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Game Development

Was ist die besondere Herausforderung von Game Development?

Games sind Echtzeit-Anwendungen, bei denen man als Entwickler die unterliegende Hardware ideal auszunutzen muss, um die bestmögliche Performance zu erreichen. Dafür werden hardwarenahe, parallele Programmiertechniken, sowie hoch-optimierte Algorithmen und Datenstrukturen eingesetzt, was die Game-Programmierung zu einer besonderen Herausforderung macht. Außerdem sind Games komplexe Multimedia-Applikationen, bei deren Entwicklung Techniker, Künstler und Designer gleichermaßen beteiligt sind. Die Zusammenarbeit in solch heterogenen Teams ist überaus spannend und erfordert neben fundiertem Fachwissen auch eine hohe Kommunikationskompetenz bei allen Beteiligten. Zuletzt sollen Games natürlich Spaß machen, was sie grundlegend von regulärer Anwendersoftware unterscheidet. Viel Feingefühl, Geduld und Testaufwand sind nötig, um alle Systeme und Mechaniken eines Spiels so aufeinander abzustimmen, dass eine optimale Balance zwischen Spielspaß und Schwierigkeitsgrad gewährleistet ist.

Was für praktische Projekte bieten Sie im Rahmen des Studienfachs Game Development an?

In jedem Semester findet das so genannte Game-Praktikum statt. Dabei handelt es sich um ein studiengangs- und semesterübergreifendes Großprojekt, bei dem zwischen 20 und 40 Studenten gemeinsam ein Spiel entwickeln. Das Projektteam wird dabei so aufgestellt und organisiert, wie es auch in einem echten Development Studio der Fall wäre. Es gibt verschiedene Abteilungen, wie z.B. Engineering, Grafik, Game Design und Sound, und jeder einzelne Student arbeitet an individuellen Aufgaben. Erfahrene Studenten können zudem Führungspositionen einnehmen und in dieser Rolle anderen helfen und wichtige Projektentscheidungen treffen. Aktuell wird an dem Spiel Gravity Cub3d gearbeitet, welches sich am besten als Virtual Reality Puzzle Platformer beschreiben lässt. In jedem Semester finden zusätzlich noch zahlreiche kleinere Game-Projekte statt, bei denen die Studenten ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Hier sind Teamgrößen von 2 bis 5 Personen üblich und es entstehen Spiele unterschiedlichster Genres für verschiedene Plattformen. Die Ideen und Konzepte für diese Projekte stammen fast ausschließlich von den Studenten selbst. Wir im Studiengang Medieninformatik sind stolz darauf, unseren Studierenden ein so hohes Maß an Wahlfreiheit bei ihren Projekten bieten zu können und stehen bei der praktischen Umsetzung immer gerne mit Rat und Tat zur Seite. Zuletzt sei noch erwähnt, dass für alle Game-Projekte eine hervorragende und moderne Laborausstattung zur Verfügung steht. Es sind beispielsweise mehrere Oculus Rift VR Headsets vorhanden und seit Kurzen verfügen wir sogar über einige PlayStation Development Kits.

Was für eine Rolle spielt Game Development in der Branche?

Die Games-Industrie ist zu einem sehr ernstzunehmenden Wirtschaftszweig herangewachsen und mach mittlerweile Milliardenumsätze. Das liegt vor allem am Siegeszug der digitalen Distribution und an dem Massenerfolg von Smartphones und Tablet-PCs. Der einst stigmatisierte Begriff "Gamer" verliert immer mehr an Bedeutung, da heutzutage Menschen aller Alters- und Sozialschichten Spiele konsumieren. Wir sind alle "Gamer"! Computerspiele sind längst zum Mainstream geworden und zählen genauso zu unserer Kultur wie Bücher, Musik oder Filme. Auch Seitens der Politik wurde dies erkannt und es entstehen immer neue Förderprogramme für Game-Development und -Forschung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei oft bei den so genannten "Serious-Games", die neben ihrem Unterhaltungswert zusätzlich einen konkreten Anwendungsfall abdecken. So werden Spiele beispielsweise in der Lehre, zur gezielten Mitarbeiterschulung oder zu therapeutischen Zwecken eingesetzt.

Prof. Dr. Stefan Radicke

Auf einen Blick

  • Game Development, Computergrafik
  • Künstliche Intelligenz
  • Softwareentwicklung
  • Web Development
  • Networks, IT-Security
  • 7 Semester
  • Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Praxissemester
  • Bewerbungsschluss: 15.1. bzw. 15.7.

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