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Kurzmeldung

Ein Button zum Schmeicheln

Das Netz startet mit Flattr, einem Micropayment-Dienst, einen neuen Versuch mit Inhalten Geld zu verdienen. Flattr leitet sich vom englischen Verb „to flatter" ab und bedeutet „schmeicheln". Sie können jemandem schmeicheln, indem sie per Mausklick einen Teil des vorher festgelegten Monatsbudgets einem Internet-Angebot oder Autor spenden, dessen Beitrag ihnen gefällt. Das Prinzip beruht auf Freiwilligkeit - die Angebote bleiben also weiterhin kostenlos und verschwinden nicht hinter Bezahlschranken.

Das Mini-Spendenmodell funktioniert denkbar einfach: Bei Flattr anmelden und wie bei einem Prepaid-Handy ein Konto mit Geld aufladen. Jeder User legt einen bestimmten Betrag fest, den er monatlich für Inhalte, die er im Netz liest, ausgeben möchte - Mindestbetrag sind zwei Euro. Gefällt einem eine Seite oder ein spezieller Artikel, wird der Flattr-Button geklickt. Der Autor bekommt dann am Ende des Monats einen Anteil des festgesetzten Betrages. Wie hoch dieser ausfällt, hängt davon ab, wie viel Buttons angeklickt wurden.

Seit Kurzem sind die orange-grünen Buttons auf einigen Blogs und Webseiten zu finden, darunter spreeblick.com, BILDblog.de, oder stefan-niggemeier.de. Auch auf den Internetseiten der „taz" und der Wochenzeitung „Freitag" wird das neue Bezahlsystem schon getestet. Die Juni-Abrechnungen sind bereits da: „taz.de" hat sich im Monat Juni 988,50 Euro erflattrt, beim Blog von Stefan Niggemeier sind stolze 352,89 Euro zusammengekommen.

Tanja Rupp

VERÖFFENTLICHT AM

11. Juli 2010

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