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Hochschule der Medien

Standardprozesse der Herstellung

Der digitalen Geschwindigkeit anpassen

Am 30. Juli stellte die Arbeitsgruppe „Berliner Werkstatt Herstellung" an der HdM vor rund 120 Studierenden und Entscheidungsträgern aus den Bereichen Herstellung und kaufmännische Geschäftsführung der großen Verlage die Ergebnisse ihrer Analyse der Standardprozesse der Herstellung vor.

Helmut von Berg diskutierte mit Ellen Böckmann, Tobias Ott und Olaf Reiswig (von links, Fotos: Hanna Katz)

Helmut von Berg diskutierte mit Ellen Böckmann, Tobias Ott und Olaf Reiswig (von links, Fotos: Hanna Katz)

HdM-Professor Hans-Heinrich Ruta begrüßte die Gäste

HdM-Professor Hans-Heinrich Ruta begrüßte die Gäste

Eingeladen hatten der Studiengang Mediapublishing der HdM und die Firma Klopotek & Partner, Berlin, einer der größten Anbieter von Verlagssoftware.

Helmut von Berg, Direktor und Bereichsleiter Publikumsverlage bei Klopotek & Partner, skizzierte einleitend den langen und schwierigen Weg von der Definition von Standardprozessen in der Herstellung bis zur Definition von allgemeingültigen Workflow-Elementen. Anschließend diskutierten Olaf Reiswig, Herstellungsleiter bei MairDumont, Stuttgart, Tobias Ott, Geschäftsführer der Pagina GmbH, Tübingen, und Ellen Böckmann, Geschäftsführerin der Servicegesellschaft der Cornelsen-Gruppe, Berlin, warum Herstellprozesse einer Standardisierung bedürfen und ob dies angesichts der von Verlag zu Verlag verschiedenen Abläufe überhaupt möglich ist. Einig waren sich alle Teilnehmer der Podiumsdiskussion darin, dass die Ansprüche an Verlagshersteller mit der Digitalisierung deutlich gestiegen sind. Viele Verlage generierten heute aus einem Datensatz mehrere Produkte. Dabei werden vom Beginn der Planung bis zum Erscheinen eines Buchs, E-Books oder einer App permanent Entscheidungen getroffen, die sich auf die Herstellungsprozesse auswirken. Als Schnittstelle zwischen Lektorat, Vertrieb und Marketing sei es für die Herstellung daher unumgänglich, in den anderen Abteilungen ein Bewusstsein für produktionstechnische Voraussetzungen und Ansprüche an Textvorlagen bzw. Informationsflüsse zu schaffen, erklärte Helmut von Berg. Außerdem erfordern die Marktentwicklungen, dass sich die Produktion von Printprodukten der digitalen Geschwindigkeit anpassen und immer schneller werden muss.

Standardisierung

Der „Berliner Werkstatt Herstellung" ist es in fünfjähriger Arbeit gelungen, durch die Definition von Workflow-Elementen eine Standardisierung für diese hochkomplexen Prozesse zu finden. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Herstellung von Buchprojekten leichter evaluieren und teilweise automatisieren. Der Anspruch an die einzelnen Workflow-Elemente lautete dabei: Sie sollen in jeder Umgebung einsetzbar sein und gewährleisten, dass der jeweils nächste Workflow-Schritt auf den Voraussetzungen aufsetzen kann, die er für den vollen Erfolg der eigenen Funktion braucht. Fehlerhafte Ergebnisse werden bereits im Ablauf erkannt und einer definierten Lösung zugeführt.

Ulrike Störrle, MairDumont, und Ursula Welsch, Welsch Neue Medien, Taching, präsentierten abschließend die Ergebnisse von Praxistests in ihrer jeweiligen Verlagsumgebung. Aufgrund ihrer Flexibilität und Allgemeingültigkeit bewiesen die entwickelten Workflow-Elemente hier ihre Anwendbarkeit -  in einem Verlagskonzern ebenso wie in einem Kleinstverlag.

Dokumentation

Zur Frankfurter Buchmesse Anfang Oktober veröffentlicht die sechsköpfige Redaktion der „Berliner Werkstatt Herstellung" eine etwa 100-seitige Dokumentation ihrer Arbeitsergebnisse.

Interessenten, die die Präsentation der Standardprozesse verpasst haben, können sich unter informieren: www.hdm-stuttgart.de/standardprozesse_herstellung.

VERÖFFENTLICHT AM

06. August 2010

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