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Studiengang Mobile Medien

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Wir müssen den Mädchen die Scheu vor der Technik nehmen

GirlsDay Veranstaltung "PC-Puzzle"
GirlsDay Veranstaltung "PC-Puzzle"

Rund 40 Schülerinnen besuchten im Rahmen des Girls’Days die Hochschule der Medien. Mit einem Roboter-Tanz zu Michael Jackson und dem "Zusammenpuzzeln" von einem Computer, zeigten die Vertreter der Studiengänge Mobile Medien und Medieninformatik den Mädchen, was alles in technischen Studiengängen möglich ist.

 

„Juhu er funktioniert“, jubeln Kim und Trang, nachdem ihr PC-Bildschirm aufleuchtet. Die beiden Schülerinnen haben gerade eigenhändig im Workshop „PC Puzzle“ mit ein bisschen Hilfe von Günter van der Kamp einen PC zusammengebastelt und zum Laufen gebracht. „Das ist schon cool, wenn das dann wirklich funktioniert“, sagt die 15-jährige Kim.  Sie besucht die neunte Klasse der Immanuel-Kant-Realschule in Leinfelden-Echterdingen. Zusammen mit ihrer Freundin Trang, die auf das gleichnamige Gymnasium geht, hat sie sich für den Girls’Day an der Hochschule der Medien angemeldet. 

 

39 Mädchen von den Jahrgangstufen acht bis 13 besuchten am Donnerstag, den 28. März 2019, verschiedene Workshops rund um das Thema IT, Technik und Naturwissenschaften. Den Girls’Day gibt es deutschlandweit seit 2011, Ziel des Zukunftstags für Mädchen ist es, den Schülerinnen Ausbildungsberufe und Studiengänge in Bereichen vorzustellen, in denen Frauen wenig vertreten sind. 

 

„In Medieninformatik haben wir eine Frauenquote von fünf bis zehn Prozent“, erklärt Herr Van der Kamp, „das ist schon sehr wenig“. Er möchte deshalb den jungen Schülerinnen mit seinem Projekt zeigen, dass auch sie mit Technik umgehen können. „Die Mädels sind immer ein wenig vorsichtig“, sagt er. Obwohl sie es meist „genauso gut können, wie die Jungs“. Er möchte mit seinem Workshop, in dem die Mädchen einen Computer zusammenbauen und anschließend damit im Netz surfen, den Schülerinnen die Scheu vor der Technik nehmen. „Die meisten trauen sich wenig zu und freuen sich über das Erfolgserlebnis“, sagt er. 

 

Einen anderen Weg, den Mädchen die technischen Studiengänge näher zu bringen, hat Mobile Medien Studiendekan Joachim Charzinski gewählt. Er hat sich Verstärkung von fünf Studentinnen geholt, die sich von den jungen Besucherinnen mit allen Fragen rund ums Studium löchern ließen. Die Medieninformatikstudentin Mary erklärte den Mädels, dass sie sich nach dem Abitur besonders für Kunst und Mathe interessiert hatte und ihre Interessen nun perfekt im Studium kombinieren könne. Doch auch die Schülerinnen, welchen Mathe nicht liegt, motivierten die Studentinnen. „Im Studium war ich froh, alle Matheprüfungen bestanden zu haben“, gibt Studentin Lea offen zu.  „Aber es hat dann irgendwie auch Spaß gemacht. Nachdem ich endlich verstanden habe, warum ich das überhaupt brauche“, erklärt sie den Schülerinnen. 

 

Johanna, die die neunte Klasse des Albert Schweizer Gymnasiums besucht, hat das Programmieren fasziniert. „Das ist echt interessant und ich könnte mir schon vorstellen, mal was in diese Richtung zu machen“, sagt die Schülerin. Auch Katja vom Ellental Gymnasium fand den Tag an der HdM hilfreich. Sie nutzte den Girls’Day vor Allem, um sich zu orientieren und mal zu schauen „was es überhaupt alles so gibt“. 

 

Besonders große Freude bereitete den Mädchen auch die Tanzeinlage von einem Roboter, der unter der Leitung von Johannes Theodoridis, einen Tanz zu Michael Jacksons Thriller auf das Parket legte. Die Schülerinnen lernten in seinem Vortrag, wo ihnen künstliche Intelligenz bereits im Alltag begegnet und wie sie in ihren Grundzügen funktioniert. Dass künstliche Intelligenz auch hinter ihren Snapchatfiltern liegt, das verwunderte viele der Mädchen. 

 

Beim Bau von der eigenen Website zeigte sich aber auch unter den Lehrenden Verwunderung. Benjamin Binder war sichtlich überrascht, wie viele Mädchen schon in der Schule programmiert haben. „Das ist ja cool“, sagte er immer wieder anerkennend, als die Mädchen stolz ihre Vorkenntnisse vortrugen. „Der Titel Neuland, dem wir unserem Workshop gegeben haben, passt da wohl nicht“, bemerkte Mona Weingart. Gelernt haben die Mädchen trotzdem viel. „Es war wirklich cool, so viele Einblicke zu bekommen“, sagt Katja. Sie könne sich durchaus vorstellen mal an der HdM zu studieren. „Welchen Studiengang genau, das kann ich aber noch nicht sagen“. 


Sina Götz


Kontakt:
Mona Weingart
E-Mail: weingart@hdm-stuttgart.de

29. März 2019

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