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Studiengang Medieninformatik

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Vielfalt der Games: Wo Fantasie auf Zerstörung trifft. Das war die Medianight 19/20

Zahlreiche Games konnten im UG getestet werden. (Fotos: Kai Gundacker, Florian Müller)
Zahlreiche Games konnten im UG getestet werden. (Fotos: Kai Gundacker, Florian Müller)

Die vergangene Medianight war ein großer Erfolg. Wie bereits in den letzten Jahren nutzten zahlreiche Besucher die Chance, einen Blick auf das Schaffen der HdM-Studierenden zu werfen. Im letzten Teil der MediaNight-Serie werden die verschiedenen Games vorgestellt, die im letzten Semester entstanden sind.

Wer an der MediaNight das Untergeschoss der HdM betritt, landet im Reich der Games-Projekte und wird in fantasievolle Welten entführt. Eine davon ist eine einsame Insel, auf der die Handlung des Spiels „Luna and the Lost Gift“ angesiedelt ist. Der Spieler übernimmt darin die Rolle der Protagonistin Luna, eines Mädchens mit magischen Kräften, das gemeinsam mit ihrem Stamm auf jener Insel strandet. Als Luna müssen die Spieler tagsüber Ressourcen sammeln, um eine Stadt aufzubauen und diese nachts gegen Angreifer verteidigen.
Viele Besucher zeigen sich beeindruckt von der aufwändigen Machart des Spiels. Dafür war die Mitarbeit von insgesamt 17 Studierenden notwendig, erzählt Till Drägerhof, der als Programmierer an dem studiengangsübergreifenden Projekt beteiligt war.

 

Endzeit-Spiel als Forschungslabor

 

Ebenfalls übernatürlich, aber deutlich düsterer geht es bei „4ever inc.“ zu. In einer Endzeitwelt existiert noch exakt eine Firma, die ihre Mitarbeiter aus Profitgier weiterhin zur täglichen Arbeit zwingt. Himmel und Hölle sind davon gar nicht begeistert und entsenden jeweils einen Agenten, um das kapitalistische Treiben zu beenden. Das Ziel der Spieler: wahlweise als Engel oder Teufel möglichst viele Menschen umzubringen und somit für ihre Seite zu gewinnen. Dabei kann und soll sogar möglichst viel zerstört werden. Beispielsweise haben die Entwickler alle brennbaren Gegenstände intern als solche getaggt. Dadurch können sie vom Spieler in Brand gesetzt werden, auch wenn es nichts zum eigentlichen Spielverlauf beiträgt. „Wir wollen, dass man Spaß hat, dass man frei experimentieren kann und natürlich möglichst viel Zerstörung“, erläutert Student Simon Robl die Idee. Dahinter verbirgt sich ein systemischer Gameaufbau, in dem weniger individuelle Interaktionen mit bestimmten Objekten festgelegt, sondern vor allem allgemeine Regeln formuliert werden. Neben diesem speziellen Aufbau bietet „4ever inc.“ noch eine ganze Reihe an weiteren innovativen Ansätzen. Minh Tu Nguyen erklärt, dass die Gruppe das Spiel als Research Projekt genutzt hat, um zu erforschen, welche neuen Technologien sie sinnvoll nutzen können. Heraus kam ein Spiel, das eine datenorientierte Programmierstruktur hat, mit neuen Webtechnologien arbeitet und auflösungsunabhängig ist. Das bedeutet, dass die Charaktere und die Welt mit Vektoren graphisch umgesetzt wurden und somit auf allen Endgeräten passend skaliert und auch bei hohen Auflösungen nicht verpixeln. Um sich dieser Darstellungsform anzupassen, überlegte sich Miriam Frommer für die Gestaltung der Charaktere einen Stil, der auch mit groben Flächen die Eigenschaften der Personen veranschaulicht und sich gut wiederverwenden lässt.

 

Kneipenschlägerei im Wilden Westen

 

Aus der düsteren Endzeit zurück ins Jahr 1898. In dem Taktikspiel „Bar Brawler“ schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Gesetzlosen, der einen Saloon im Wilden Westen aufsucht. In Wellen folgen nun die Angriffe durch feindlich gesinnte Gäste, gegen die sich der Spieler geschickt verteidigen muss.
Das Spiel nimmt sich selbst nicht ganz ernst, wodurch es für die MediaNight-Besucher vor allem unterhaltsam ist. „Die Rückmeldungen sind durchweg positiv, auch wenn es noch einige Bugs gibt“, so Duane Englert, der im vierten Semester Medieninformatik studiert. 

 

- Leah Striegel 

 

 



Kontakt:
Mona Weingart
Telefon: 071189232664
E-Mail: weingart@hdm-stuttgart.de

Weiterführende Links:
MediaNight WS19/20

20. Februar 2020

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