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Web-Orakel von Google und CIA

Die Zukunft auf einen Klick

Was nach einer Verschwörungstheorie klingt, ist Wirklichkeit: Google und CIA arbeiten zusammen mit dem US-Unternehmen "Recorded Future" an einem Web-Orakel. Mit Netzwerk-Analyse und Blog-Beobachtung soll das Tool die Zukunft vorhersagen.

Ditigale Kristallkugel: Googel und CIA wollen mit Recorded Future die Zukunft vorhersagen (Screenshot: https://www.recordedfuture.com)

Ditigale Kristallkugel: Googel und CIA wollen mit Recorded Future die Zukunft vorhersagen (Screenshot: https://www.recordedfuture.com)

"Recorded Future" heißt auch das Programm, das die Internetkommunikation in Echtzeit überwachen soll. Zeitgleich werden tausende Websites, Blogs, Twitter-Accounts und Youtube-Kanäle überwacht, um Zusammenhänge zwischen Ereignissen, Personen und Organisationen herzustellen. Alle verfügbaren Daten werden gebündelt um ein Informationsnetz zu erstellen. CIA und Google haben jeweils rund zehn Millionen Euro in die Firma „Recorded Future" investiert. Das besondere an der Idee von Recorded Future ist die Geschwindigkeit, mit der die Analysen erstellt werden. „Wir können hier wirklich in Echtzeit Dossiers über beliebige Personen anfertigen", behauptet Christopher Ahlberg, Firmenchef von Recorded Future.

Terrorismusanalyse in Echtzeit

Optisch ist Recorded Future wie eine Suchmaske aufgebaut. In drei Feldern kann der User die Optionen „Was", „Wer/Wo" und „Wann" ausfüllen und die Suchanfrage starten. Innerhalb kürzester Zeit wird das Internet ausgewertet und Ergebnisse, wie z.B. Foreneinträge oder Blogs fließen in Echtzeit in das Ergebnis ein. In vielen Fällen lasse sich der Verlauf von Ereignissen als Kurve präzise darstellen und mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersagen, so der Firmenchef. Wie etwa eine Terrorismusanalyse aussehen könnte, erklärt das Unternehmen in einem Video auf der Website www.recordedfuture.com.

Kritik an Zusammenarbeit

Offen bleibt die Frage, was mit den riesigen verknüpften Datenmengen passiert. Kritiker sehen außerdem große Probleme in der Zusammenarbeit zwischen Google und CIA. Bereits 2004 unterstützte die CIA-Tochter In-Q-Tel den Hersteller der Vorläufer-Version von Google Earth.

 

Christina Walzner

Quellen: Die Zukunft auf einen Klick

http://www.spiegel.de/netzwelt
http://www.tagesspiegel.de
http://derstandard.at

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13. August 2010

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