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Hochschule der Medien

Workshop

HdM-Professor Projektleiter von UNESCO-Workshop

"Information Ethics and e-Government in sub-Sahara Africa"

Vom 23. bis 26. Februar 2009 fand im Mount Grace Resort in Magaliesburg, Südafrika der „UNESCO Workshop on Information Ethics and e-Government in sub-Sahara Africa“ statt. Das UNESCO Projekt wurde an die Hochschule der Medien Stuttgart (HdM) vergeben und von HdM-Professor Dr. Rafael Capurro als Repräsentant des International Center for Information Ethics (ICIE) geleitet. Neben Capurro waren Professoren und Experten aus den USA und Südafrika für die akademische Leitung des Workshops verantwortlich.

Informationsethik und e-Government betreffen nicht nur globale, sondern vor allem lokale Herausforderungen

Diskutiert wurden unter anderem globale Perspektiven von Informationsethik und e-Government, das Regieren und Verwalten mit Unterstützung von Informations- und Kommunikationstechniken. Vertreter einzelner Länder berichteten über ihre Erfahrungen mit den Themen. So wurde etwa die derzeitige Situation sowohl regional als auch strategisch, politisch und soziokulturell analysiert und Probleme, Herausforderungen und Lösungsansätze mit Hilfe von good practice Beispielen herausgefiltert. Es waren offizielle Vertreter aus 14 afrikanischen Staaten beteiligt darunter Burundi, Botswana, Tchad, Eritrea, Ghana, Lesotho, Malawi, Mozambique, Senegal, Südafrika und Swaziland.

Entscheidend bei einem im ethischen Sinne guten Erfolg von e-Government Projekten (nicht nur) in Afrika ist die Einsicht, dass diese nicht nur top-down, sondern vor allem bottom-up, d.h. ausgehend von den konkreten Nöten der Menschen wie Trinkwasser, Nahrung oder Medikamente, stattfinden sollten. Lokale e-Government Initiativen an denen sich private Initiativen, Gemeinden, NGOs und öffentliche Verwaltung beteiligen, sind bisher selten unter dem Stichwort e-Government erfasst worden. Das war eine wichtige Einsicht während dieses Workshops, aus der sich in naher Zukunft konkrete Projekte ergeben werden. Es ist vorgesehen, sich in zwei Jahren in einem anderen afrikanischen Land zu treffen, um die Fortschritte zu bewerten.

Auftakt durch die Afrika Infoethik-Konferenz 2007

Die erste afrikanische Konferenz über Informationsethik fand 2007 in Pretoria, Südafrika statt. Damals standen ethische Herausforderungen im Informationszeitalter im Vordergrund. Während der Tagung kristallisierte sich heraus, dass der ethischen Dimension von e-Government in Afrika bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde, obgleich e-Government für Afrika ein wichtiges Ziel ist und einige Länder wie Südafrika, Botswana oder Senegal bereits e-Government-Projekte entwickeln. Die kritischen Erfolgsfaktoren für die Implementierung von e-Government in Afrika konzentrierten sich meistens auf infrastrukturelle Fragestellungen verbunden mit Daten, Technologie und institutionellen Aspekten, ohne explizite Berücksichtigung informationsethischer Fragestellungen.

Die Frage für den aktuellen Workshop lautete daher, inwieweit die moralische Infrastruktur Afrikas bereit ist, um die Milleniumsziele der Verteinten Nationen sowie die Grundsätze und den Plan of Action des World Summit on the Information Society (WSIS) Schritt für Schritt umzusetzen. Der Workshop sollte die Möglichkeit bieten, eine gemeinsame kritische Soll-ist-Reflexion in Gang zu setzen. Das ist Organisatoren und Teilnehmern gelungen.

Die Südafrikanische Regierung, vertreten durch das Department of Communication beteiligte sich großzügig an der Finanzierung sowie auch an der Organisation des Workshops. SAP unterstützte ebenfalls diese Veranstaltung. Alle Ergebnisse des Workshops werden demnächst unter http://www.africainfoethics.org/default.html abrufbar sein.

 

VERÖFFENTLICHT AM

09. März 2009

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