Neue Spielapp "NatureWorld"

Mit dem Smartphone und der App "NatureWorld" geht es auf Entdeckungstour rund um das Schloss Rosenstein (Bilder: SMNS Michael Möller, Linda Pfister)
Mit dem Smartphone und der App "NatureWorld" geht es auf Entdeckungstour rund um das Schloss Rosenstein (Bilder: SMNS Michael Möller, Linda Pfister)

Das Museum Schloss Rosenstein und der Rosensteinpark werden zur Game-Zone! Möglich macht das die neue Spieleapp "NatureWorld" des Naturkundemuseums Stuttgart, die von Biologen und Kommunikationsexperten des Museums und Gamedesignern der Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) entwickelt wurde. Mit "NatureWorld" schafft das Naturkundemuseum neue, digitale Zugänge für Kinder zu seinen Ausstellungen und zu den Tieren des Rosensteinparks.

Die Spieleapp wurde im Rahmen des Programms "Digitale Wege II" des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert und steht zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Eingebettet in eine Story rund um die beiden neugierigen Kinder Max und Ronya, die Entdeckerin Mina, Rudy die Forscherratte und den Schlossherrn King Willy gehen die Spieler mit Smartphones auf spannende Entdeckungsreisen im Museum und im Park. Das verwunschene Schloss Rosenstein ist dabei das Tor zu einer unbekannten Welt, der geheimnisvollen Insel "NatureWorld". Das große Ziel ist die Vervollständigung des Forschertagebuchs von King Willy. Nach einem Besuch im Museum kann mit den dort "freigespielten" Tieren auch zuhause weitergespielt werden. Die Expedition durch den Park ist auch unabhängig vom Museumsbesuch möglich. Ins Spiel einsteigen kann man überall: Am Schloss Rosenstein, am Museum am Löwentor oder an den U-Bahn-Haltestellen Mineralbäder/Naturkundemuseum, Rosensteinpark oder Wilhelma.

 

Innovative kultureller Bildung erkunden


"Es ist unser kulturpolitisches Ziel, die Museen digital zu öffnen und innovative Wege kultureller Bildung zu erkunden. 'Nature World' verbindet diese beiden Aspekte auf hervorragende Weise. Mit diesem Game öffnet das Naturkundemuseum neue digitale Erlebnisräume, in denen Museumsinhalte jungen Besucherinnen und Besuchern auf spannende und zeitgemäße Weise zugänglich gemacht werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass Serious Games bei der Kulturvermittlung und kulturellen Bildung in Zukunft eine immer größere Rolle spielen werden", sagte Staatssekretärin Petra Olschowski.

 

"Ich freue mich sehr, dass wir unseren Besuchern mit der Spieleapp 'NatureWorld' ein neues und innovatives Bildungsangebot machen können. Auf diese Art von digitalen Projekten werden wir in Zukunft noch stärker setzen. Es ist für uns sehr wichtig, auch im Bereich der digitalen Vermittlungsarbeit am Ball zu bleiben und wie in diesem Fall Ausstellungsinhalte mit Spielspaß zu verbinden. In neuen Kooperationen, wie die mit den Gamedesignern der Hochschule der Medien, sehe ich hierbei auch zukünftig große Chancen", so Prof. Dr. Lars Krogmann, der Interimsdirektor des Naturkundemuseums.

 

Auf Expedition im Schloss Rosenstein und im Park 


Um die auf der Insel "NatureWorld" vorkommenden Tiere kennenzulernen, braucht man unbedingt mehr Informationen - und die gibt es, wenn man im Museum Schloss Rosenstein auf Expedition geht. Auf ihrer Reise treffen die Kinder auf kleine Rätsel, die sie jeweils auf die Spur eines ganz besonderen Tiers bringen. Schnell ist eine kleine Tiersammlung angelegt. Mit allen Tieren kann man in Minigames spielen. Hier müssen die Tiere zum Beispiel mit der richtigen Nahrung versorgt oder im Ozean vor Gefahren gerettet werden. Klappt das, werden aus Tierbabys allmählich erwachsene Tiere. "'NatureWorld' kombiniert Spaß mit Wissen, Entdecken mit Spielen, Smartphone mit Museum und nicht zuletzt die Ausstellung im Schloss mit dem umgebenden Rosensteinpark. Wenn die App beim Spielen ebenso viel Spaß macht wie unserem interdisziplinären Team beim Entwickeln, sind wir absolut sicher: Unser Publikum wird sie lieben!", so Ulrich Schmid vom Naturkundemuseum Stuttgart.

 

Selbst entdecken, rätseln und spielen macht einfach Spaß! "Der entdeckende und spielerische Ansatz von 'NatureWorld' motiviert Kinder und Jugendliche, sich mit den Objekten und Inhalten des Museums intensiver auseinanderzusetzen. Es wurde besonders Wert darauf gelegt, verschiedene Player- und Lerntypen zu berücksichtigen und einen Wissenstransfer auf mehreren Ebenen anzulegen. Mit der Entwicklung der Spiele-App wurde im Sinne der Kooperationspartner ein forschungsbasierter Ansatz verfolgt, der die Entwicklungsschritte evaluiert und die Ergebnisse für zukünftige Projekte und Institutionen zugänglich, übertragbar und anwendbar macht. Alle Elemente wurden während der Entwicklung immer wieder von Schülern und anderen Besuchergruppen getestet und angepasst", so Prof. Dr. Sabiha Ghellal von der Hochschule der Medien Stuttgart, die das Gamedesign entwickelte.

 

Perfekt für einen Museumsbesuch in Corona-Zeiten 


Mit seiner liebevollen und detaillierten Gestaltung, kombiniert mit bewährten Spielpraktiken und unaufdringlich Informationen gespickt, macht die Spieleapp "NatureWorld" Museum und Biologie interessant. Auch in Corona-Zeiten, in denen Führungen und Veranstaltungen gar nicht oder nur eingeschränkt möglich sind, ist dieses digitale Vermittlungs-Angebot des Naturkundemuseums ein Gewinn für die Besucher.

 

"NatureWorld" für Schülerinnen und Schüler 


Auch Lehrende aller Schularten greifen gerne auf das vielfältige und auf die Bildungspläne zugeschnittene Angebot des Naturkundemuseums zurück. "NatureWorld" ist eine wunderbare Ergänzung zu dem klassischen Bildungsangebot des Naturkundemuseums Stuttgart für Schülerinnen und Schülern.

 

Die Spieleapp "NatureWorld" ist kostenfrei über Google Play oder im Apple App Store erhältlich. Weitere Informationen und Video-Statements zum Projekt sind hier zu finden: https://naturkundemuseum-bw.de/entdecken/natureworld

 

 

Zum Förderprogramm "Digitale Wege ins Museum
Digitalisierung und die stärkere Öffnung der Museen besonders für die junge Generation ist eines der Hauptanliegen des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg digital@bw die Förderlinie "Digitale Wege ins Museum" aufgelegt, ein deutschlandweit einzigartiges Programm, mit dem die Landesmuseen bei der Gestaltung ihrer digitalen Zukunft begleitet werden. Ziel ist es, die Landesmuseen dabei zu unterstützen, neue digitale Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten zu schaffen, Bildungsinhalte zeitgemäß zu vermitteln und umfassende digitale Strategien zu entwickeln.

 

Zum Naturkundemuseum Stuttgart
Das Naturkundemuseum Stuttgart ist mit seinen zwei Ausstellungsgebäuden, Museum am Löwentor und Schloss Rosenstein und den über 12 Millionen Objekten umfassenden Sammlungen, eines der großen deutschen Naturkundemuseen. Die Verbindung von naturkundlicher Forschung und breit gefächerter Wissensvermittlung durch vielfältige Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit ist das Kennzeichen des Museums.


Kontakt:
Sabiha Ghellal
Telefon: 0711 8923 2721
E-Mail: Ghellal@hdm-stuttgart.de

Weiterführende Links:
Naturkundemuseum,
Institut für Games

17. März 2021