Kommentare zum Beitrag "Publizieren leicht gemacht"

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Selfpublishing bietet jedem die Möglichkeit, eine Abschlussarbeit, einen Roman oder andere literarische Werke zu veröffentlichen und drucken zu lassen. Doch wie kann man vorgehen, wenn das eigene Manuskript bei einem Verlag keine Beachtung findet? Professor Ulrich Huse, Studiendekan im Bachelorstudiengang Mediapublishing der Hochschule der Medien (HdM), erklärt die Möglichkeiten.


Jeanette Hoffmann

05.05.2014 | 12:10 Uhr
Die Vorzüge digitaler Bücher aus Lesersicht und die Affinität der jungen Generation zu e-Books sind unbestritten. Jedoch wird Self-Publishing in der medialen Berichterstattung nicht selten und fälschlicherweise auf die Veröffentlichung von e-Books reduziert. Dabei macht der e-book-Markt auch bei Self-Publishing gerade einmal 3 Prozent des Umsatzes aus. Das heißt im Umkehrschluss: Autoren, die ihr Buch lediglich als e-Book anbieten, verzichten auf 97 Prozent der Absatzchancen und Provisionen.

Gleichermaßen sind Verlage und Self-Publishing-Dienstleister aus wirtschaftlicher Sicht falsch beraten, wenn sie sich bei ihren Self-Publishing-Angeboten allein auf e-Books fokussieren; bei insgesamt steigendem Gesamtumsatz mit e-Books sinkt in den kommenden Jahren der Umsatz PRO Titel deutlich, da e-Books niedrige Preise haben und die Anzahl lieferbarer e-Books steigt. Print-Umsätze werden im besten Fall also nur substituiert.


Hilke-Gesa Bußmann

03.05.2014 | 20:37 Uhr
Ich begrüße es sehr, dass die Wissenschaft sich mit dem Thema auseinandersetzt, insbesondere Studiengänge, die nicht die Augen davor verschließen müssen. Gleichzeitig habe ich allerdings auch meine Bedenken.

Das erwähnte Programm von Oetinger ist im klassischen Sinne überhaupt nicht als Self-Publishing zu verstehen. Self-Publishing beschreibt im heutigen Sinne die verlagsunabhängige Publikation eines Textproduzenten in Zusammenarbeit mit Dienstleistern verschiedener Richtungen. Oetinger34 publiziert am Ende, so nach Aussage der Plattform, lediglich unter Verlagsvertrag. Alle weiteren Projekte, die nicht zustande kommen, werden nicht publiziert und können auch nicht über die Plattform verbreitet werden.

Die Verlagsgeschichte von Amazon und KDP sind ebenfalls zwei verschiedene Sachen, die zwar aufeinander bezogen, aber dennoch unterschieden von einander betrachtet werden müssen. Kindle Direct Publishing bietet im deutschsprachigen Raum für Self-Publisher im digitalen Bereich momentan den größten Absatzmarkt. Nicht umsonst entscheiden sich viele Autoren, auf eine Distribution mit anderen Dienstleistern zu verzichten und stattdessen das Select-Programm auszuwählen.

Viele Grüße aus Frankfurt,

Hilke-Gesa Bußmann


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