Kommentare zum Beitrag "Mobbing via Internet - der Fall Lanz"

Zum Beitrag Zur Forumsübersicht

Sie war der Aufreger der vergangenen Woche: Die Online-Petition gegen Markus Lanz. Seit sie am 17. Januar 2014 online ging, entfachte eine erneute Debatte um den Rundfunkbeitrag, die Annäherung von öffentlich-rechtlichem und privatem Fernsehen, den Sinn und Unsinn von Petitionen und eben um Markus Lanz...


Wolfgang Kuhnle

30.01.2014 | 13:36 Uhr
Ich kann dem Kommentar von Stephanie Frank nur beipflichten.

Ergänzend ist meine Position: Sich nun als Petitionsunterzeichner/in darüber zu echauffieren, dass an der Petition und deren Unterstützer (berechtigte!) Kritik aufflammt, grenzt für mich an Heulsusentum erster Güte.

Wie bereits im Kommentar richtig erkannt: Eine Petition zusammengeklickt ist schnell. Sich fortlaufend über die Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufzuregen bedarf ebenfalls keiner Tagesplanung. Besonders gut lässt es sich in Puschen, abgelegt auf dem Couchtisch während des RTL-Vorabendprogramms, nörgeln.

Sich jedoch umfassend über Auftrag, Inhalte, Programm und Zukunft des ÖR zu informieren und dabei auf einem Niveau abseits des Stammtisches zu diskutieren braucht mehr! Die Zauberformel heißt: Engagement & Verantwortung. Sind WIR, die Medienstudis dieser Republik, nicht die Medienschaffenden von morgen? Ein Armutszeugnis, wenn "dafür zahl ich nicht"-Plattitüden den Ton angeben.


Stephanie Frank

29.01.2014 | 12:28 Uhr
Der Artikel war und ist als Kommentar gedacht und auch als solcher gekennzeichnet. Er plädiert weder gegen noch für Lanz. Wohl aber richtet er sich gegen den derzeitigen Empörungskult via Internet.
Eine Petition ist nur einen Mausklick entfernt und binnen weniger Minuten erstellt. Anschließend steht sie zwischen einer Woche und bis zu sechs Monaten im Internet. Es ist so leicht wie nie, sich gegen etwas auszusprechen, ohne selbst viel Engagement zeigen zu müssen – eine virtuelle Unterschrift genügt. Mit tatsächlicher Meinungsäußerung oder Kritik an bestehenden Zuständen hat das nicht viel zu tun.
Vielmehr denunziert die Lanz-Petition einen Menschen. Der Duden definiert „mobben“ als ständiges schikanieren, quälen oder verletzen, auch mit der Absicht, jemanden zu vertreiben. Darauf haben die Gründer von openpetition.de jetzt reagiert, indem sie ihre Nutzungsbedingungen ändern. „Petitionen gegen Personen sind auf openPetition künftig nicht mehr zulässig“, erklärte das Unternehmen am Montag, 27. Januar 2014. Dass die Petition gegen Lanz nicht gelöscht wird, liegt ausschließlich daran, dass sie „in erster Linie eine Forderung an [das] ZDF nach journalistischen Qualitätsstandards“ ist. Allerdings ist genau diese Aussage mit Vorsicht zu behandeln, wird doch in der Lanz-Petition von einem „notorisch peinlichen Moderator“ gesprochen, der „nicht fähig ist, ohne Eigenleistung zu moderieren“. Die damit transportierte Meinung richtet sich klar gegen eine Person und nicht allgemein gegen das ZDF als Institution und deren journalistische Qualitätsstandards. Wäre dies der Fall, würde sich nicht nur die Argumentation sondern auch die öffentliche Debatte anders gestalten.
Vergessen wird bei der Diskussion auch, dass der Konsument bzw. Kunde selbst bei privaten Rundfunkanbietern zahlen muss.
Weder der erste noch dieser Kommentar hatten je die Absicht, jemanden persönlich anzugreifen. Weder Markus Lanz noch die Verfasserin des ersten Kommentars oder weitere Leser.


Christine S.

28.01.2014 | 20:20 Uhr
Ich habe mir gründlich Ihre Kommentarfunktion durchgelesen
und die gelten offensichtlich nur für Ihre Kommentatoren.
Mich und viele andere als Unterzeichner als "Mobbing via Internet" zu bezeichnen, also als Mobber darzustellen ist unsachlich und demagogisch.
Ich habe nichts gegen eine kritische Äußerung zu meinen Meinungen oder Handlungen.
Ich wehre mich allerdings dagegen nur den "Ausknopf" zu drücken, wenn es mal nicht passt. Das mach ich schon oft genug. Bei der Talkshow von Herrn Lanz auch, denn die ständigen Alternativ-/Suggestivfragen, inklusive Unterbrechungen und Witzen die unter die Gürtellinie gehen, haben mich dazu veranlaßt.
Natürlich hätten wir gewarnt sein müssen denn am 1.10.2012 hat er sich ja gegenüber der Welt eindeutig geäußert.
Überschrift"Lieber eine Lüge-dafür lustig"
Ich zitiere die Welt: Lanz überläßt nichts dem Zufall. Daraus macht er keinen Hehl, auch nicht aus seiner Talkshow-Philosophie, über die er nun in Köln spricht.
Er hat seine Tricks den Amerikanerin abgeschaut, Kollegen von Jay Leno oder Larry King.
Er sagt, deren Gäste wüssten, worauf es in der Talkshow ankomme, nämlich auf eine gute Performance, eine knackige Story.
Ob die wahr sei oder nicht, sei ihm egal "lieber erstunken und erlogen, dafür aber lustig".

Weshalb wir Zangs-Gebühren zahlen steht doch in den Manifesten des Zdf. Davon konnte ich nichts erkennen bezüglich der o.g. Aussagen.
Es sei denn man machts wie die Regierung, wenn nichts mehr geht einfach mal das Grundgesetz ändern.
Und vor lauter wegschalten ist jetzt mein Knöpfchen kaputt. Leserbriefe helfen nicht, die Presse jagt jeden mal positiv, mal negativ durchs Dorf. Was schlagen Sie also vor, in Sachen Meinungsäußerungen, die auch gerne mal Konsequenzen erfahren dürfen?
Und der größte Anteil der Meinungen bei openpetition, war im Sinne Ihrer Kommentarfunktion beschrieben, während Sie uns allen Mobbing unterstellen.


Kommentar hinzufügen

Ihr Kommentar



Hinweise zur Kommentarfunktion

Die Redaktion der HdM-Website freut sich über Ihre konstruktiven Kommentare - ob kritisch, lobend oder neutral. Wir behalten uns vor, Beiträge vor der Veröffentlichung zu prüfen und gegebenenfalls zu editieren oder abzulehnen.

Die Prüfung kann in Ausnahmefällen einige Stunden in Anspruch nehmen.

Bitte beachten Sie bei der Erstellung Ihres Kommentars folgende Regeln:

  • Wir legen Wert auf einen sachlichen Stil der Kommentare und den Respekt vor anderen Meinungen.
  • Kommentare werden gelöscht, wenn sie andere etwa wegen ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Sprache, ihrer Abstammung, ihrer religiösen Zugehörigkeit oder ihrer Weltanschauung diskriminieren.
  • Demagogische, sexistische oder rassistische Äußerungen führen zur sofortigen Löschung des Kommentars.