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Hochschule der Medien

Computerspiele

HdM eröffnet Labor für Spielbasiertes Lernen

Die HdM Redaktion sprach mit Herrn Professor Dr. Frank Thissen über eine neue HdM-Einrichtung des Studiengangs Informationsdesign - das Labor für Spielbasiertes Lernen, den Aufgabenbereich des Labors und seine Einbindung in die Lehre.

Herr Thissen, was genau ist ein Labor für Spielbasiertes Lernen?

Thissen: Mit dem Labor untersuchen wir den Aufbau, die Gestaltung und die Wirkungsweise von Computerspielen, um daraus Rückschlüsse für die Entwicklung von spielbasierten Lernangeboten zu gewinnen. Zurzeit verfügen wir über die drei gängigen Spielekonsolen sowie einige der aktuellen Spiele dazu und über Spiele für den PC, die als Grundlage unserer Arbeit dienen.

Was wird mit dem Labor untersucht?

Thissen: Der Zweck des Labors ist es, Wirkungsmechanismen von Spielen zu erforschen. Das heißt, wir möchten untersuchen, wie Spiele ihre Nutzer emotional ansprechen, wann und wie hier narrative Elemente eingesetzt werden, welche Interaktionsmöglichkeiten geboten werden oder welche sozialen Komponenten in Online-Spielen zum Einsatz kommen. Aus den so gewonnenen Ergebnissen sollen Kriterien für die Entwicklung von effektiven spielbasierten Lernsystemen entwickelt und erprobt werden.

Unter wessen Leitung steht das Labor?

Thissen: Das Labor wird von mir und meinem wissenschaftlichen Mitarbeiter betreut. Andreas Siemes ist seit Mitte November als akademischer Mitarbeiter im Learning Competence Center der Hochschule angestellt. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist der Bereich E-Learning und hier insbesondere das spielbasierte Lernen.

Was ist hier alles möglich und welche Studiengänge können mit dem Labor arbeiten?

Thissen: Derzeit können wir lediglich die Nutzungsweisen von Computerspielen analysieren. Wir streben jedoch eine Kooperation mit dem Usability-Labor der HdM an. Im kommenden Wintersemester werden wir das Labor zudem im Rahmen einer Lehrveranstaltung zum Thema E-Learning nutzen. Wir hoffen, das Labor technisch und räumlich weiter ausbauen zu können. Der weitere Einsatz wird sich dann noch zeigen.

Computerspiele stehen häufig in der Kritik: Es wird viel zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbracht.

Thissen: Wir nehmen diese Kritik war, haben aber das Ziel, die Prinzipien von Computerspielen und damit auch von Spielen besser verstehen zu können, um daraus gute und motivierende Lernangebote zu entwickeln.

Herr Thissen, vielen Dank für das Gespräch!

Mirjam Müller

VERÖFFENTLICHT AM

30. Juli 2010

KONTAKT

Prof. Dr. Frank Thissen

Informationsdesign

Telefon: 0711 8923-3195

E-Mail: thissen@hdm-stuttgart.de

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