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Hochschule der Medien

"Der Demograph"

Studenten der Hochschule der Medien schreiben eine Zeitung für die Senioren von morgen

Arbeit in Lehrredaktion zur Stärkung inhaltlicher Kompetenz

Im Jahr 2050 sind die heutigen Studenten alt. Wie wird die Welt dann für sie aussehen? Die jetzt junge Generation wird es sein, die unmittelbar von den Auswirkungen des demographischen Wandels betroffen ist. Deshalb haben sich 40 Studierende der Studiengänge Medienwirtschaft und Medienautor in der Lehrredaktion der HdM Gedanken über die eigene Zukunft gemacht.

Zur Detailansicht Das Projektteam, Foto: Wilhelm Mierendorf

Das Projektteam, Foto: Wilhelm Mierendorf

Das Ergebnis: Die 20-seitige Zeitschrift "Der Demograph" im DIN-A3-Format. Gemeinsam haben Autoren aus zwei Studiengängen der Fakultät Electronic Media gezielt für junge Menschen das Thema demographischer Wandel und seine Folgen fassbar gemacht. Die Studierenden lernten dabei die Arbeitsabläufe einer Redaktion kennen. Sie haben die Inhalte entwickelt, Fakten recherchiert, Geschichten geschrieben und Fotostrecken mit der Kamera eingefangen. Außerdem haben sie das Layout gestaltet und Comics gezeichnet. Dafür hatten sie nur drei Monate Zeit.

Professor Axel Hartz, Dekan der Fakultät Electronic Media, freut sich über das jüngste Werk der Studenten. "Es ist ein Beleg für die inhaltliche Kompetenz der künftigen Medienexperten. Sie haben gelernt, sich in komplexe Sachverhalte einzufinden und sie journalistisch aufzubereiten." Die Arbeit an Inhalten für Medien soll künftig weiter ausgebaut werden, so Hartz. Dafür wurde die Lehrredaktion an der HdM eingerichtet. Dort wird die journalistische Kompetenz der HdM-Studenten in einem konkreten und interdisziplinären Projekt gefördert.

Die monothematische Zeitung "Der Demograph" war die Premiere. "Die Studierenden haben viel voneinander gelernt. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten haben sich hervorragend ergänzt", bilanziert Professor Stephan Ferdinand, Initiator und Betreuer der Lehrredaktion. "Grafisch ist die Zeitung eine Synthese aus klassischem Zeitungslayout und akzentuierter Postmoderne", erklärt Chefredakteur Kai Graebner vom Master-Studiengang Medienautor.

Sie haben Teams gebildet, die ganz unterschiedliche Facetten des Altwerdens bearbeitet haben. Der Anteil an Reportagen, Kommentaren, Essays oder Features ist hoch – "harte Fakten" wurden eher spielerisch vermittelt. Durch teilweise sehr subjektive, authentische Reportagen werde Betroffenheit in der Zielgruppe erreicht, findet die Redaktion. Einen Schwerpunkt bildet das Thema Familie: Es werde in der öffentlichen Diskussion zu wenig beachtet, kritisieren die Studenten. Außerdem gingen die Nachwuchsjournalisten für die heute 18- bis 30-Jährigen der Frage nach: "Warum wollen wir keine Kinder mehr?". Auch Themen aus den Bereichen Leben, Politik, Wirtschaft und Kultur haben sie aufgegriffen. Zu Wort kommen unter anderem der Politiker Cem Özdemir oder Werbeprofi Sebastian Turner von der Berliner Agentur Scholz & Friends.

Mit ihrem Endergebnis sind die Studenten sehr zufrieden. "Ein gutes Team kann viel bewegen, auch wenn Zeit und Mittel knapp sind", fasst Jeannine Kraft zusammen, die mit Jasmin Lehmann die Projekt-Leitung übernommen hatte.

"Der Demograph" hat eine Auflage von 3000 Exemplaren. Die Produktion wurde von der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

Im Internet steht "Der Demograph" unter www.hdm-stuttgart.de/aktuell/publikationen und www.hdm-stuttgart.de/~ferdinand zur Verfügung.

VERÖFFENTLICHT AM

30. Juli 2005

KONTAKT

Professor Stephan Ferdinand
Leiter Studiengang Medienwirtschaft
Telefon0711 685 55 91
E-Mailferdinand@hdm-stuttgart.de
Jeannine Kraft
Projektleitung
E-MailJeannineKraft@web.de

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