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Kurzmeldung

Google und der Grenzstreit

Google ist in den Medien so präsent wie lange nicht: Streetview, Datenschutz und jetzt auch noch ein Grenzstreit zwischen Nicaragua und Costa Rica. Mitschuldig an der erneuten Entfachung des Konflikts um die Landesgrenze ist ein Fehler in Google Maps. Der Kommandeur eines nicaraguanischen Trupps marschierte mit seinen Soldaten in Costa Rica ein und verließ sich dabei auf den Kartendienst von Google. Der zeigte aber eine fehlerhafte Grenzlinie zwischen den beiden Ländern an.

Grund hierfür sei nach dem Google-Mitarbeiter Charlie Haie falsches Ursprungsmaterial vom US-Außenministerium gewesen. Mittlerweile sei aber der Datensatz korrigiert worden und die Grenzführung wieder auf dem Stand des Abkommens der beiden Länder von 1858.

Geklärt ist der mittlerweile 200 Jahre andauernde Streit dennoch nicht. Schuldig sieht sich Google dafür nicht. Der Pressesprecher erklärte in der costa-ricanischen Zeitung „La Nación", dass schließlich niemand perfekt sei. Zudem solle „kein Land diese Karten benutzen, um in ein anderes Land einzumarschieren."

 

Quellen:

Spiegel Online: Einfach mal einmarschieren

Zeit Online: Google in Grenzstreit verwickelt

 

Claudia Langer

VERÖFFENTLICHT AM

11. November 2010

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