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European Business Masters Cup

"That was great!"

Am 18. und 19. Mai 2010 gastierte der internationale Planspielwettbewerb European Business Masters Cup (ebmc) zum zweiten Mal am Institut Universitaire de Technologie Charlemagne (IUT) der Université Nancy 2.

Zur Detailansicht Alle Teilnehmer der Wettbewerbsrunde in Nancy, Frankreich (Fotos: Petra Rösch)

Alle Teilnehmer der Wettbewerbsrunde in Nancy, Frankreich (Fotos: Petra Rösch)

Zur Detailansicht In den Gruppen wurde rege diskutiert

In den Gruppen wurde rege diskutiert

Zur Detailansicht Die Spielleiter coachen die Teilnehmer

Die Spielleiter coachen die Teilnehmer

Zur Detailansicht Das Gewinnerteam "SCS"

Das Gewinnerteam "SCS"

Die französische Partnerhochschule der HdM schickte den bis dato jüngsten Kader der ebmc-Geschichte ins Rennen. Das Durchschnittsalter der 25 Erst- und Zweitsemester der Studiengänge BWL und Vertriebstechnik lag zwischen 19 und 21 Jahren. Mit jungendlicher Experimentierfreude und Neugier stellten sich die fünf Teams dem anspruchsvollen englischsprachigen Unternehmensplanspiel.

Die Aufgabe, in fünf simulierten Geschäftsjahren einen Kopiergerätehersteller in eine goldene Zukunft zu führen, haben die Nachwuchsmanager sehr unterschiedlich in Angriff genommen. So erlebten die Seminarleiter Magdalena Weinle und Dr. Hartmut Rösch (beide HdM) mit den Teilnehmern eine spannende Achterbahnfahrt der Aktienkurse.

Das Team von „Ecopier" (Laura Wildenberg, Ece Tilki, Clémence Schreiber, Florian Fund und Hasan Ucar) setzte von Beginn an auf eine Hochpreisstrategie, die von den Kunden allerdings nicht akzeptiert wurde. Im dritten Geschäftsjahr sorgte eine erhebliche Preissenkung für enorme potenzielle Marktanteile. Doch leider hat man es versäumt, eine entsprechende Stückzahl von Kopiergeräten herzustellen.

Konsequente Strategie vs. Risikofreude

Das Unternehmen „SCS" agierte eher unauffällig und ließ sich auch durch einen leichten Gewinneinbruch in Periode 4 nicht verunsichern. Maxime Di Giannantonio, Florie Geoffroy, Lucille Romary, Maud Bastien und Thibaud Mangeot hielten konsequent an ihrer Strategie fest: Ein qualitativ knapp über dem Durchschnitt liegendes Produkt zu günstigen Stückkosten produzieren und zu guten aber fairen Preisen verkaufen. Als einziges Team konnte „SCS" im letzten Geschäftsjahr Gewinne einfahren - und das sogar in zweistelliger Millionenhöhe.

Mit zu viel Risikofreude machte sich „Sprint2Print" (Elodie Lopes Fernandes, Marie Pac, Jérôme Dollinger, Loïc Rovaris und Paul Stienne) auf der Schlussgeraden ans Werk. Das Ziel, den Farbkopierermarkt zu beherrschen, erwies sich als unrealistisch. Dafür waren die Produkte des bis dahin perfekt funktionierenden Unternehmens einfach zu teuer und auch technisch nicht ausgereift genug. So blieb man auf vier Fünftel der Produktionsmenge sitzen. Die riesigen Investitionen führten zu Kreditzinsen von annähernd 20 Millionen Euro und machten aus dem angestrebten Gewinn ein tiefrotes Minus.

Fehlplanungen kosteten den Sieg

Der Hersteller „Easy Copy" (Marion Arrojo, Ambre Henry, Christelle Wack, Rémy Leroy und Alex Pinheiro) hat in der dritten Planspielperiode den Eintritt in den Auslandsmarkt versäumt und generierte so teure Lagerbestände. In den folgenden Geschäftsjahren stockte wiederum die Produktion, weil die Einkaufsabteilung zu knapp kalkulierte. Material-Eilsendungen schmälerten den Gewinn und zehntausende Kunden gingen leer aus.

Mit günstigen Produkten und niedrigen Selbstkosten hatte auch das Unternehmen „Scan It" (Ly-May Chang, Léa Gobert, Christelle Taveriti, Philippe De Bazellaire und Florian Cossin) alle Möglichkeiten, als Gewinner aus dem Wettbewerb hervorzugehen. Doch eine mangelnde Finanzplanung und ein teurer Überziehungskredit von rund 100 Millionen Euro bescherten in der letzten Spielrunde einen herben Verlust von knapp 35 Millionen Euro.

Aktionäre zu Besuch

Am zweiten Veranstaltungstag luden die fünf Unternehmen zu außerordentlichen Hauptversammlungen ein. Sehr professionell präsentierte sich „Sprint2Print". Routiniert trugen die Neuvorstände die wichtigsten Daten und Fakten vor, was mit weiteren 90 Aktienpunkten belohnt wurde. Als zweitbestes Präsentationsteam ging „Easy Copy" ins Ziel. Hier überzeugten vor allem die Aufgabenverteilung, die Darstellung der Kennzahlen und die Strategie, die von Anfang an auf das Discounter-Segment ausgerichtet war. Lohn der Mühe: 60 zusätzliche Aktienpunkte. Die Teams „SCS", „Ecopier" und „Scan It" teilten sich den dritten Präsentationsplatz und erhielten jeweils 30 zusätzliche Punkte.

Platz 1 für Team Nummer 1

Team Nummer 1, auch bekannt als „SCS", sicherte sich mit dem höchsten Aktienkurs von 292,8 Euro den Gesamtsieg. Doch auch die zweit- bis fünftplatzierten Mannschaften waren Gewinner. Pascale Bettan, Deutschlehrerin am IUT, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Catherine Fabbri die Veranstaltung erneut perfekt vorbereitet hatte, zog ein positives Resümee: „Die Veranstaltung hat wieder einmal sehr viel Spaß gemacht und die Studenten haben eine Menge gelernt." Das Feedback der Studenten war in der Tat durchweg positiv. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „That was great!"

Internationales Finale im Dezember

Die Mannschaft von „SCS" wird am 9. und 10. Dezember 2010 am ebmc-Finale in Stuttgart teilnehmen. Dort werden sie gemeinsam mit Studenten aus Dundee, Linz, Rom, Birmingham, Cardiff, Yverdon-les-Bains, Poznan, St. Gallen und Stuttgart in internationalen Teams arbeiten.

Dr. Hartmut Rösch, Magdalena Weinle

VERÖFFENTLICHT AM

26. Mai 2010

KONTAKT

h.c. Dr. Hartmut Rösch

Startup Center

Telefon: 0711 8923-2118

E-Mail: roesch@hdm-stuttgart.de

h.c. Magdalena Weinle

Startup Center

Telefon: 0711 8923-2043

E-Mail: weinle@hdm-stuttgart.de

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