Kommentare zum Beitrag "Der "surrealen" Welt ausweichen"

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Ein Leben ohne Smartphone ist für viele junge Menschen undenkbar. Immer erreichbar sein, immer am Ball bleiben. Anna-Licia Brancato lebt seit fünf Jahren ohne Smartphone. Sie prangert vor allem die Abhängigkeit vom Smartphone und falsche Realitätsdarstellung dessen an.


Michael

05.08.2015 | 13:16 Uhr
Ich habe bis vor drei Jahren auch ohne Smartphone überlebt, allerdings wird immer mehr einfach erwartet, dass man ein Smartphone besitzt. Während meines Auslandssemesters waren für manche Prüfungen zum Beispiel Smartphones als Wörterbuch erlaubt, normale Wörterbücher aus irgendeinem Grund jedoch nicht. Hätte ich das Auslandssemester nicht gemacht, hätte ich mir wohl auch kein Smartphone gekauft.

Mit am schlimmsten ist diese "unterwürfige Haltung" die die meisten Menschen beim Benutzen von Smartphones einnehmen. Wenn ihr schon den ganzen Tag darauf rumtippen müsst, dann haltet wenigstens die Hand ein bisschen höher Leute, denkt an euren Rücken.


Udo

23.07.2015 | 23:39 Uhr
Ist bei mir ähnlich. Ich besitze weder Smartphone noch Tablet. Und ca. 90 - 95 % meines Lebens finden gänzlich ohne Handy statt. Ich besitze zwar seit sicher 15 Jahren eines, aber bis vor 7 oder 8 Jahren habe ich dessen Existenz sogar im Freundeskreis verheimlicht.

Klar gibt es viele Situationen in denen das Handy hilfreich ist. Wenn ich vorher weiß, dass ich es unterwegs brauchen würde, dann muss ich bewusst dran denken, es auch mitzunehmen (und selbst da habe ich es dann schon öfter doch noch vergessen). Ich empfinde es schon immer als Luxus eben nicht in der Erwartungshaltung zu sein immer und überall möglichst zeitnah erreichbar zu sein. Wenn ich nicht daheim bin, dann bin ich eben nicht daheim ...


Pascal

23.07.2015 | 15:02 Uhr
Ich hatte nie ein Smartphone und habe auch nicht das Bedürfnis eines zu kaufen. Mir genügt ein Tastenhandy ohne Tochscreen, da ich es ohnehin nur zum Telefonieren und SMS schreiben nutze. Ein Tablet besitze ich zwar ebenfalls, jedoch wird es kaum verwendet.

Für mich ist die ständige Erreichbarkeit oder der „ImmerOnlineStatus“ eine Fessel. Unterwegs in sozialen Netzwerken immer auf dem Laufenden zu sein, ist überhaupt nicht notwendig und lenkt eher von den wirklich wichtigen Dingen ab.
Wichtige Dinge sind z. B. das Wetter zu genießen, sich mit anderen Menschen (von Angesicht zu Angesicht) auszutauschen oder einfach mal sich zurücklehnen und die Seele baumeln zu lassen.
Währenddessen kommen einem auch neue Eindrücke und Ideen in den Sinn.

Wenn ich unterwegs bin, bin ich unterwegs. Dann findet mein Leben in meiner Umgebung statt, nicht auf einem Display.


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