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Studiengang Mediapublishing

Herstellung

Hackl-Rößler; »Textstruktur und Textdesign«

Leseempfehlung von se039:

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Inhalt

Die Arbeit ist in drei Teile gegliedert. Die Autorin beginnt mit einer Darstellung der sprachwissenschaftlichen Forschungsgrundlage als Einführung in das Thema.
Der Schwerpunkt liegt auf dem sich daran anschließenden Bereich der Textstruktur. Es werden funktional-thematische (Hauptthema, Nebenthema, Unterthema) und syntaktisch-semantische (Sprecher- und Handlungsträger, Orts- und Zeitreferenz) Aspekte berücksichtigt.
Der letzte Teil beschäftigt sich mit dem Textdesign hinsichtlich Absatz, Vorspann, Bildunterschrift, Zwischentitel usw. Zu diesen Designelementen wurde zusätzlich zu den Analysen der Zeitungstexte eine (nicht-repräsentative) Umfrage gemacht, die zeigt, was dem Leser weiterhilft.
Die sprachliche Verständlichkeit der Nachricht und deren Präsentationsform bilden den Schwerpunkt der Monografie.

Alleinstellungsmerkmal

Es handelt sich um eine Monografie zu den Themen Textstruktur und Textdesign. Anhand von Nachrichtentexten aus zwei regionalen Zeitungen werden sprachliche Struktur und visuelle Darstellung diskutiert. Unter Berücksichtigung von textlinguistischen Gesichtspunkten soll die Auswirkung auf die Textverständlichkeit untersucht werden.

Zielgruppe

Als Zielgruppe werden Journalisten und Autoren genannt.

Sprache

– Der Schreibstil ist wissenschaftlich und klar, es wird auch das (text-)linguistische Vokabular verwendet, die Begriffe werden erklärt (z. B. der Begriff »Makrostruktureinheit«: »Makrostruktureinheiten sind […] Texteinheiten mit einem bestimmten Umfang, die zusammen mit anderen Einheiten desselben Textes das Gesamtgefüge Text ergeben.«, S. 29).
– Der Aufbau ist durch die drei Haupteile gut strukturiert. Nach einer Einführung in das jeweilige Thema folgt eine ausführliche Analyse verschiedener Nachrichtentexte. Dabei wird das theoretische Wissen angewendet.
– Die Sätze sind eher lang, z. B. S. 22: »Bei Zeitungstexten, deren Texteinheiten sich sowohl optisch als auch sprachlich zum Teil stark voneinander unterscheiden, ist eine genaue Unterscheidung zwischen den von Brinker angeführten Textbegrenzungssignalen zu Abgrenzung von Gesamttexten und Textgliederungssignalen, mit denen Texteinheiten voneinander abgegrenzt werden, nicht immer ganz einfach.«

Positive Kritikpunkte

Die Gliederung des Buches ist sehr übersichtlich und macht es einfach, sich darin zurecht zu finden. Trotz des wissenschaftlichen Anspruchs, dem die Autorin gerecht wird, liest sich die Monografie gut. Die Themen werden an den Beispieltexten anschaulich dargestellt.

Negative Kritikpunkte

Die Autorin verwendet verschiedene Begrifflichkeiten, z. B. zu Beginn des Kapitels, S. 46: »pragmatische, thematische und syntaktisch-semantische Aspekte«, die sich am Ende des Kapitels zu »funktional, thematisch, und syntaktisch-semantisch« (S. 112) verändern und schließlich zu »funktional-thematisch« und „syntaktisch-semantisch“ (S. 112) zusammenfließen. Manche Sätze hätten kürzer sein können (s. o.).

Fazit

Die Autorin hat sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zu Textstrukturoptimierung (S. 4) zu leisten. Dahingehend gibt sie einem potentiellen Autor Handwerkszeug mit: Hinweise zur sprachlichen sowie zur optischen Struktur. Dieses Handwerkszeug lässt sich nicht nur auf Nachrichtentexte anwenden, sondern auch (vielleicht nicht 1:1) auf die nächste Hausarbeit.

Autor

keine Angaben verfügbar

Texttyp

– Monografie, Lehrbuch. Schwerpunkt ist das Pressewesen

Bibliografie

Hackl-Rößler, Sabine: Textstruktur und Textdesign. Textlinguistische Untersuchungen zur sprachlichen und optischen Gestaltung weicher Zeitungsnachrichten. Tübingen: Gunter Narr Verlag 2006

234 Seiten; 49 Euro; Oc HAC (Wolframstraße); 978-3-8233-6218-0

Verstanden

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