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Hochschule der Medien

Ein Auslandstagebuch

Für ein Semester nach Singapur

Daniela Fendt studiert im sechsten Semester Werbung und Marktkommunikation an der HdM. Das aktuelle Semester verbringt die Studentin jedoch nicht im Ländle, sondern an der Wee Kim Wee School of Communication and Information der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur.

Zur Detailansicht Skyline von Singapur

Skyline von Singapur

Zur Detailansicht Der Merlion - das Wahrzeichen der Stadt

Der Merlion - das Wahrzeichen der Stadt

Zur Detailansicht Das Raffles Hotel an Weihnachten

Das Raffles Hotel an Weihnachten

Zur Detailansicht Chinesisches Neujahr

Chinesisches Neujahr

Zur Detailansicht Dinner am chinesischen Neujahr

Dinner am chinesischen Neujahr

Zur Detailansicht Das Wohnheim

Das Wohnheim

Zur Detailansicht Sonnenuntergang auf Sentosa Island

Sonnenuntergang auf Sentosa Island

Zur Detailansicht Die Sultan Moschee

Die Sultan Moschee

Für die 22-Jährige stand schon immer fest, dass sie ein Semester ihres Studiums im Ausland verbringen würde. Drei Länder standen dabei in ihrer engeren Auswahl: Singapur, Thailand und Mexiko. Es sollte dann Singapur sein und hier ist die junge Werberin nun seit Januar 2010 und berichtet uns von ihren Erlebnissen.

Viele Vorbereitungen und ein paar Vorurteile

Mit dem Shuttlebus über den Campus

Anspruchsvolle Vorlesungen mit theoretischen und praktischen Anteilen

"Engagement gegen Wohnheimplatz"

 

Viele Vorbereitungen und ein paar Vorurteile

Für mich war es wichtig, vor meinem Aufenthalt möglichst viel über das fremde Land zu erfahren. Deshalb habe ich in Reiseführern geschmökert, Blogs im Internet gelesen und mich über das politische System, regionale Besonderheiten und die angrenzenden Länder informiert.

Ich war vorher noch nie in Südostasien oder Singapur, deshalb hatte ich von dem Stadtstaat meine eigenen Vorstellungen: Singapur ist die Stadt, in der man keinen Kaugummi kauen darf und man für Verbrechen entweder den Rohrstock oder die Todesstrafe bekommt. Außerdem starteten früher von hier aus europäische Abenteurer zu den umliegenden Inseln mit exotisch klingenden Namen wie Java oder Sumatra, wo Piraten herrschten und Tiger durch den Dschungel streiften. Heute boomt die Stadt, Wolkenkratzer und Sauberkeit beherrschen das Stadtbild.

Was das Wetter angeht, wurde ich direkt am Flughafen in meinen Annahmen bestätigt. Die Luftfeuchtigkeit ist oft so hoch, dass man im Dunkeln im Licht der Straßenlaternen eine Art Dunst erkennen konnte. Auch ein Kaugummiverbot und harte Strafen gibt es hier, genauso wie saubere Straßen und Verkehrsmittel und eine atemberaubende Skyline.


Mit dem Shuttlebus über den Campus

In Singapur gibt es vier große Universitäten. Ich studiere an der Nanyang Technological University im Westen des Landes. Da ich an der HdM Werbung und Marktkommunikation studiere, belege ich hier einige Fächer im Bereich Communication Studies an der Wee Kim Wee School of Communication and Information. Es war neu für mich, dass eine Universität nochmals in verschiedene Schulen unterteilt ist. Das Universitätsgelände ist riesig - so riesig, dass vier verschiedene Shuttle-Busse die Studenten innerhalb des Campus transportieren. Entsprechend viele Wohnheime gibt es hier: 16 Stück, mit jeweils mehreren Blocks.

Ich habe Glück gehabt und ein sehr schönes Wohnheim erwischt, mit frisch renovierten Zimmern und Bädern. Meine Mitbewohnerin kommt aus China und ist sehr nett. Auf dem Campus selbst gibt es viele Einrichtungen für die Studenten wie Supermärkte, einen Swimming Pool, Tennisplätze und Fitnessräume, verschiedene Kantinen (inklusive McDonald's und Subway), Bibliotheken, Leseräume und vieles mehr. Da es hier unüblich ist, selbst zu kochen, sind die meisten Kantinen sehr preiswert. Reis mit verschiedenen Gemüsesorten und Fleisch gibt es ab 2,50 SGD, was ungefähr 1,25 Euro entspricht. Auch haben die Kantinen eine sehr große Auswahl: von Chinesisch über Japanisch, Vietnamesisch, Koreanisch, Indisch und Indonesisch bis hin zu westlichen Speisen.


Anspruchsvolle Vorlesungen mit theoretischen und praktischen Anteilen

Die Vorlesungen hier sind etwas anders organisiert als bei uns. Jeder Kurs besteht aus einer Vorlesung und einem Tutorium, das oft noch am selben Tag stattfindet. In den Tutorien werden die theoretischen Inhalte der Vorlesung praktisch vertieft. In meinem Kurs „Media Presentation and Performance" beispielsweise stehen wir im Tutorium vor der Kamera, hinter der Kamera, am Mischpult, in der Aufnahme oder im Schnitt. Dadurch eignen wir uns viel praktisches Wissen an, das wir in einem Abschlussprojekt anwenden können. Die meisten Kurse sind sehr zeitaufwändig, da sie häufig aus ein bis zwei Prüfungen bestehen. Hinzu kommen Online-Diskussionsbeiträge, Aufsätze, Gruppenprojekte, Hausarbeiten, Präsentationen und vieles mehr.


"Engagement gegen Wohnheimplatz"

Mit meinen singapurischen Kommilitoninnen und Kommilitonen  habe ich meist in den Vorlesungen und Tutorien zu tun, da wir oft in Gruppen eingeteilt sind. Alle sind sehr freundlich und hilfsbereit und wir haben viel Spaß. Leider treffe ich die meisten meiner einheimischen Freunde nach Vorlesungsschluss nicht mehr. Das hat mehrere Gründe: Zum einen wohnen viele von ihnen über die ganze Stadt verteilt und die, die auf dem Campus wohnen, sind oft sehr beschäftigt. Das hängt damit zusammen, dass einheimische Studenten nur dann einen Platz im Wohnheim bekommen, wenn sie sich für dieses auch stark engagieren. Das heißt, sie beteiligen sich an sportlichen Aktivitäten und Wohnheim-Teams, nehmen an Wohnheim-Turnieren teil, engagieren sich ehrenamtlich und organisieren Events. Da ist es nicht verwunderlich, dass viele Studenten nachts noch unterwegs sind, um Sport zu treiben oder Studieninhalte nachzuholen.


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Akademisches Auslandsamt

Das Akademische Auslandsamt ist die Anlaufstelle, wenn Studierende ein Semester im Ausland verbringen möchten. Es informiert insbesondere über Stipendien und Studienmöglichkeiten. Darüber hinaus betreut es ausländische Studierende an der HdM, koordiniert und pflegt Auslandskontakte sowie Hochschulpartnerschaften.

Kontakt:

Infos und Ansprechpartner

 

Sprachenzentrum

Sie möchten zur Vorbereitung Ihres Auslandssemesters einen Sprachkurs an der HdM belegen oder einfach einmal wieder Ihre Sprachkenntnisse auffrischen? Dann sind Sie am Sprachenzentrum der HdM genau richtig. Es steht sowohl Studierenden und Mitarbeitern der HdM als auch Gasthörern und Studierenden anderer Hochschulen offen. Hier werden Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Schwedisch und Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.

Studierende können sich für die Teilnahme an Sprachkursen auch Kreditpunkte anrechnen lassen.

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VERÖFFENTLICHT AM

23. März 2010

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