zu stellen."

Bis zu diesem Satz fand ich die Story des Films sehr gut beschrieben. Aber das ist einfach falsch. Dieser "Nerd" sorgt letztlich dafür, das Silvas Plan (beinahe) aufgeht, weil er das beschlagnahmte Notebook/Computer im neuen MI6-HQ ans Netz anschließt und eine Katastophe auslöst. Die Brotkrümmel, die er am Ende lest, sind seine einzig wirkliche Leistung in dem Film, alle anderen Spielereien in diesem Film, für die Q bekannt ist, waren in den vergangenen Filmen weit aus spektakulärer als in diesem Teil (darauf hätte man auch eingehen können in diesem Artikel, schließlich ist die Handlung in diesem Bond im Vordergrund). Die "Brotkrümmel sind auch nur deshalb notwendig, weil Silver ansonsten verdacht schöpfen könnte, usw.

Ansonsten geht dieser Artikel gut auf Skyfall ein, für meinen Geschmack hätte er diesen noch tiefgehender analysieren können/sollen. Ich kann mich z.B. nicht errinnern, jemals erfahren zu haben, das Bond aus Schottland stammt, dass seine Eltern gestorben sind, als er jung war, das dies ein Grund war, ihn zum 007 zu rekrutieren (M äußert sich hierzu mit einem Satz in dem Film), usw. Der Film bricht bisherige Barikaden, die in den letzten Filmen vor Daniel Craig niemals auch nur ansatzweise angesprochen wurden. (Ausnahme hier: Der einzige Versuch, Bond als normalen Menschen wirken zu lassen, durfte Pierce Brosnan in seinem letzten Bond-Auftritt versuchen, als Bond etwa 8 Monate vom Feind in Gefangenschaft verhört und anschließend befreit wird. Dabei muss er unter Beweis stellen, dass er nichts von seinen Fähigkeiten verlernt hat, ähnlich wie im neuen Bond).

Die neuen Bond-Filme mit Daniel Craig sprechen genau diese Thematik an, dass Bond eben auch ein Mensch mit Gefühlen, Beziehungen und Schwächen ist. Der Film streift alle diese Punkte an.

Ich habe mir letztendlich die Frage, ob dieser Bond wirklich einen Neuanfang stellt, oder ob er nicht in Wirklichkeit mit den beiden vorherigen Teilen der Prolog zu den bisherigen 20 anderen Filmen darstellt. Daniel Craigs Alter (was sind das bitte für Wangen-Knochen, die hatte er im ersten Teil nicht) unterstützt zwar die These dieses Artikels, dass Bond alt geworden ist, jedoch empfand ich die letzte Szene als den Urspung für alle anderen Filme. Dass die Erfahrungen in den drei Craig-Bonds diejenigen sind, die ihm zu dem uns eigentlich bekannten Bond gemacht haben. Darüber lässt sich natürlich streiten...


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