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Studieren. Wissen. Machen.

Hochschule der Medien

Blogosphäre

Deutsche zurückhaltender mit privaten Daten?

Immer wieder werden sie thematisiert, die privat betriebenen Blogs samt der vermeintlich exhibitionistischen Darstellungssucht ihrer Betreiber. Trotz flächendeckender Verbreitung von StudiVZ & Co. werden sie weiter als Kommunikationsmedium genutzt und produziert - auch an der HdM.

Blogs sind ein Medium, das in Deutschland von verhältnismäßig wenig Menschen hoch frequent genutzt oder mehr oder weniger professionell betrieben wird. Doch es gibt sie nach wie vor, die Gemeinschaft derer, die über ihre Website Blogs, d.h. eine Art Internet-Tagebuch zum Informationsaustausch betreiben, um von ihren Interessen zu berichten, Freunde und Bekannte auf dem Laufenden zu halten oder für sie relevante Themen zu kommentieren - in ihrem eigenen Blog, aber auch in dem anderer.

Reine Männerdomäne

An der HdM gibt es weit über ein Duzend Studenten, die sich auch als Blogger durch die Medienwelt bewegen, um sich hier privat, aber auch im Rahmen studentischer Projekte zu verewigen. Interessanterweise handelt es sich hierbei ausschließlich um Männer, nicht ein einziger dieser Blogs wird von einer Frau betrieben. Mit einigen von ihnen haben wir uns unterhalten, gefragt, warum sie dieses Medium für sich nutzen oder wie sie mit persönlichen Daten umgehen.

Kein Striptease im öffentlichen Raum

Die HdM-Blogger scheinen sich sehr wohl bewusst zu sein, dass sie sich im Internet in einem öffentlichen Raum bewegen, in dem ihre Daten für jedermann, und damit auch für aktuelle und potentielle Arbeitgeber, sichtbar sind. Einige von ihnen nutzen dies sogar zu ihrem Vorteil, setzen ihren Blog ein, um auf ihre Person und ihr Fachwissen aufmerksam zu machen. Zu weiteren Zwecken eines Blogs gehört es, den eigenen Pagerank zu verbessern, mit zu diskutieren und andere mit Informationen über Produkte und Anwendungen auf dem Markt zu versorgen.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten um Facebook-Exhibitionisten und SchülerVZ-Datenklau sollte es beruhigen, dass HdM-Blogger das Internetmedium primär zum Wissensaustausch nutzen, auch dazu, diese Wissen weiterzugeben oder zu erhalten. Nur wenige von ihnen geben zu, auch Privates offenzulegen und dann auch nur jene Dinge, die weder sie selbst noch andere diskreditieren.

Sie bleibt, die Sehnsucht nach Ruhm und Ehre

Heute gibt es neben den privaten Blogs zahlreiche andere Möglichkeiten, um schnellst möglich viele Menschen über sich und seine Vorlieben zu informieren: Social Networks nennen sie sich und es gibt nur Wenige, die keinen Account in einem dieser Netzwerke betreiben und diesen auch regelmäßig mit Neuigkeiten befüttern. Ein eigenes Blog zu betreiben, ist dagegen sehr viel zeitintensiver und setzt einiges an technischem Know-how voraus.

Und doch steht oft ein Wunsch im Vordergrund, ganz gleich welche Informationen der Blogger über sich Preis gibt: Die möglichst positive Inszenierung seiner selbst, das Sich-ins-Gespräch-bringen und damit auch das Offenlegen eines Teils der eigenen Persönlichkeit -und wenn dies auch nur die eigenen Ansichten und Interessen sind, eben der Wunsch nach Ruhm und Ehre....

 

Mirjam Müller

Blogs von HdM-Studenten:

Marc Seeger: http://blog.marc-seeger.de

Daniel Schmid: http://daniel-schmid.blogspot.com

Kristof Schmit: http://krissr.com/

Markus Schlichting: http://www.mynethome.de/

Samuel Schürmann: http://verbunden.wordpress.com/

Gunther Heinrich: http://www.madmind.de

Frank Sesselmann: www.frnkblog.de und www.stilgeschenk.de

Kai Jäger: http://kaijaeger.com

Studenten des Studiengangs Werbung und Marktkommunikation: http://gefahrgut.wordpress.com/

VERÖFFENTLICHT AM

18. Januar 2010

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Falk Ebert

am 18.01.2010 um 10:51 Uhr

"Ein eigenes Blog zu betreiben, ist dagegen sehr viel zeitintensiver und setzt einiges an technischem Know-how voraus." Das würde ich so nicht sagen. Im Prinzip braucht man sich nur bei wordpress oder blogger anmelden und kann sofort losbloggen. Das ist auch kaum komplizierter als Emails schreiben. Die vielen Stellschrauben und Tricks des Webdienstes lernt man nach und nach kennen...

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