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Hochschule der Medien

Comics Teil IV

Die Welt der Mangas


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Osamu Tezuka und seine Schöpfungen, Quelle: www.manganews.net

Osamu Tezuka und seine Schöpfungen, Quelle: www.manganews.net

Erfolgreiche Manga-Zeichner

Zu den erfolgreichsten Mangazeichnern zählt Osamu Tezuka, in Japan „Manga no Kamisama" (übersetzt etwa „Gott des Manga") genannt. Einige seiner Werke, wie zum Beispiel „Tetsuwan Atomu" (Astro Boy), „Jungle Taitei" (Kimba, der weiße Löwe) und „Ribon no kishi" (Choppy und die Prinzessin) liefen bereits in den Sechzigern und Siebzigern als Anime-Adaptionen auch international im Fernsehen und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die Geschichten enthalten stets sozialkritische Botschaften. Bis heute werden seine Werke immer wieder neu aufgelegt.

Ein weiterer Zeichner, der sich früh über internationalen Erfolg und hohe Auflagen freuen konnte, ist Akira Toriyama, Schöpfer der auch hierzulande bekannten „Dragon Ball" Serien. Von der vornehmlich an Jungen gerichteten ersten Mangareihe, die mit dem Erfolg der gleichnamigen Animeserie ihren Weg in den Buchhandel fand, wurden weltweit über 250 Millionen Exemplare verkauft, allein in Deutschland satte 6,5 Millionen. Stilistisch schlägt das Werk den Bogen zwischen niedlichen, stark stilisierten Charakteren und ausgefeilten, effektreichen Kampfsportszenen. Mit Dragon Ball begann in Europa der bis heute anhaltende Boom der Manga-Szene.

Aktuell erfolgreiche Mangaserien stammen unter anderem aus den Federn von Rumiko Takahashi („Ranma ½", „Inu Yasha"), Eiichiro Oda („One Piece"), Tite Kubo („Bleach") und Masashi Kishimoto („Naruto").

Zu den zahlreichen japanischen Künstlern, von denen hier nur einige wenige genannt sein wollen, haben sich in den letzten Jahren zunehmend auch deutsche Zeichner gesellt, die sich an dem vorherrschenden Stil der japanischen Zeichnungen orientieren. Bekannte Namen sind Christina Plaka („Yonen Buzz"), Anike Hage („Gothic Sports") und Robert Labs („Dragic Master").

Vom Comic zur Convention

Die asiatischen Werke prägen in Deutschland mittlerweile das Bild der Buchhandlungen und Comicläden in hohem Maße. Tatsächlich nehmen sie inzwischen weitaus mehr Fläche ein als andere Comicarten. Auch der Medienverbund rund um Manga und Anime dürfte einer der umfangreichsten seiner Branche sein. So gibt es beispielsweise auch großangelegte Fantreffen, sogenannte Conventions, auf denen die Anhänger der Manga-Szene oft in detailliert ausgearbeiteten, farbenfrohen Kostümen ihrer Lieblings-Comichelden auftauchen um sich untereinander auszutauschen, in Importprodukten zu stöbern oder Bühnenshows rund um die asiatischen Zeichenwerke anzusehen.

 

 

Melanie Teich


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Quellen: Comics Teil IV

Berndt, Jaqueline : Phänomen Manga. Comic-Kultur in Japan. Berlin : Edition Q, 1995.

Gravett, Paul : Manga. Sixty years of Japanese comics. New York : Harper Design International, 2004.

AnimaniA, Animagine GmbH Verlag (www.animania.de)

MangasZene, Erbstößer & Holzer Verlag (www.mangaszene.com)

www.wikipedia.de

Startseitenbild: Copyright: KishiShiotani

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Marina Frank

am 27.08.2010 um 16:10 Uhr

Der Artikel gibt einen guten Ueberblick auf das Thema. Ich bin zur Zeit in Tokyo und absolviere hier mein Praxissemester. Durch Zufall bin ich in Odaiba bei dem weltweit groessten doujinshi Manga gathering vorbeigekommen. Ich habe noch nie in meinem Leben so viel kreative Menschen gesehen. Unglaublich wie viel Muehe und Arbeit diese Leute in die Kostueme stecken. Ganz, ganz toll.

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