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Hochschule der Medien

Portrait

SchwabenFilm

Vor zwei Jahren – direkt im Anschluss an ihr Studium an der Hochschule der Medien – machten sich zwei Absolventen des Studiengangs Audiovisuelle Medien selbständig. Zum Interview über Studienzeit und die Erfahrungen mit dem eigenen Unternehmen kamen sie an die HdM zurück.

Zur Detailansicht Markus Matschke (links), Sven Falge (Foto: Carolin Jaschek)

Markus Matschke (links), Sven Falge (Foto: Carolin Jaschek)

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter lernten sich während des Studiums kennen. Dabei war Sven Falge vor seinem Einstieg in das Studium der audiovisuellen Medien zunächst gar nicht sicher, was genau er studieren wolle und interessierte sich für verschiedene Fachrichtungen: "Das Konträrste war Forstwissenschaft, wo ich mich schon eingeschrieben hatte." Bereut hat er seinen letztendlichen Entschluss nicht. Markus Matschke erinnert sich an das Studium vor allem als eine Zeit der neuen Erfahrungen. Wissenschaftliche Herangehensweise und den Umgang mit Medien nennt er als seine prägendsten Eindrücke, aber auch auf zwischenmenschlicher Ebene habe ihn die Zeit an der Hochschule weiter gebracht. "Man lernt, auf Menschen zuzugehen.", sagt er.

Zugegangen ist er dann auf seinen Kommilitonen, der ihm, wie er schmunzelnd erzählt, zuerst auffiel, als er eine Studentenparty organisierte. Gemeinsam wählten sie ab dem dritten Semester aus den zahlreichen Angeboten des Studienganges Film als Schwerpunkt. Ein Drehbuchwettbewerb, den die beiden mit einem gemeinsam verwirklichten Beitrag gewannen, war der gelungene Auftakt einer langjährigen Zusammenarbeit.

Selbständigkeit statt Bewerbungsschreiben

Die Idee zum eigenen Unternehmen entstand während der Diplomarbeit. Anstoß war unter anderem der Wunsch, einen eigenen Spielfilm zu drehen. Bei einer "regulären" Anstellung, so hatten sie befürchtet, wäre dieses Vorhaben sehr schnell ins Hintertreffen geraten. "Wir haben gar nicht versucht, ins Berufsleben hineinzukommen, wir haben das ganz bewusst umgangen und uns direkt selbständig gemacht," erklärt Sven Falge, und Markus Matschke fügt hinzu: "Wir haben es uns aber dadurch nicht einfach gemacht.". Es sei vorteilhaft, sagen die beiden, vor einem solchen Unterfangen in der Branche gearbeitet zu haben.

Die ersten Kunden kamen auf verschiedenen Wegen. Von "filmfernen" Aufträgen wie aktueller Berichterstattung, Veranstaltungsfotografie, und Erstellung von 360°-Rundgängen, über Werbe- und Imagefilme bis hin zu Messebesuchen ließen die beiden sich zur Akquise einiges einfallen. Inzwischen bleibt zur Kundenwerbung schon kaum noch die Zeit zwischen den regelmäßigen Aufträgen.

Schon im Studium Kontakte knüpfen

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Studienkollegen und langjährigen Bekannten hat sich für "SchwabenFilm" bewährt; so kooperiert das Unternehmen bei seinen Filmen zum Beispiel mit der "AtelierBusche.MEDIA", ebenfalls geleitet von einem ehemaligen HdM-Studenten. In dieser Konstellation entstand unter anderem der mehrfach preisgekrönte Kurzfilm "Der feine Unterschied", der mit eindrucksvollen Bildern eine Bresche für die ökologische Landwirtschaft schlägt.

Überhaupt befassen sich viele "SchwabenFilm"-Werke mit Themen wie Ökologie und Nachhaltigkeit. Persönlicher Leitfaden des Teams ist es, spezielle Ideen unterhaltend und dramaturgisch hochwertig umzusetzen.

Den aktuellsten Erfolg durften die beiden Filmemacher im Februar diesen Jahres feiern: Im Rahmen des "99 Fire-Film Award" wurde in 99 Stunden ein 99-sekündiger Film produziert. Sven Falge, Markus Matschke und Sebastian Runschke von der AtelierBusche.MEDIA reichten ihren Beitrag "Schlafstörung" ein - und erreichten prompt den ersten Platz.

Ihren "Nachfolgern" im Studiengang Audiovisuelle Medien raten sie, das Studium vielfältig und vor allem zur Kommunikation zu nutzen: "Das mit dem Netzwerken hört man zwar oft und viel, aber es ist eine gute Gelegenheit. Man hat viel Zeit, viele Leute kennen zu lernen und abgesehen von Freundschaften ist es eine Möglichkeit zu überlegen, was man nach dem Studium zusammen anfangen könnte." Zum Thema Selbständigkeit: "Man sollte sich nicht davor scheuen, seinen eigenen Weg zu verwirklichen." Wenn man sich dann noch wie beiden Studienkollegen gut ergänzt, sei es sehr ratsam, sich zusammenzutun: "Gemeinsam ist man einfach stärker".

Florian Fahrbach

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Melanie Teich

VERÖFFENTLICHT AM

09. Juni 2009

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